CO2-Preis für fossile Heizungs-Brennstoffe

Teilen:

CO2-Preis für fossile Heiz- und Kraftstoffe: So teuer werden Erdgas und Heizöl

Hitzewellen, Trockenheit, Extremwetterereignisse – Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile nicht nur im globalen Süden, sondern auch in unseren Breitengraden spürbar. Deshalb ist es höchste Zeit zu handeln. Das hat auch die Bunderegierung erkannt und Ende 2019 ein Klimapaket erlassen, das dabei helfen soll, die Klimaziele, die wir uns mit dem Pariser Klimaabkommen gesetzt haben, zu erreichen.

Fossile Brennstoffe werden mit der CO2-Abgabe belastet © Fokussiert, stock.adobe.com
Fossile Brennstoffe werden mit der CO2-Abgabe belastet © Fokussiert, stock.adobe.com

Hauptgrund für das Steigen der globalen Durchschnittstemperatur sind die seit der Industrialisierung steigenden CO2-Emissionen. Da wir nach wie vor sehr viel Gas, Öl, Benzin und Diesel verbrennen, gelangen sehr viele Schadstoffe in unsere Atmosphäre, die für höhere Temperaturen sorgen. Die im Klimapaket beschlossene Abgabe für Kohlenstoffdioxid soll alle Bürger Deutschlands dazu bewegen, weniger fossile Schadstoffe zu verbrennen und gemeinsam etwas gegen den Klimawandel zu tun.

Notwendige Reduktion der Emissionswerte

Viele von uns sind es gewohnt, mit dem Auto jederzeit mobil sein zu können. Von den fast 50 Millionen gemeldeten Fahrzeugen in Deutschland fahren gerade einmal 140.000 elektrisch. Pro verbranntem Liter Benzin sind es 2,3 Kilogramm CO2, pro Diesel 2,6 Kilogramm, die in die Atmosphäre gelangen. Bei einer solch hohen Anzahl an Autos kann man sich vorstellen, wie viele Tonnen CO2 pro Tag allein durch den PKW-Verkehr in Deutschland anfallen.

Klimaziele: Mit alten Heizungen nicht zu erreichen
Klimaziele: Mit alten Heizungen nicht zu erreichen

Dabei ist der Verkehr noch nicht einmal der Sektor, der die meisten Emissionen ausstößt. Die Energiewirtschaft schlägt mit 38 Prozent als größter CO2-Produzent zu Buche. Die erzeugte Heizenergie und das Warmwasser für die privaten Haushalte machen dabei immerhin zehn Prozent aller deutschlandweiten Emissionen aus.

Um einen Teil zur Energiewende beizutragen, ist es nicht unbedingt nötig, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Auch eine bessere Dämmung und umweltfreundliches Vorgehen beim Heizen kann den Energieaufwand und damit die erzeugten Emissionen reduzieren.

Die Idee: Wenn der CO2-Preis steigt dann sinkt der CO2-Verbrauch
Die Idee: Wenn der CO2-Preis steigt dann sinkt der CO2-Verbrauch
bis zu 30% sparen

Heizung Fachbetriebe:
Preise vergleichen und sparen

  • Bundesweit
  • Unverbindlich
  • Qualifizierte Anbieter
  • Top Preise
Tipp: Günstigste Fachbetriebe finden für Solaranlagen und Heizungen.

CO2-Preis für den Schutz unserer Umwelt

Zunächst einmal zahlen Rohstofflieferanten die neue Abgabe, die für das CO2 festgelegt ist. Für die von ihnen gekauften Mengen an Gas, Öl, Benzin und Diesel erwerben sie nach dem neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) Zertifikate für die Menge an CO2, die durch das Verbrennen dieser Rohstoffe entstehen. Im Jahr 2021 liegt die Abgabe für eine Tonne Kohlenstoffdioxid zunächst bei 25 Euro. In den folgenden vier Jahren erfolgt ein Anstieg bis auf 55 Euro. Ab 2026 legt sich der Preis dann eigenständig durch Auktionen fest. Zunächst soll er allerdings zwischen 55 und 65 Euro liegen. In den Folgejahren richtet sich der CO2-Preis nach der Einsparung der Emissionen. Kommt es zu keiner Reduktion der Schadstoffe, wird die Abgabe automatisch steigen.

