Es ist ungefähr ein Drittel unseres Lebens, das sozusagen im Schlaf vergeht. Ein gesunder Erwachsener benötigt durchschnittlich zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Ohne ausreichende Nachtruhe kann der menschliche Körper nicht regenerieren und wird auf Dauer krank.
Auf das Wohlbefinden während des Schlafens haben viele Faktoren einen Einfluss. Zu den äußeren Faktoren, die den Schlaf stören können, gehören jedoch nicht nur Lärm oder Licht, sondern auch die Temperatur. Jeder ist sicher nachts schon einmal wachgeworden, weil er zu kalte Füße hatte oder fröstelte. Aber auch in heißen Sommernächten schlafen die meisten von uns nicht so gut.
Das Wichtigste in Kürze
- Als Orientierung für das Schlafzimmer gelten 16 bis 18 Grad — entscheidend bleibt, ob der Schlaf erholsam ist.
- Ein Hygrometer hilft, Temperatur und Luftfeuchte zu kontrollieren; morgendliches Stoß- oder Querlüften beugt Schimmel vor.
- Im Winter darf das Zimmer nicht auskühlen, im Sommer helfen frühes Lüften und tagsüber geschlossene Fenster.

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Es ist also sinnvoll, sich über die optimale Temperatur im Schlafzimmer im Klaren zu sein.
Wieso hat die Temperatur im Schlafzimmer Einfluss auf unseren Schlaf?
Wer den immensen Einfluss der Temperatur auf die Qualität der Nachtruhe verstehen will, sollte sich mit dem zirkadianen Rhythmus beschäftigen. Damit ist die „innere Uhr“ gemeint, die dafür sorgt, dass bestimmte Körperfunktion in einem 24-Stunden Rhythmus ablaufen.
Der menschliche Körper hat nicht immer dieselbe Temperatur, im Schlaf wird die Körpertemperatur um ein Grad heruntergefahren. Ist die Temperatur im Schlafzimmer nun beim Einschlafen zu hoch, dann kann der zirkadiane Rhythmus negativ beeinflusst werden. Mit der richtigen Schlafzimmertemperatur kann man so auch das Einschlafen fördern, da der Körper beim „Herunterfahren“ unterstützt wird.
Welche Temperatur sollte im Schlafzimmer herrschen?
Zunächst ist es grundsätzlich nur eine Empfehlung, wenn von der optimalen Temperatur im Schlafzimmer gesprochen wird. Das individuelle Empfinden darüber, welche die genau richtige Temperatur ist, geht weit auseinander.
Es gibt Menschen, die das ganze Jahr über bei weit geöffnetem Fenster schlafen, egal, wie kalt es draußen ist. Solange diese Menschen am nächsten Morgen auch gut ausgeschlafen sind und sich erholt fühlen, ist gegen sehr niedrige Temperaturen im Schlafzimmer nichts zu sagen. Andere schlafen dagegen lieber mit geschlossenen Fenstern und höheren Temperaturen. Laut Schlafexperten ist beides so lange in Ordnung, wie der Schlaf erholsam ist. Fühlt man sich morgens zerschlagen und unausgeruht, dann sollte man jedoch darüber nachdenken, was den Schlaf stört.

Die ideale Temperatur, wie sie von Experten empfohlen wird, liegt zwischen 16 und 18 Grad.

Wie sieht das optimale Raumklima im Schlafzimmer aus?
Aber nicht nur die Temperatur hat einen großen Einfluss auf die Schlafqualität. Es geht immer auch um die richtige Luftfeuchtigkeit. Das passende Raumklima ist entscheidend für einen erholsamen Schlaf. Gerade die beiden Faktoren Temperatur und Luftfeuchte haben den größten Einfluss auf das Raumklima (andere Faktoren sind die Wärmestrahlung und die Luftbewegung).
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Mini-Entscheider: Wenn morgens die Fenster nass sind oder das Hygrometer dauerhaft über 60 % zeigt — Temperatur leicht erhöhen, mehrmals stoßlüften und Möbel abrücken. Bei sichtbarem Schimmel an Außenwänden: Foto machen und den Vermieter schriftlich informieren (§ 536c Abs. 1 BGB). Keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Als günstiger Bereich gelten etwa 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit; in schlecht gedämmten Räumen ist im Winter eher der untere bis mittlere Bereich sinnvoll, weil an kalten Außenwänden schneller Kondenswasser entstehen kann. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist ungesund, weil sich hier sehr schnell Schimmel an kühlen Außenwänden bilden kann. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer kann viele Ursachen haben. So gibt laut Umweltbundesamt jede Person pro Nacht etwa ein Viertel Liter Wasser an die Raumluft ab; bei geschlossenen Fenstern kann die Luftfeuchtigkeit dadurch deutlich steigen. Deshalb sollte morgens das Schlafzimmer auch unbedingt gründlich gelüftet werden.

