Heizungskessel

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Das Herzstück der Heizungsanlage: Der Heizungskessel

Der Heizungskessel ist das Herzstück der Heizungsanlage. Hier wird der Brennstoff in Wärmeenergie umgewandelt, um dann über das Rohrsystem zu den Heizkörpern weitergeleitet zu werden. Generell besteht ein Heizkessel aus einem Brennraum, einem Rost oder einem Brenner, einer Wärmeübertragungseinheit und einer Abgasanlage.

Gas Brennwert Wandheizkessel © Buderus
Gas Brennwert Wandheizkessel © Buderus

Der Brenner sorgt bei Gas- oder Ölheizungen dafür, dass diese Energieträger im Brennraum verbrannt werden. Bei festen Brennstoffen befindet sich im Brennraum kein Brenner, sondern ein Rost. Auf diesem werden zum Beispiel Holzscheite oder Holzpresslinge gestapelt und verbrannt. Die dabei entstehende Wärme über eine Wärmeübertragungseinheit auf das Heizungswasser übertragen. Über eine entsprechende Abgasanlage strömen die Abgase im Heizkessel in den Schornstein nach draußen.

Öl-Brennwertgerät © IWO
Öl-Brennwertkessel mit Warmwasserspeicher © IWO

Mit dem neuen Klimagesetz macht der Gesetzgeber den Austausch Ihres alten Heizkessels durch zahlreiche Förderprogramme attraktiv. Erfahrungsgemäß kann ein Heizkessel bereits ab 15 Jahren nicht mehr mit den neuen und modernen Geräten mithalten. Heizungsexperten raten generell Heizkessel, die 30 Jahre auf dem Buckel haben, zu tauschen. So schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) sogar vor, bei Eigentümerwechsel von Altbauten mit zwei oder mehr Wohnungen, Heizkessel ab einem Alter von 30 Jahren innerhalb von zwei Jahren auszutauschen.

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Auf den Energieträger kommt es an

Bevor Sie jedoch einen neuen Heizungskessel kaufen, muss die Frage über den Brennstoff geklärt werden. Denn für die verschiedenen Brennstoffe, gibt es den entsprechenden Heizkessel. Bei der Wahl des Energieträgers sollten Sie jedoch das neue Klimagesetz sowie die Energieeinsparverordnung (EnEV) im Hinterkopf haben.

  • Öl hat einen hohen CO2-Anteil und wird sich mit der kommenden CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe verteuern. Der Einbau von Öl-Heizungsanlagen ist laut Klimagesetz ab 2026 verboten. Laut EnEV müssen Öl-Heizungen mit Solaranlagen oder einer Ersatzmaßnahme kombiniert werden, was Zusatzkosten bedeutet. Wer sich für Heizöl entscheidet, muss daran denken, dass man dazu einen Tank und einen Lagerraum benötigt.
  • Heizöl-Tankwagen bringt Heizöl an den Verbrauchsort © Jürgen Fälchle
    Heizöl-Tankwagen bringt Heizöl an den Verbrauchsort © Jürgen Fälchle
  • Gas hat zwar einen geringeren CO2-Anteil als Öl, wird sich aber mit der kommenden CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe ebenfalls verteuern. Laut EnEV müssen auch Gas-Heizungen mit Solaranlagen oder einer Ersatzmaßnahme kombiniert werden, was Zusatzkosten bedeutet. Wer sich für Gas entscheidet, benötigt den entsprechenden Gasanschluss.
  • Gasflamme © ArtmannWitte, stock.adobe.com
    Erdgas ist ein beliebter Energieträger © ArtmannWitte, stock.adobe.com
  • Holz ist ein klimaneutraler Brennstoff, produziert aber bei der Verbrennung Feinstaub. Weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, wird die Anschaffung eines Holz- oder Pelletkessels gefördert. Wer sich für Holz oder Pellets entscheidet, benötigt einen entsprechenden Lagerraum.

    Heizen mit Holz © stockphoto-graf , stock.adobe.com
    Heizen mit Holz © stockphoto-graf , stock.adobe.com

Ob Gas- oder Öl-Heizkessel – moderne Brennwertkessel sind mit speziell konstruierten Brennern ausgestattet, die eine optimale Verbrennung gewährleisten. Eine geringere Verbrennungstemperatur reduziert nicht nur den Ausstoß von Stickoxiden, sondern hat auch den Vorteil, dass die Kessel kompakter gebaut sind. Denn im Gegensatz zu alten Heizkesseln, reicht bei geringerer Temperatur ein kleinerer Brennraum aus. Darüber hinaus wird bei Brennwertkesseln auch das Abgas nach der Verbrennung an das Heizungswasser im Rücklauf abgegeben.

Beim Scheitholzkessel befindet sich im Brennraum kein Brenner, sondern ein Rost. Auf diesem werden Holzscheite gestapelt, dass von oben abbrennt. Besonders effizient sind jedoch Heizkessel mit Vergasertechnik. Hier wird Luft bei der Verbrennung über den Holzstapel nach unten geblasen. Das bei der Verbrennung entstehende Gas wird in einer zweiten Kammer verbrannt und zur zusätzlichen Wärmeerzeugung genutzt.

Der Pelletkessel arbeitet mit kleinen Holzpresslingen, die automatisch aus dem Lager bis zum Brenner transportiert werden. Pelletkessel bieten mehr Komfort als Scheitholzkessel, erfordern aber dennoch ab und zu ein manuelles Eingreifen. Zum Beispiel dann, wenn die Aschebehälter nach mehreren Wochen einmal zu leeren sind.

Holzpellets © Ehrenberg-Bilder, stock.adobe.com
Holzpellets © Ehrenberg-Bilder, stock.adobe.com

Auf die richtige Größe kommt es an

Wie groß und leistungsfähig der Wärmeerzeuger idealerweise sein sollte, kann beispielsweise nach DIN 4701 (Wärmebedarfsberechnung) ermittelt werden. Da allerdings weitere individuelle, aber entscheidende Faktoren wie eine Wärmedämmung oder die im Durchschnitt im Haushalt benötigte Wärme berücksichtigt werden müssen, sollte die Berechnung einem Fachmann überlassen werden. Wer auf fossile Brennstoffe zurückgreift, sollte zusätzlich zum Heizkessel einen Warmwasser-Speicher installieren, um die laut EnEV vorgeschriebene Solarenergie effizient zu nutzen.

Zur Prüfung der Gegebenheiten vor Ort bietet sich der Heizungs-Check nach DIN 15378 an. Er wird beispielsweise von Heizungsfachbetrieben angeboten und kostet zwischen 100 und 200 Euro. Das Geld ist gut investiert, zumal ein qualifizierter Betrieb über viel Erfahrung beim Austausch von Heizungsanlagen verfügt und somit gleichzeitig Tipps zur weiteren Optimierung geben kann.

Was kostet ein neuer Heizkessel?

Der Preis eines neuen Heizkessels hängt in erster Linie vom verwendeten Brennstoff ab. So ist ein Kessel für Pellets deutlich teurer als ein Heizkessel für Öl oder Gas. Doch bei der Anschaffung sollte Sie stets die Kosten für den laufenden Betrieb im Augen haben. Denn die Brennstoffkosten sind für Ihre Heizkosten entscheidend.

Kesselart Preis
Gas-Brennwertkessel wandhängend 2.000 € – 4.000 €
Gas-Brennwertkessel bodenstehend 3.500 € – 6.000 €
Öl-Brennwertkessel 4.000 € – 6.000 €
Pelletkessel 7.500 € – 11.500 €
Scheitholzkessel (20 Kw) 8.000 € – 12.000 €
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