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Heizungsnotschalter

Der Heizungsnotschalter schützt im Brandfall

Bei Gefahr wie etwa einem Hausbrand, kann mit dem Heizungsnotschalter die Heizung abgeschaltet werden. Damit soll verhindert werden, dass der Brennstoff in der Heizung den Brand zusätzlich beschleunigt.

Wie das funktioniert, wann ein Heizungsnotschalter Pflicht ist und welche Unterschiede es gibt, erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Heizungsnotschalter schaltet die Heizung im Notfall stromlos und stoppt Brenner sowie Brennstoffförderung – etwa bei Brand oder Ölaustritt.
  • Pflicht ist er vor allem bei großen Anlagen im Heizraum; in üblichen Wohnhäusern ist er meist freiwillig.
  • Er gehört außerhalb des Heizraums an eine gut erreichbare Stelle und wird von einer Elektrofachkraft eingebaut.
Heizung Notschalter © Daniel, stock.adobe.com
Heizung Notschalter © Daniel, stock.adobe.com
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Was macht ein Heizungsnotschalter?

Der Heizungsnotschalter sitzt in der Stromversorgungsleitung der Heizung. Wird der Schalter betätigt, wird die Stromzufuhr unterbrochen. Damit können Hausbesitzer im Brandfall die Brennstoffzufuhr zur Heizung unterbinden.

Das verhindert, dass Brennstoffe in der Heizung den Brand weiter beschleunigen und zu noch größeren Folgeschäden führen. Bei auslaufendem Heizöl kann der Heizungsnotschalter helfen, Brenner und Brennstoffförderung zu stoppen. Bei Gasgeruch gilt dagegen: keine elektrischen Schalter betätigen, lüften, Gebäude verlassen und den Entstördienst oder die Feuerwehr verständigen.

Notschalter und Freischalteinrichtung – was ist was?

1Heizungsnotschalter (Not-Aus)

Unterbricht im Notfall die Stromzufuhr und damit den Brennerbetrieb der gesamten Heizung. Er sitzt außerhalb des Heizraums an gut erreichbarer Stelle, möglichst am Fluchtweg, und ist meist rot auf gelbem Grund beschriftet.

2Freischalteinrichtung

Trennt die Stromversorgung des Brenners für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie ist für die Instandhaltung gedacht und übernimmt nicht die Aufgabe des Notschalters.

Merksatz

Die Freischalteinrichtung dient der Wartung, der Notschalter dem Notfall – die beiden sind nicht dasselbe.

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Unterschied zur Freischalteinrichtung

Die Freischalteinrichtung sorgt dafür, dass bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten die komplette Stromversorgung des Brenners unterbrochen werden kann.

Besteht für den Heizungsnotschalter eine Pflicht, reicht diese Freischalteinrichtung nicht aus. Sie ist lediglich für Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten gedacht.

Wann ist der Heizungsnotschalter Pflicht?

Ein Heizungsnotschalter ist vor allem bei größeren Heizungsanlagen mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen vorgeschrieben, die in einem eigenen Heizraum aufgestellt sind. Die genauen Schwellenwerte – bei Öl- und Gasfeuerstätten greift die Pflicht in aktuellen Feuerungsverordnungen typischerweise oberhalb von 100 Kilowatt, während 50-kW-Grenzen vor allem feste Brennstoffe betreffen – regelt die Feuerungsverordnung des jeweiligen Landes. Für übliche Ein- und Zweifamilienhäuser mit deutlich geringerer Leistung besteht in der Regel keine Pflicht.

Ob ein Heizungsnotschalter Pflicht ist, regelt die Feuerungsverordnung des Bundeslandes
Ob ein Heizungsnotschalter Pflicht ist, regelt die Feuerungsverordnung des Bundeslandes.

Freiwillige Installation für mehr Sicherheit

Viele Hausbesitzer unterliegen nicht der Pflicht, einen Notschalter für die Heizung einbauen zu müssen. Heizungsanlagen in Privathäusern haben meist eine geringere Leistung als 50 Kilowatt.

Tipp: Ein einfacher Heizungsnotschalter kostet als Material meist etwa 10 bis 30 Euro; der fachgerechte Einbau kommt hinzu.

Trotzdem kann solch ein Heizungsnotschalter als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eingebaut werden. Lassen Sie sich bei einem Fachbetrieb beraten, ob dies in Ihrem Falle sinnvoll ist.

Beim Nachrüsten wird der Notschalter in die Stromzuleitung der Heizung eingeschleift und sollte von einer Elektrofachkraft installiert werden – schließlich muss er im Ernstfall Brenner und ggf. Brennstofffördereinrichtungen zuverlässig abschalten; die genaue Verschaltung übernimmt eine Elektrofachkraft. Besonders sinnvoll ist die freiwillige Nachrüstung bei Öl- oder Gasheizungen im Keller, wenn der direkte Weg zur Heizung im Brandfall versperrt sein könnte.

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Schnell erreichbare Anbringungsstelle

Nach DIN EN 50156-1 (VDE 0116-1) sollte der Notschalter leicht zugänglich, außerhalb des Aufstellraums und möglichst am Fluchtweg liegen. Das ist sinnvoll, damit er schnell und möglichst gefahrlos betätigt werden kann.

Hinweis: Bei vorgeschriebenen Notschaltern muss der Schalter außerhalb des Aufstellraums sitzen; bei freiwilliger Nachrüstung sollte er ebenfalls nicht im Heizungsraum montiert werden.

Zudem sollte er gut zugänglich und sichtbar sein. Dazu gehört eine Beschriftung des Schalters, die ihn eindeutig als Notschalter ausweist. Empfohlen wird eine rote Kennzeichnung auf gelbem Hintergrund, damit diese gut lesbar ist.

Den Heizungsnotschalter nur im Notfall betätigen
Den Heizungsnotschalter nur im Notfall betätigen

Welche Typen gibt es?

Der Heizungsnotschalter kann Auf- oder Unterputz montiert werden. Während sich zur Nachrüstung die Aufputz-Variante empfiehlt, ist der Notschalter unter Putz besonders unauffällig.

Die Hersteller bieten entsprechende Modelle an, die zum restlichen Schalter-Design passen. So ist eine einheitliche Optik gewährleistet.

Häufige Fragen zum Heizungsnotschalter

Brauche ich als Hausbesitzer einen Heizungsnotschalter?
In üblichen Ein- und Zweifamilienhäusern meist nicht. Vorgeschrieben ist er vor allem bei größeren Öl- oder Gasanlagen in einem eigenen Heizraum; die Schwellen regelt die Feuerungsverordnung des Landes – bei Öl/Gas meist über 100 kW, bei festen Brennstoffen ab etwa 50 kW. Im Zweifel Schornsteinfeger oder Fachbetrieb fragen.
Wo muss der Schalter angebracht werden?
Gut erreichbar und sichtbar außerhalb des Heizungsraums, idealerweise an einem Fluchtweg (so empfiehlt es die VDE 0116). Eine rote Beschriftung auf gelbem Grund macht ihn gut erkennbar; im Heizraum selbst darf er nicht sitzen.
Welche Bauformen gibt es?
Auf- oder Unterputz. Zum Nachrüsten eignet sich meist die Aufputz-Variante, unter Putz wirkt der Schalter unauffälliger. Den Einbau übernimmt eine Elektrofachkraft.
Heizung Notdienst © marco2811, stock.adobe.com
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