Hydraulischer Abgleich durchführen

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Durch hydraulischen Abgleich Heizkosten senken

Hydraulische Abgleich
Hydraulischer Abgleich © Flashpics, fotolia.com

Einmal im Jahr sollte man als Hausbesitzer seine Heizungsanlage warten lassen. Im Rahmen dieser Wartung sollte immer auch ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Vor allem dann, wenn Strömungsgeräusche in der Heizung auftreten oder wenn sie anfängt zu gluckern. Ein weiteres Indiz dafür, dass ein hydraulischer Abgleich gemacht werden sollte ist, wenn die Heizkörper unterschiedlich warm werden, obwohl das Thermostat bei allen Heizkörpern gleich eingestellt ist.

Was bringt ein hydraulischer Abgleich?

Der hydraulische Abgleich bewirkt, dass die Druckverhältnisse innerhalb des Heizungssystems ausgeglichen sind. Außerdem sorgt er dafür, dass in allen Heizkörpern die gleich Menge an Warmwasser vorhanden ist. Vor allem nach dem jährlichen Entlüften der Heizkörper, bei dem überschüssige Luft aus den Heizkörpern abgelassen wird, sollte ein solcher Abgleich vorgenommen werden, damit die Wärme ungehindert und je nach Bedarf in die einzelnen Räume weitergeleitet werden kann.

Der hydraulische Abgleich führt dazu, dass danach meist die Vorlauftemperatur im Heizungssystem gesenkt werden kann. Zudem benötigt die Umwälzpumpe weniger Strom, wenn sie sich weniger „anstrengen“ muss. Das wiederum macht sich im Geldbeutel des Verbrauchers bemerkbar, da der Energieverbrauch dadurch ebenso sinkt. Außerdem leistet man so auch gleich einen Beitrag zum Umweltschutz.

Hydraulischer Abgleich Wirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit des Hydraulischen Abgleichs, Bildquelle: Klima Sucht Schutz

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Nur wenige machen einen Abgleich

Das Sparpotential einer abgeglichenen Heizungsanlage ist enorm: Die Leistungsfähigkeit kann um bis zu 15 Prozent steigen. Dennoch sind viele Deutsche immer noch „Abgleich“-Muffel, wie die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung erklärt. Demnach werden „derzeit maximal ein Viertel der Anlagen hydraulisch abgeglichen“. 

Und das, obwohl der hydraulische Abgleich schon seit 1982 in der Heizungsanlagenverordnung umschrieben wurde und ist spätestens seit 1990 „anerkannte Regel der Technik“.
In diesen Fällen ist ein Abgleich Pflicht

Wer sich eine neue Heizungsanlage einbauen lässt oder sie saniert, muss auch gleich vom Fachhandwerker einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen. Er ist in solchen Fällen verpflichtend. In besonderen Fällen muss man sich sogar schriftlich bestätigen lassen, dass ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde, zum Beispiel bei Bauförderprogrammen wie dem KfW-Effizienzhus.

Was ist technisch nötig für den Abgleich?

Um einen hydraulischen Abgleich korrekt durchführen zu können, müssen an den Heizkörpern Thermostatventile mit entsprechenden Voreinstellungen für den Abgleich vorhanden sein. Falls die Thermostate diese Voreinstellung nicht anbieten, können sie leicht umgerüstet werden. Meist kann man sie ohne großen Aufwand austauschen.

Und wenn man schon mal dabei ist, sollte man gleichzeitig alte Thermostatköpfe gegen neue, zum Beispiel programmierbare Ventile austauschen. Das allein führt schon zu einer Ersparnis bei den Heizkosten.

Das wird gemacht:

  • raumspezifische Heizlastberechnung
  • spezifische Heizflächendimensionierung
  • Rohrnetzberechnung / durchflussmengengerechte Dimensionierung der Querschnitte
  • Voreinstellung der Ventile an den Heizflächen entsprechend der Heizlastberechnung
  • Einsatz richtig dimensionierter und leistungsgeregelter Umwälzpumpen
  • unter Umständen Integration von Strangregulierungsventilen und Durchflussreglern

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