Holzheizung Funktionsweise

Teilen:

Funktionsweise einer Holzheizung

Auch wenn heute meist moderne Gas- und Ölheizungen viele Häuser und Wohnungen in eine warme und gemütliche Atmosphäre tauchen, ist das Thema Holz zum Heizen keineswegs ein Relikt aus dem Mittelalter. Allerdings hat sich die Art und Weise seiner Nutzung im Vergleich zu früheren Zeiten stark verändert.

Holzheizung Stückholz © KWB
Holzheizung mit Brennstoff Stückholz © KWB

Das offene Feuer im Wohnraum findet sich höchstens noch in Kaminen und Öfen, dieallerdings mehr zur Einzelraumbefeuerung genutzt werden als zum ausschließlichen Heizen mit Holz von kompletten Gebäuden. Einzig das Funktionsprinzip hat sich seit der Entdeckung des Holzes als Brennmaterial nicht geändert. Um aus Holz Wärme zu generieren ist ein Verbrennungsvorgang nötig. Um die Funktion einer Holzheizung näher zu beleuchten, muss daher zunächst ein Blick auf die physikalischen Zusammenhänge geworfen werden.

bis zu 30% sparen

Holzheizung finden

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Holzheizung Grundvoraussetzung: Feuer

Am Anfang steht das Feuer, denn ohne Feuer lässt sich Holz nicht als Wärmequelle einsetzen. Nüchtern betrachtet ist Feuer lediglich die Begriffsbezeichnung für die Flammenbildung bei einem Brennvorgang, egal ob bei Holz oder anderen Stoffen. Durch diesen Brennvorgang wird neben Licht auch Wärme erzeugt. Die Grundvoraussetzung, um ein Feuer überhaupt entfachen zu können, ist neben dem entsprechenden Brennmaterial, die Luft, genauer. Sauerstoff und natürlich eine Zündung.

Während unsere Vorfahren noch mit Reibung ein Feuer entfachten, greift der moderne Mensch auf diverse Zündvorrichtungen zurück, um seine Flamme zum Lodern zu bringen. Je nach Brennmaterial muss dabei eine gewisse Zündtemperatur erreicht werden, die sich nach der Oxidationsempfindlichkeit des Brennstoffes richtet.

So ging es früher: Feuer entzünden durch Reibung
So ging es früher: Feuer entzünden durch Reibung

Bei Holz liegt diese Zündtemperatur zwischen 280 und 340 Grad Celsius, während sich andere Stoffe schon durch leichte Reibung entzünden, bestes Beispiel: Der Kopf eines Streichholzes. Auch die Wärmemenge, die von den Brennstoffen beim Verbrennungsvorgang generiert werden kann, der so genannte Brenn- oder Heizwert, unterscheidet sich maßgeblich. Nicht nur von Brennmaterial zu Brennmaterial, sondern auch von Holzart zu Holzart.

Der Heizwert hängt von der Holzart ab
Der Heizwert hängt von der Holzart ab

TIPP

Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von Heizungs-Fachbetrieben vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

Funktion einer Holzzentralheizung

Bei einer Holzzentralheizung gibt es unterschiedliche Funktionsweisen. Zum einen wird Wärme durch das Verfeuern des Brennmaterials Holz generiert, zum anderen Wärme einmal durch den Verbrennungsvorgang des Feststoffes und das Verbrennen der dabei entstehenden Gase gewonnen. Holzheizungen der letzten Variante sind eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Holzbrennkessels und als so genannte Holzvergaserkessel mit einem Zweikammerprinzip ausgerüstet.

Der Verbrennungsvorgang wird hierbei so gesteuert, dass zunächst das Wasser von der Holzoberfläche verdampft. Die freigesetzten Gase, die sich über dem Holz entzünden, sorgen dafür, dass der Vergasungs- und Verdampfungsvorgang bis in das Holzinnere fortgesetzt wird. Durch den fortschreitenden Verbrennungsvorgang wird das Holz von seinen flüchtigen Stoffen (etwa 80 Prozent) befreit, der Rest ist als glühendes Koks (Holzkohle) sichtbar. Der Holzkohle wird nun weiter Sauerstoff zugeführt, um eine beinahe rückstandsfreie Verbrennung herbeizuführen. Lediglich Asche bleibt übrig.

Holzvergaserkessel
Holzvergaserkessel © Bild KWB – KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH

Das Prinzip eines Holzheizkessels ist im Vergleich zum Holzvergaserkessel deutlich simpler.

Die Verbrennung von Scheitholz oder auch Hackschnitzeln läuft jedoch innerhalb einer einzigen Kammer ab und stellt die gewonnene Energie für das Heizsystem zur Verfügung. Da eine punktuelle Nutzung wie bei Öl- oder Gasheizungen bei einer Holzzentralheizung nicht gegeben ist, muss die zu viel produzierte Energie gespeichert werden.

Das geschieht mit Hilfe eines Pufferspeichers, der dann ein punktuelles Abrufen der Wärme bei Bedarf möglich macht.

 

Umweltfreundlich heizen mit Holz
Umweltfreundlich heizen mit Holz
Kaminofen © Lilli, stock.adobe.com
Holzheizung Arten

Verschiedene Holzheizungs-Arten Um Holz als Brennstoff für die Beheizung von Räumen und die Brauchwassererwärmung zu nutzen, werden zahlreiche Varianten an… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Heizung Fachbetriebe
Kauf / Einbau / Reparatur

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: