Automatischer Heizkörperentlüfter
Regelmäßiges Entlüften der Heizkörper sorgt dafür, dass diese immer vollständig und schnell warm werden. Automatische Heizkörperentlüfter können das Entlüften von Hand weitgehend übernehmen. Kontrollieren Sie trotzdem regelmäßig, ob der Entlüfter dicht ist und der Heizkörper gleichmäßig warm wird.
Wie solch ein Entlüftungsventil funktioniert, welche Vor- und Nachteile es hat und für wen sich diese Anschaffung lohnt, lesen Sie hier.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein automatischer Entlüfter lässt angesammelte Luft selbsttätig ab – regelmäßiges Entlüften von Hand entfällt.
- Er kostet nur wenige Euro pro Ventil und lohnt sich vor allem bei vielen oder schwer erreichbaren Heizkörpern.
- Nachteil: Er kann Leckagen verschleiern; auf Verarbeitung, Lufteinzugssperre und passenden Einbauort achten.

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Funktionsweise eines automatischen Heizkörperentlüfters
Ein vollautomatisches Entlüftungsventil kann Luft im Heizkörper selbsttätig abführen. Dies ist wichtig, damit die Heizkörper ihre Heizleistung erbringen können. Denn die Luft im System verhindert, dass der Heizkörper vollständig warm wird und so effizient den Raum erwärmen kann.
Beim manuellen Entlüften wird mit einem speziellen Schlüssel seitlich am Heizkörper über ein Ventil entlüftet. Sobald Wasser nachfließt, ist die Luft aus dem System entwichen und das Ventil wird wieder zugedreht.

Ein eingebauter Schnellentlüfter erkennt über einen Schwimmer, wenn sich Luft im Innern befindet, und öffnet das Ventil, um diese entweichen zu lassen. Dies funktioniert, da Luft leichter ist und sich über dem Heizwasser ansammelt. Wenn der Sensor in Kontakt mit Wasser kommt, schließt er eigenständig wieder.
Der Heizkörperentlüfter übernimmt also das Öffnen des Entlüftungsventils; ein kurzer Dichtheits- und Funktionscheck bleibt trotzdem sinnvoll.

Lohnt sich ein Entlüftungsventil?
In einem Haus mit vielen Heizkörpern oder einem Mehrfamilienhaus spart der automatische Heizkörperentlüfter viel Zeit. Aber auch in kleineren Haushalten ist der Schnellentlüfter sehr komfortabel. Denn die Heizkörper werden selbsttätig entlüftet, sobald sich Luft im System befindet. Dadurch kann sich die Wärmeübertragung verbessern, wenn zuvor Luftpolster gestört haben.
Es wird empfohlen, zu Beginn der Heizperiode die Heizkörper zu entlüften. Den Rest des Jahres denken die meisten nicht mehr ans Entlüften. Doch auch Zwischendurch kann es passieren, dass sich Luft im Heizkörper ansammelt und die Leistungsfähigkeit dadurch reduziert.
Die automatische Entlüftung ist hier eine praktische Alternative, bei der Sie keinen Aufwand haben. Hinzu kommt, dass der Kostenaufwand nicht groß ist.

Im Juli 2026 kosten einfache automatische Heizkörperentlüfter häufig etwa 3 bis 10 Euro pro Ventil; Marken- oder Winkelausführungen können auch rund 15 Euro kosten. Dem geringen Preisaufwand steht vor allem ein Komfortgewinn gegenüber.
Automatischer Heizkörperentlüfter: Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Kein Entlüften von Hand – die Heizkörper bleiben selbsttätig luftfrei
- Bessere Wärmeabgabe, wenn Luftpolster zuvor den Heizkörper gestört haben
- Praktisch bei vielen oder schwer erreichbaren Heizkörpern und in Mietshäusern
- Geringe Anschaffungskosten von wenigen Euro pro Ventil
Nachteile
- Der Schwimmer verschleißt mit der Zeit und kann tropfen – dann sinkt die Heizleistung
- Leckagen fallen später auf, weil das Warnsignal „häufiges Entlüften“ entfällt
- Ohne Lufteinzugssperre kann bei Unterdruck Sauerstoff eingezogen werden (Korrosionsrisiko)

Möglicher Nachteil einer automatischen Entlüftung
Aus dem großen Vorteil in Sachen Komfort, ergibt sich für den automatischen Heizkörperentlüfter auch ein möglicher Nachteil. Da das Ventil sofort reagiert, wenn sich im System Luft ansammelt und diese entweichen lässt, werden eventuelle Leckagen erst spät entdeckt.
Ein Anzeichen für ein vorhandenes Leck ist nämlich das häufig erforderliche Entlüften der Heizkörper. Werden diese automatisch entlüftet, fällt das Problem unter Umständen nicht gleich auf.
Sauerstoff und Korrosion: auf Qualität und Einbauort achten
Ein weiterer Punkt betrifft die Wasserqualität im Heizkreis. Sinkt der Druck an einer hoch gelegenen Entlüftungsstelle kurzzeitig unter den Umgebungsdruck, kann ein einfaches Ventil dort Luft ansaugen, statt sie nur abzulassen. Der so eingetragene Sauerstoff fördert Korrosion im System – die VDI 2035 behandelt die Vermeidung wasserseitiger Korrosion; als fachliche Orientierung gilt, Sauerstoffeintrag möglichst gering zu halten und Werte um unter 0,1 Milligramm je Liter anzustreben. Achten Sie deshalb auf Modelle mit Lufteinzugssperre (Rückschlagfunktion) und einen geeigneten Einbauort: An einem einzelnen Heizkörper im Erdgeschoss ist das Risiko gering, an Hochpunkten größerer Anlagen dagegen relevant.
Automatische Entlüfter richtig einsetzen
- Lufteinzug verhindernEinfache Ventile ohne Rückschlagfunktion können bei Unterdruck Sauerstoff ziehen.Besser: ein Modell mit Lufteinzugssperre wählen.
- Regelmäßig kontrollierenEin tropfender Schnellentlüfter senkt die Heizleistung und zeigt Verschleiß an.Besser: ein- bis zweimal pro Jahr auf Dichtheit prüfen.
- Leckagen im Blick behaltenWeil das Warnsignal „häufiges Entlüften“ entfällt, Anlagendruck und Nachspeisung beobachten.Besser: bei ständigem Druckverlust die Anlage auf undichte Stellen prüfen lassen.
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