Fußbodenheizung: Richtige Wartung kann Kosten sparen
Grundsätzlich gilt für die Fußbodenheizung wie für jede Heizungsanlage: Eine regelmäßige Wartung sorgt für einen einwandfreien Betrieb. Dabei werden alle Funktionen der Heizungsanlage überprüft. Auf diese Weise werden nicht nur Störungen während der Heizsaison verhindert, sondern man spart auch Energie.
Das Wichtigste in Kürze
- Regelmäßige Wartung hilft bei Herstellervorgaben; § 60 GEG verpflichtet Betreiber zur Instandhaltung wichtiger Anlagenkomponenten.
- Für die Heizkreise gilt als Praxisorientierung: rund zehn Jahre nach dem Einbau kontrollieren lassen, danach je nach Anlagenzustand.
- Zwischen den Terminen selbst beobachten: Anlagendruck, ungleichmäßig warme Räume und Feuchtigkeit am Heizkreisverteiler.

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Bei neuen Heizungsanlagen lohnt der Blick in Wartungsvertrag und Garantiebedingungen. Viele Hersteller empfehlen eine regelmäßige fachgerechte Wartung; bei Garantieverlängerungen kann eine jährliche Wartung durch den Fachbetrieb Bedingung sein. Darüber hinaus verpflichtet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in § 60 die Betreiber, Komponenten mit wesentlichem Einfluss auf den Wirkungsgrad der Heizungsanlage regelmäßig zu warten und instand zu halten – ein festes Intervall nennt das Gesetz nicht.

Überprüfung von Heizkessel, Brenner und Heizkreisen
Bei einer korrekten Installation einer konventionellen Fußbodenheizungsanlage beschränken sich die Wartungstätigkeiten in der Regel auf eine einfache Funktionsprüfung sowie der Überprüfung von:
- Regelung und Einstellungen am Heizkessel
- Brenner
- Warmwasserspeicher
- Umwälzpumpe
- Kontrolle der optimalen Volumenströme in den Heizkreisen
- Verschleißteile
Die Wartung des Heizkreissystems der Fußbodenheizung unterliegt hingegen keinem festen Wartungsintervall. Als Praxisorientierung gilt: rund zehn Jahre nach der Erstinstallation kontrollieren lassen; spätere Kontrollen können je nach Anlagenzustand etwa alle zwei Jahre sinnvoll sein.

