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Fußbodenheizung Thermostate

Fußbodenheizung: Thermostate richtig setzen

Wer eine Fußbodenheizung hat, braucht in aller Regel ein Raumthermostat. Nach § 63 Gebäudeenergiegesetz (GEG) muss eine wassergeführte Heizung mit einer selbsttätig wirkenden Einrichtung zur raumweisen Regelung der Raumtemperatur – einer sogenannten Einzelraumregelung – ausgestattet sein. Fehlt sie in einem bestehenden Gebäude, muss der Eigentümer sie nachrüsten. Nachgerüstet wird also die Regelung, nicht die Fußbodenheizung selbst. Von dieser Pflicht ausgenommen sind unter anderem:

  • Fußbodenheizungen in Räumen mit weniger als sechs Quadratmetern Nutzfläche und
  • Einzelheizgeräte, die für den Betrieb mit festen oder flüssigen Brennstoffen eingerichtet sind.

Eine Sonderregel gilt für Altanlagen: Eine Fußbodenheizung, die vor dem 1. Februar 2002 eingebaut wurde, darf abweichend mit einer Einrichtung zur raumweisen Anpassung der Wärmeleistung an die Heizlast ausgestattet werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach § 63 GEG braucht eine wassergeführte Fußbodenheizung eine raumweise Regelung; nachgerüstet wird die Regelung, nicht die Heizung.
  • Das Raumthermostat gehört auf 1,40–1,60 m Höhe an eine Innenwand – frei von Zugluft, direkter Sonne und Wärmequellen.
  • Programmierbare Thermostate können sparen; bei trägen Fußbodenheizungen fällt der Effekt meist geringer aus als bei Heizkörpern.
  • Funk- und Smart-Thermostate sind ideal zum Nachrüsten, weil Stemm- und Verputzarbeiten entfallen.
Digitales Raumtermostat © Laurentiu Iordache, stock.adobe.com
Digitales Raumtermostat © Laurentiu Iordache, stock.adobe.com
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Die Funktion eines Raumthermostats ist simpel: Es misst ständig die Temperatur und vergleicht sie mit dem von Ihnen eingestellten Wert. Weicht der Wert nach unten ab, steuert es je nach System den Stellantrieb am Heizkreisverteiler an, damit der Heizkreis öffnet. Ist die eingestellte Temperatur erreicht, schließt der Heizkreis wieder.

Moderne Varianten des Thermostats bieten die Möglichkeit, die Heizung ganz individuell, aber auch sehr effizient zu steuern, um Energie einzusparen.

Jeder Raum braucht ein Raumthermostat
Viele Räume brauchen eine Einzelraumregelung

Positionierung

Damit das Raumthermostat auch ordentlich funktioniert, muss es richtig positioniert werden. Da die warme Luft der Fußbodenheizung nach oben steigt und sich dort wieder abkühlt, ist es in Räumen insbesondere im mittleren Bereich angenehm warm. Das Thermostat sollte deshalb in einem Bereich zwischen 1,40 m und 1,60 m positioniert werden. In diesem Bereich wird die Temperatur von Personen als am angenehmsten wahrgenommen.

Thermostat für die Fußbodenheizung
Thermostat für die Fußbodenheizung

Oft werden Thermostate mit den Schalterkombinationen für das Licht an Türen kombiniert, weil die Installation so einfacher ist. Doch genau das sollte man nicht tun! Abgesehen davon, dass Schalteranordnungen in der Regel auf einer Höhe von 90 cm sitzen, muss sich der Nutzer stets bücken, wenn er die Einstellung des Thermostats sehen oder einstellen will. Und: an Türen herrscht Zugluft! Darüber hinaus dürfen 24-V-Steuerleitungen nur zusammen mit 230-V-Leitungen geführt werden, wenn sichere Trennung und passende Isolation eingehalten sind; das prüft die Elektrofachkraft.

Thermostate sollten nicht in einem Bereich montiert werden, wo ständig Zugluft herrscht. Genauso so schlecht ist eine direkte Sonneneinstrahlung auf das Raumthermostat. Im Bad und im Duschbereich muss die Berührung mit Spritzwasser vermieden werden. Generell sollten Thermostate unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt und in einem Bereich installiert werden, der trocken ist. Auch die Nähe zu Wärmequellen sollte unbedingt vermieden werden. Kamine, Holzöfen, Heizkörper oder Heizstrahler verfälschen die Raumtemperatur und die Fußbodenheizung würde nicht vernünftig geregelt.