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist aber auch ungesund. Dann trocknen die Schleimhäute aus und die Gefahr für Atemwegserkrankungen steigt. Aber auch für die Haut ist eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit schädlich.
Messen kann man die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer, es gibt auch Modelle, die kombiniert sind mit einem Thermometer. Daran lässt sich dann das optimale Raumklima auch ablesen.
Welche Temperatur im Schlafzimmer ist gut für Kranke?
Gerade bei Krankheit ist ein gesunder Schlaf wichtig. Er kann dabei unterstützen, schneller gesund zu werden. Grundsätzlich gilt auch hier: Die optimale Temperatur ist die persönliche „Wohlfühltemperatur“. Gerade bei Krankheit ist das richtige Raumklima – also das Zusammenspiel aus Temperatur und Luftfeuchte – wichtig. Wer krank im Bett liegt, sollte die Temperatur nur behutsam absenken – und nur, wenn er nicht friert. Als Orientierung für erholsamen Schlaf gelten etwa 16 bis 18 Grad; bei hohem Fieber, starken Beschwerden, Atemnot oder Unsicherheit ist ärztlicher Rat wichtiger als eine starre Temperaturvorgabe. Auch sollte man ganz besonders auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten. Da kühle Luft weniger Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann als warme Luft, ist hier Aufmerksamkeit geboten. Feuchte Tücher oder ein Luftbefeuchter sind nur sinnvoll, wenn ein Hygrometer dauerhaft zu niedrige Werte anzeigt; als Zielbereich gelten etwa 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Liegt die Luftfeuchtigkeit bereits in diesem Bereich oder darüber, erhöht zusätzliche Befeuchtung das Schimmelrisiko.
Welche Temperatur ist optimal im Kinderzimmer?
Babys und Kleinkinder fühlen sich bei denselben Temperaturen wohl wie ihre Eltern. Das heißt, also auch für Kinderzimmer ist die Temperatur zum Schlafen nachts ideal bei 16 bis 18 Grad. Tagsüber sollte das Kinderzimmer natürlich eine höhere Temperatur haben. 22 Grad werden empfohlen. Nachts wie tagsüber ist die Luftfeuchtigkeit ein sehr wichtiger Faktor. Sie sollte grundsätzlich zwischen 40 und 60 Prozent betragen.

Wie kann ich die optimale Temperatur im Sommer erreichen?
Uns werden immer öfter heiße Sommer prophezeit. Bei zu hohen Temperaturen ist es nicht nur schwierig, einzuschlafen. Bei Hitze einen erholsamen Schlaf zu finden, fällt den meisten von uns schwer. Nicht jeder hat eine Klimatisierung im Schlafzimmer, die für kühle Nächte auch im Sommer sorgt. Wer nachts dennoch eine möglichst niedrige Temperatur im Schlafzimmer erreichen möchte, sollte ein paar Tipps berücksichtigen.
Wenn die Temperaturen morgens noch niedrig sind, sollte sehr gründlich gelüftet werden. Am einfachsten geht das, wenn man die Fenster groß öffnet und für Durchzug sorgt, indem man in einem anderen Raum die Fenster öffnet und die Türen dazwischen offenhält. Die Fenster sollten so lange offenbleiben, wie die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Schlafzimmer. Danach Fenster schließen, Rollläden herunterlassen oder wenigstens die Gardinen zuziehen. Das hält einen Teil der Tageshitze draußen.
Auch ein Ventilator kann helfen, es gibt Modelle mit Wasserreservoir, die für ein stärkeres Abkühl-Empfinden sorgen. Beim Einschlafen kann schließlich auch eine „Wärmeflasche“, die mit kaltem Wasser gefüllt ist, ebenso helfen wie eine dünne Decke, die man vorher in den Gefrierschrank legt.
Wie kann ich die richtige Temperatur im Schlafzimmer im Winter erreichen und trotzdem Energie sparen?
Im Winter sollte man darauf achten, dass es im Schlafzimmer nicht zu kalt wird. Wer friert, findet keinen erholsamen Schlaf.
Natürlich kann man zunächst auch eine dickere Decke wählen, es gibt im Handel ja sowohl extraleichte Decken für den Sommer wie warme oder sogar extrawarme Decken für den Winter. Auch die passende Schlafkleidung inklusive Schlafsocken sorgt für angenehmere Schlaftemperaturen in kalten Winternächten.
Schlafzimmer sollten aber keinesfalls überheizt werden. Das ist nicht nur ungesund, sondern angesichts der explodierenden Energiepreise auch sehr teuer. Sinnvoll ist es, die Temperatur im Schlafzimmer durchgehend auf 16 bis18 Grad zu regeln. Kühlen die Wände zu stark aus, besteht gerade im Winter die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Die Luftfeuchtigkeit kondensiert an kühlen Wänden. Das geschieht vor allem an Außenwänden, insbesondere, wenn vor den Wänden Schränke stehen.
Kühlen die Wände nicht zu stark aus, dann wird auch weniger Energie zum Aufheizen benötigt. Ansonsten gelten für das Schlafzimmer dieselben Tipps zum Heizenergie sparen wie für andere Räume:
- Heizung nicht zustellen und keine Gardinen davor ziehen
- Morgens Stoß- und Querlüften, um einen schnellen Luftaustausch zu erreichen, ohne dass die Wände auskühlen
- Abends Rollläden herunterlassen, so kann die Wärme im Raum besser gehalten werden



Ideale Temperaturen im Schlafzimmer
Die richtige Temperatur im Schlafzimmer hängt stark vom persönlichen Empfinden ab. Nachts sinkt die Körpertemperatur, niedrigere Raumtemperaturen im Schlafzimmer sorgen deshalb für besseren Schlaf. Im Allgemeinen werden 16 bis 18 Grad als ideale Temperatur empfohlen. Als Schimmelvorsorge sollte die Raumlufttemperatur in Schlafräumen bei geschlossenen Fenstern möglichst nicht unter 16 Grad sinken; entscheidend ist zusätzlich, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten. Nicht nur die Temperatur entscheidet über guten Schlaf, wichtig ist auch die richtige Luftfeuchte und das Ausschließen störender Faktoren wie Licht und Lärm.
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