Bei Störungen einer Fußbodenheizung kann es sich um relativ harmlose und leicht zu behebende Problemchen handeln. Es ist aber dringend davon abzuraten, selbst am Heizungssystem Hand anzulegen. Die Störung sollte immer von einem qualifizierten Fachbetrieb beseitigt werden. Überprüfung und Reparatur solcher Anlagen bedürfen ausreichender Fachkenntnis. Wer selbst am Fußbodenheizungssystem hantiert, läuft Gefahr, den Volumenstrom des Heizwassers zu verändern. Das hat Auswirkung auf die gesamte Fußbodenheizungsanlage. Es besteht die Gefahr, dass einzelne Bauteile, wie etwa der Verteiler oder Rohre beschädigt werden. Außerdem erkennen nur Fachleute Ablagerungen oder Korrosionsvorgänge in den Fußbodenheizungsrohren.
Was Sie selbst zwischen den Wartungen im Blick behalten können
Auch ohne Werkzeug lässt sich einiges beobachten und dem Fachbetrieb beim nächsten Termin berichten: Der Anlagendruck am Manometer sollte im vom Installateur markierten Bereich bleiben – wiederholtes Nachfüllen ist ein Warnzeichen und sollte abgeklärt werden, denn häufiges Nachfüllen mit unbehandeltem Frischwasser bringt Sauerstoff und Kalk ins System. Werden einzelne Räume trotz unveränderter Einstellung schlechter warm, deutet das auf Luft oder Ablagerungen in den Heizkreisen hin – dann sollte der Fachbetrieb Entlüften oder eine Spülung prüfen. Ein kurzer Blick auf den Heizkreisverteiler zeigt zudem, ob sich dort Feuchtigkeit oder Korrosionsspuren bilden.
Schnell-Check: Brauchen Sie jetzt einen Fachbetrieb?
1. Fällt der Anlagendruck wiederholt ab, sodass Sie regelmäßig Wasser nachfüllen müssen?
Ja
Fachbetrieb zeitnah beauftragen
Wiederholter Druckverlust deutet auf eine Undichtigkeit oder ein defektes Ausdehnungsgefäß hin – das sollte ein Fachbetrieb prüfen, bevor Folgeschäden entstehen.
Ergebnis
Nein
Druck stabil
Gut – dann weiter zur Wärmeverteilung.
→ Frage 2
2. Werden einzelne Räume trotz unveränderter Einstellung schlechter oder ungleichmäßig warm?
Ja
Fachbetrieb: Entlüften oder Spülung prüfen lassen
Bleibt das Problem bestehen, sollte der Fachbetrieb prüfen, ob Luft oder Ablagerungen in den Heizkreisen die Ursache sind.
Ergebnis
Nein
Wärmeverteilung passt
Bleibt nur der Blick auf das Alter der Anlage.
→ Frage 3
3. Ist die Fußbodenheizung älter als zehn Jahre, ohne dass die Heizkreise je kontrolliert wurden?
Ja
Kontrolle einplanen
Als Praxisorientierung gilt: erste Heizkreis-Kontrolle rund zehn Jahre nach der Erstinstallation, spätere Kontrollen je nach Anlagenzustand und Wasserqualität.
Ergebnis
Nein
Kein akuter Handlungsbedarf
Beim nächsten regulären Wartungstermin des Wärmeerzeugers den Blick auf Verteiler und Heizkreise einfach mit beauftragen.
Ergebnis
Richtigen Heizungsfachbetrieb finden
Wer sich eine neue Fußbodenheizungsanlage hat einbauen lassen, bekommt automatisch einen Wartungsvertrag angeboten. Ansonsten lohnt es sich, mehrere Angebote von verschiedenen Heizungs- und Sanitärbetrieben einzuholen und die Preise zu vergleichen. Jedoch sollte die Auswahl nicht in erster Linie nach den Kosten erfolgen. Qualität geht immer vor.

Wie bei fast allen Produkten oder Dienstleistungen gibt es auch für Handwerksbetriebe Qualitäts- und Prüfsiegel. Bei der örtlichen Handwerkskammer wird ein Verzeichnis, die so genannte Handwerksrolle, geführt. Dort sollte der Betrieb eingetragen sein. Der Eintrag belegt, dass der Betrieb die handwerksrechtlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit erfüllt. Außerdem sollte er als SHK-Betrieb ausgewiesen sein. Eine TÜV- oder ISO-Zertifizierung kann ein Hinweis auf geprüfte Abläufe sein; wichtiger bleiben SHK-Qualifikation, Referenzen und klarer Leistungsumfang. Ein Heizungsbetrieb sollte darüber hinaus während der normalen Betriebszeiten immer für Kunden erreichbar sein.

Vorteilhaft ist immer ein Fachbetrieb in der Nähe. Im Optimalfall kommt er direkt aus dem Wohnort. Das verspricht kurze Anfahrtswege und erspart teure Anfahrtskosten sowie schnelle Hilfe bei Störungen. Befindet sich das Unternehmen direkt am Ort ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jemand in der Nachbarschaft bereits Erfahrungen mit dem Betrieb gesammelt hat. Eine kurze Nachfrage lohnt sich.
Ein weiteres positives Merkmal, auch wenn es auf den ersten Blick ärgerlich ist: Eine längere Wartezeit für den Auftrag. Dies spricht für volle Auftragsbücher und dass der Betrieb gefragt ist. Auch der Umstand, wie lange das Unternehmen bereits existiert, kann ein Qualitätsmerkmal sein. Kontinuität spricht für solide Arbeit und zufriedene Kunden.
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