Diese Standortfehler mindern die Regelgüte

  • Neben Tür oder Lichtschalter.Schalter sitzen meist auf 90 cm und im Zugluftbereich – das verfälscht die Messung.Besser: frei an einer Innenwand auf 1,40–1,60 m montieren.
  • Direkte Sonne auf dem Gerät.Das Thermostat meldet zu warme Werte und regelt ab, der Raum kühlt trotzdem aus.Besser: einen verschatteten Platz ohne Fensterfront wählen.
  • Nähe zu Wärmequellen.Kamin, Ofen, Heizkörper oder Heizstrahler täuschen Wärme vor, die im Raum fehlt.Besser: deutlich Abstand halten.
  • Feuchte Montageorte.Spritzwasser im Bad kann die Elektronik schädigen.Besser: einen trockenen, spritzwassergeschützten Platz wählen.
Der Platz für das Heizungsthermostat sollte gut geplant werden
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Montage

Die gängigen Unterputz-Raumthermostate lassen sich in einer normalen Schalter- oder Hohlwanddose montieren. Die Geräteschrauben haben in der Regel einen Abstand von 60 mm und lassen sich an den Schalterdosen festziehen. Bei Aufputz-Raumthermostaten wird in der Regel der Rückendeckel des Thermostats mit Dübel und Schrauben an der Wand fixiert. Das Thermostat braucht nach dem Anschluss nur noch auf den Deckel gedrückt zu werden. Bei der Verkabelung ist den Anweisungen des Herstellers zu folgen.

Raumtermostat Montage © Larry, stock.adobe.com
Raumtermostat Montage © Larry, stock.adobe.com

Arbeiten an 230-Volt-Raumthermostaten gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Je nach Thermostat, Stellantrieb und vorhandener Leitung unterscheiden sich Klemmenbelegung, Schutzleiterführung und Aderfarben; maßgeblich sind Herstellerangaben und die Prüfung vor Ort. Wichtig bleibt: Grün-gelb ist ausschließlich für den Schutzleiter vorgesehen und darf nicht als Schaltdraht genutzt werden.

Heizungsthermostat anschließen
Heizungsthermostat anschließen
  • Vor dem Austausch klären, ob das vorhandene System mit 230 V oder 24 V arbeitet.
  • Nur Thermostate verwenden, die zum Stellantrieb und zur Anschlussleiste passen.
  • Nach dem Anschluss Funktion, Schutzmaßnahme und sichere Trennung durch die Elektrofachkraft prüfen lassen.

Hat das Thermostat eine Klemme (Schaltuhr), dient diese zur Nachtabsenkung oder führt zu einer Zeitschaltuhr. Hier würde dann ein von der Nachtabsenkung oder Schaltuhr kommender Leiter angeschlossen werden.

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Moderne Thermostate können heute per Funk oder WLAN gesteuert werden und lassen sich problemlos in ein Smart-Home-Konzept einplanen. Funkthermostate eignen sich besonders für spätere Nachrüstungen. Es entfallen dabei lästige, schmutzige Stemm- und Verputzarbeiten.

Welches Raumthermostat passt zur Fußbodenheizung?

Für die Fußbodenheizung reicht ein einfaches Thermostat zwar aus, doch mit der passenden Regeltechnik lässt sich der träge reagierende Bodenaufbau spürbar effizienter und komfortabler steuern. Welches Gerät sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, ob eine feste Verkabelung möglich ist und wie genau Sie Zeiten und Temperaturen steuern möchten.

Mechanisch, programmierbar oder smart?

Drei Regelvarianten für die Fußbodenheizung – mit unterschiedlichem Komfort und Aufwand.

Mechanisches Thermostat

Regelt die Raumtemperatur über einen Drehknopf. Günstig und robust, aber ohne Zeitprogramme – die Absenkung stellen Sie von Hand ein.

Günstig und wartungsarm
Keine automatische Zeit- oder Nachtabsenkung

Geeignet fürWenig genutzte Räume mit gleichmäßigem Wärmebedarf

Programmierbares Thermostat

Speichert feste Heiz- und Absenkzeiten. So läuft die Fußbodenheizung nur dann auf Komforttemperatur, wenn der Raum wirklich genutzt wird.

Automatische Nachtabsenkung spart Energie
Muss einmal eingerichtet werden

Geeignet fürWohn- und Arbeitsräume mit regelmäßigem Tagesrhythmus

Funk- oder Smart-Thermostat

Wird per Funk oder WLAN gesteuert und lässt sich über App oder Sprachassistent regeln. Ideal zum Nachrüsten, weil Stemmarbeiten entfallen.

Nachrüstbar ohne Kabelverlegung, App-Steuerung
Höhere Anschaffung, Batterien und Updates nötig

Geeignet fürSanierung und alle, die aus der Ferne steuern möchten

Auch bei der Fußbodenheizung möglich: Raumtemperatur individuell via Smartphone regeln © Andrey Popov, stock.adobe.com
Fußbodenheizung einstellen © Alexander Raths, stock.adobe.com
Fußbodenheizung: Richtige Einstellung

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