Der CO2-Preis wird natürlich vom Lieferanten an den Endverbraucher weitergegeben. Deshalb ist ein Anstieg der Heizkosten unumgänglich. Bei 20.000 kWh, die durchschnittlich in einer Altbauwohnung, die mit Gas beheizt wird, pro Jahr anfallen, ist 2021 mit einer Erhöhung von 120 Euro zu rechnen. Bis 2025 steigt der Wert auf 264 Euro an.

Bei einer Ölheizung sind die Mehrkosten noch höher und belaufen sich im Jahr 2025 durchschnittlich auf 348 Euro, da beim Rohstoff ein deutlich höherer Emissionsfaktor festgelegt ist. Pro Liter Heizöl fallen genau wie pro Liter Diesel im Jahr 2021 7,9 Cent CO2-Steuer an. Bis 2025 erhöht sich die Abgabe auf 17,3 Cent pro Liter.

Die Mehrkosten durch die CO2-Steuer entwickeln sich in einer Wohnung bzw. einem Haus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche bei einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh bzw. einem durchschnittlichen Ölverbrauch von 2000 Litern von 2021 bis 2025 folgendermaßen:

Mit diesen Mehrkosten müssen Betreiber von Ölheizungen rechnen

Jahr CO2-Preis pro Tonne CO2-Abgabe auf Heizöl Mehrkosten Öl (2000 Liter)
2021 25 Euro pro Tonne 7,9 Cents pro Liter 158 Euro
2022 30 Euro pro Tonne 9,5 Cents pro Liter 190 Euro
2023 35 Euro pro Tonne 11,1 Cents pro Liter 221 Euro
2024 45 Euro pro Tonne 14,2 Cents pro Liter 284 Euro
2025 55 Euro pro Tonne 17,4 Cents pro Liter 348 Euro

Mit diesen Mehrkosten müssen Betreiber von Gasheizungen rechnen

Jahr CO2-Preis pro Tonne CO2-Abgabe auf Erdgas Mehrkosten Gas (20.000 kWh)
2021 25 Euro pro Tonne 0,6 Cents pro kWh 120 Euro
2022 30 Euro pro Tonne 0,7 Cents pro kWh 144 Euro
2023 35 Euro pro Tonne 0,8 Cents pro kWh 168 Euro
2024 45 Euro pro Tonne 1,1 Cents pro kWh 216 Euro
2025 55 Euro pro Tonne 1,3 Cents pro kWh 264 Euro

Wer bereits regenerativ heizt, für den ändert sich mit der CO2-Abgabe nichts an den jährlichen Energieausgaben.

Ziel des CO2-Preises für fossile Heiz- und Kraftstoffe

Mit Erheben der CO2-Steuer verfolgt die Bundesregierung ein klares Ziel. Sie will durch die Abgabe einen Anreiz schaffen, weniger Energie zu verbrauchen und damit die Emissionen jedes einzelnen nach unten regulieren. Dies kann zum einen dadurch geschehen, dass wir kurze Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß bestreiten, statt das Auto zu nehmen. Für Eigenheimbesitzer kann es sinnvoll sein, die alte Heizanlage zu ersetzen und künftig auf erneuerbare Energien zu setzen. Auch soll der Anreiz gegeben werden, Energiesparmaßnahmen einzuleiten. So können mit einem Hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage oder einer neuen Dämmung viele kWh Heizenergie und damit viele Kilogramm CO2 eingespart werden.

Die alte Heizung austauschen lohnt sich für die Umwelt und für das Klima
Die alte Heizung austauschen lohnt sich für die Umwelt und für das Klima

Das passiert mit den Einnahmen aus der neuen CO2-Steuer

Die Einnahmen aus der neuen CO2-Steuer sollen natürlich vorrangig dazu dienen, die deutschlandweiten Emissionen noch weiter zu verringern und die Bürger bei anderweitigen Kosten zu entlasten. So sollen im Gegenzug zur CO2-Steuer die für den Ausbau erneuerbarer Energien erlassene EEG-Umlage und die Strompreise sinken.

Um die durch die CO2-Steuer anfallenden Mehrkosten für den Arbeitsweg finanzieren zu können, erhöht die Bundesregierung außerdem die Pendlerpauschale. Die restlichen Gelder sollen zum einen Haushalte mit geringem Einkommen unterstützen. Zum anderen werden damit die Fördergelder für die energetische Sanierung finanziert. Vor allem die hohen Austauschprämien für emissionsstarke Ölheizungen sollen Hausbesitzern einen Anreiz geben, auf regenerative Energien umzusteigen.

bis zu 30% sparen

Heizung Fachbetriebe
Kauf / Einbau / Reparatur

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: