Fußbodenheizung – Überblick

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Informationen zur Fußbodenheizung

Fußbodenheizung modulare Verlegung © Michel Angelo, stock.adobe.com
Fußbodenheizung modulare Verlegung © Michel Angelo, stock.adobe.com

Die Idee, Räume mittels einer Fußbodenheizung zu erwärmen, stammt nicht etwa aus unserem modernen Zeitalter. Schon die Römer wussten die behagliche Wärme zu schätzen, die aus einer beheizten Bodenfläche emporsteigt. Für den zeitgenössischen Hausbau wurde diese Art dieser Heizung erst in den 80er Jahren wiederentdeckt und immer populärer.

Schon die alten Römer hatten eine Fußbodenheizung
Schon die alten Römer hatten eine Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung wird zur Gruppe der Flächenheizungen gezählt. Je nach Betriebsart ist zwischen zwei Fußboden-Heizsystemen zu unterscheiden:

  • Warmwasser-Heizungssysteme (Nass- und Trockensystem)
  • Elektrische Fußbodenheizung

Im Fall von Warmwasser-Fußbodenheizungen werden Heizungsrohre entweder im oder unter dem Estrich (Nass- oder Trockensystem) – also von außen her unsichtbar – in die Bodenfläche installiert. Elektrische Fußbodenheizungen bestehen aus einer Matte oder einem Netz, das mit Heizkabeln versehen ist und unter dem Bodenbelag verlegt wird.

Fußbodenheizung: Wasser geführt oder mit Strom betrieben
Fußbodenheizung: Wasser geführt oder mit Strom betrieben

Fußbodenheizung Nasssysteme

Estrich auf Fußbodenheizung © Wolfilser, stock.adobe.com
Estrich auf Fußbodenheizung © Wolfilser, stock.adobe.com

Werden die Heizungsrohre oberhalb der Dämmschicht direkt in den Estrich gelegt, der in flüssiger Form eingebracht wird, so spricht man von einem Nasssystem. Die Heizungsrohre werden dabei entweder direkt auf der Dämmschicht des Fußbodens oder auf Trägersystemen installiert. Auf diese wird ein spezieller Fließestrich aufgebracht. Auf den Estrich folgt die Nutzschicht. Sie ist die oberste Schicht des Fußbodens. Für diese Schicht kommen viele verschiedene Materialien in Betracht, wie zum Beispiel Fliesen, Laminat, Teppich- oder Vinylboden.

Im Handel sind mittlerweile verschiedenen Nasssysteme erhältlich, wie zum Beispiel

  • Noppenplattensysteme
  • Trägerelementsysteme
  • Klettsysteme
  • Tackersysteme
  • Klemmschienensysteme
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Fußbodenheizung Trockensysteme

Fußbodenheizung Trockensystem © skatzenberger, stock.adobe.com
Fußbodenheizung Trockensystem © skatzenberger, stock.adobe.com

Das Trockensystem eignet sich insbesondere für Sanierer, weil es auch nachträglich eingebaut werden kann. Durch den speziellen Aufbau kommen Trockenbau-Fußbodenheizungen mit deutlich geringeren Aufbauhöhen zurecht. Die minimale Aufbauhöhe beträgt 15 mm inklusive Wärmedämmung. Hierbei werden die Rohre der Fußbodenheizung direkt unterhalb des Bodenbelags in Systemplatten verlegt und anschließend mit Trockenbauplatten abgedeckt.

Elektrische Fußbodenheizung

Elektrische Fußbodenheizung © view7, fotolia.com
Elektrische Fußbodenheizung © view7, fotolia.com

Eine der überzeugendsten Eigenschaften der elektrischen Fußbodenheizungen ist ihre sehr geringe Aufbauhöhe sowie der unkomplizierte Einbau – selbst für Laien. Deshalb eignen sich bei der Sanierung die strombetriebenen Fußbodenheizungen für den nachträglichen Einbau ganz besonders. Bei Elektro-Fußbodenheizungen gibt es zwei aktuelle Typen: Heizmatten und Heizfolien.
Doch aufgepasst: Ob die Investition in eine Elektro-Fußbodenheizung sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als nachteilig erweisen sich insbesondere die höheren Betriebskosten. Durch die dauerhafte Beheizung großer Räume steigen die Stromkosten schnell in die Höhe.

Vorteile der Fußbodenheizung als Warmwasser-System

Vorteile und Nachteile
Vorteile und Nachteile einer Fußbodenheizung
  • Betrieb mit Niedertemperatur
    Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass der Betrieb der Heizung mit Niedertemperatur (Vorlauftemperatur ca. 35 Grad) erfolgt. Somit ist die Kombination mit energiesparenden Systemen wie Brennwerttechnik, Wärmepumpen und Solaranlagen ideal.
  • Überall warme Füße
    Wer im Winter ein Haus betritt, in dem eine Fußbodenheizung eingebaut ist, wird den angenehmsten Effekt dieses Heizungssystems sofort feststellen: Egal wo man hinläuft – die Füße bleiben immer schön warm.
  • Angenehme Strahlungswärme
    Die Qualität der Raumluft ist wesentlich besser als beim Heizen mit konventionellen Heizkörpern. Der Grund hierfür ist, dass die von der Fußbodenheizung abgegebene Wärme etwa zu zwei Dritteln aus Strahlungswärme besteht, die als sehr angenehm empfunden wird.
  • Gleichmäßige Wärmeverteilung
    Dadurch, dass die Wärme von der gesamten Bodenfläche abgegeben wird, kann eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht werden. So entsteht kein unangenehmes, zugluftartiges Gefühl im Raum.
  • Vorteilhaft bei Allergien
    In Räumen, die mit einer Fußbodenheizung beheizt werden, können Asthmatiker und Allergiker aufatmen, denn es finden kaum Staubaufwirbelungen statt und die Luft ist weniger trocken.
  • Beliebige Raumgestaltung ohne störende Heizelemente
    Da beim Einbau einer Fußbodenheizung keine Heizkörper mehr im Raum zu sehen sind, sind der Raumgestaltung kaum noch Grenzen gesetzt.
  • Niedrigere Raumtemperaturen werden als wärmer empfunden
    Beim Einsatz einer Fußbodenheizung werden niedrigere Raumtemperaturen (etwa 2-3 Grad weniger) aufgrund der gleichmäßigen Wärmeverteilung und der angenehmeren Strahlungswärme, die vom Boden ausgeht, als wärmer empfunden.
Fußbodenheizung: Nicht nur bei Kindern beliebt
Fußbodenheizung: Nicht nur bei Kindern beliebt

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Nachteile der Fußbodenheizung als Warmwasser-System

  • Anpassung der Raumtemperatur
    Die Fußbodenheizung eignet sich aufgrund der langsamen Temperaturanpassung nicht für Räume, die selten und schnell aufgeheizt werden sollen. Dabei sind besonders Systeme, die direkt in den Estrich verlegt werden, hinsichtlich der Regelfähigkeit träger.
  • Einbau- und Reparaturkosten
    Für den Einbau einer Fußbodenheizung ist mit etwas höheren Einbau- und Wartungskosten zu rechnen. Bedenkt man allerdings die angenehme Wirkung auf das Raumklima, nimmt man den finanziellen Mehraufwand gerne in Kauf.
  • Änderung des Heizsystems
    Eine Änderung des Heizsystems ist im Nachhinein praktisch nicht mehr möglich.

Nachteile früherer Fußboden-Heizsysteme

Frühere Fußbodenheizsysteme wurden oft bei zu hohen Temperaturen betrieben. Anfällige Menschen hatten daraufhin mit Venenproblemen in den Beinen zu kämpfen. Mittlerweile wurden Maximalwerte für die Oberflächentemperatur festgelegt. So dürfen die Temperaturen des Fußbodens 29 °C im Aufenthaltsbereich, 33 °C im Bad und 35 °C in den Randzonen nicht überschreiten. Die genauen Vorschriften sind in der DIN EN 1264 (alt DIN 4725) zu finden. Außerdem darf die Vorlauftemperstur der Fußbodenheizung bei Niedertemperaturbetrieb laut Energieeinsparverordnung (EnEV) lediglich zwischen 35 °C und 40 °C liegen.

Weiterhin mussten bei einer Sanierung die Rohre aus dem Boden herausgenommen werden. Mittlerweile wurden moderne Verfahren entwickelt, die eine Sanierung ermöglichen, ohne dass der Ausbau der Heizrohre notwendig ist.

Kosten einer Fußbodenheizung

Preise und Kosten © eyetronic, fotolia.com
Preise und Kosten einer Fußbodenheizung © eyetronic, fotolia.com

Im Falle von Nasssystemen sind die Preise abhängig von der gewählten Montageart. Bei der Verlegung der Fußbodenheizung auf einem Noppenplattensystem fallen Kosten pro Quadratmeter in Höhe von 13 Euro bis zu 39 Euro an. Für das Tackersystem wie auch für das Klemmschienensystem entstehen Kosten pro Quadratmeter zwischen 14 und 27 Euro. Beim Klettsystem werden keine speziellen Verlege- oder Befestigungswerkzeuge benötigt. Die Preise liegen ebenfalls zwischen 14 Euro und 27 Euro.

Für einen Quadratmeter Warmwasser-Fußbodenheizung im Trockensystem liegen die Kosten zwischen 28 Euro bis 44 Euro.

In der Anschaffung kosten Komplettprodukte einer Elektro-Fußbodenheizung einschließlich Stromzuleitung und Steuereinheit etwa 50 Euro zuzüglich 10 bis 30 Euro pro Quadratmeter Heizmattenfläche. Wenn als Standardmaße die Mattenbreiten 1, 1,5 oder 2 m in unterschiedlichen Laufmeterlängen gewählt werden, sind Quadratmeterpreise unter zehn Euro möglich. Der günstigen Anschaffung stehen, wie bereits erwähnt, die Verbrauchswerte während des Betriebs gegenüber. Eine angenehme Bodentemperatur entsteht bei etwa 800 Watt für eine Raumfläche von zehn Quadratmetern.

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