Gaspreise

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Informationen zu den Gaspreisen

Gaszähler © ghazii, fotolia.com
Gaspreise © ghazii, fotolia.com

Zusammensetzung der Gaspreise

Ähnlich wie die Preise für Strom setzen sich auch die Preise für Gas aus verschiedenen Faktoren zusammen. Für die Erdgaspreise sind das die folgenden Faktoren:

  • Beschaffungspreis für Erdgas Vertrieb des ErdgasesUmsatzsteuer
  • Erdgassteuer
  • Anteilige Förderabgabe und Konzessionsabgabe
  • Netzentgelte
  • CO2-Abgabe
  • Gewinnmarge der Gasversorger
Diese Faktoren bestimmen den Gaspreis
Diese Faktoren bestimmen den Gaspreis

Den größten Anteil umfassen mit rund 61 – 63 Prozent Beschaffung und Vertrieb, der Anteil der Steuern und Abgaben liegt bei rund 25 Prozent. Weitere 11 bis 14 % fallen auf die Netzentgelte.

Ölpreisbindung

Eine Besonderheit der Gaspreise ist die Bindung an die Erdölpreise. Diese Preiskoppelung wurde in den 60er Jahren zwischen der Erdgas- und der Erdölindustrie vereinbart. Auf diese Weise sollten Preisschwankungen für Erdgas reduziert werden. Mit dieser Preisstabilisierung sollte eine langfristige Planungssicherheit vor allem für Investitionen im Erdgasbereich geschaffen werden.

Für die Preisbindung wurde der durchschnittliche Ölpreis innerhalb eines bestimmten Zeitraumes als Ausgangswert für den Erdgaspreis angesetzt. Dieser Durchschnittswert wurde mit einer zeitlichen Verzögerung für einen bestimmten Zeitraum als Referenzwert für die Erdgaspreise angesetzt. Die einzelnen Zeiträume für die Berechnung konnten variieren.

Im Laufe der Zeit kam es aber zu immer stärkerer Kritik an der Ölpreisbindung. Im Frühjahr 2010 wurde die ausschließliche Bindung der Gaspreise für Endverbraucher an den Erdölpreis vom Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt. Zusätzlich muss bei Preiserhöhungen immer ein Sonder-Kündigungsrecht eingeräumt werden.

Der Einfluss der Ölpreisbindung schwindet
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Entwicklung der Gaspreise

Lange Zeit hatte die Ölpreisbindung dafür gesorgt, dass die Preise für Erdgas kontinuierlich gestiegen sind. Mit einer zeitlichen Verzögerung folgte der Erdgaspreis den Preissteigerungen für Erdöl. Preissenkungen wurden dagegen oft nur langsam oder nicht in vollem Umfang an die Endverbraucher weitergegeben.

Diese Preissteigerungen entsprachen aber nicht den tatsächlichen Preissteigerungen für die Förder- und Importkosten für Erdgas. Auf diese Weise lag der Erdgaspreis für Endverbraucher letztendlich deutlich über den Produktions- und Importkosten für Erdgas. Durch die Einschränkung der Ölpreisbindung der Gaspreise für Endverbraucher entwickeln sich die Gaspreise unabhängig vom Heizöl-Markt.

Gaspreise Entwicklung
Entwicklung der Gaspreise im Vergleich, © Bild: C.A.R.M.E.N. e.V.

Preissteigerungen begegnen

Viele Jahre gab es recht günstige. Ergaspreise. Seit Anfang 2022 und mit der Versorgungskrise durch den Ukraine-Krieg legen die Preise allerdings erheblich zu und ein Ende der Preisanstiege ist nicht zu erwarten. So liegen die Kostenanteile für Beschaffung und Vertrieb von Erdgas im Januar 2022 allein um mehr als 100 5 höher als in 2021. Und damit steigen auch die Steuern. Zusätzlich steht weiter eine Erhöhung der CO2-Abgabe an.

 

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Sie möchten die Ausgaben für Gas senken? 1. Möglichkeit: Gasheizung modernisieren; 2 Möglichkeit: Gasanbieter wechseln

Jeder Endverbraucher sollte dringend darauf achten, dass die Verbrauchsgeräte, wie zum Beispiel der Heizkessel der Heizung, möglichst effizient arbeiten. Bei Neugeräten sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass sie möglichst energiesparend arbeiten. Oft lohnt sich auch ein Austausch ineffizienter Geräte gegen sparsame. Gleichzeitig sollten Verbraucher auch alternative Möglichkeiten wie etwa den Einsatz von Wärmepumpen betrachten.

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Neben der Effizienzsteigerung der Verbrauchsgeräte kann auch ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter lohnend sein. Ein Preisvergleich zwischen den Anbietern lohnt sich in den meisten Fällen.

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Anbieterwechsel bei Preiserhöhung

Kommt es von Seiten ihres Gasanbieters zu einer Preiserhöhung, ist er gesetzlich verpflichtet, seinen Kunden ein Sonderkündigungsrecht einzuräumen. Dieses Sonder-Kündigungsrecht ermöglicht es Ihnen, kurzfristig den Anbieter zu wechseln. Diese Fristen sind jedoch je nach Anbieter zum Teil sehr kurz. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Anbieterwechsel nur zu den vertraglich geregelten Fristen möglich. Gerade wer sonst eine lange Kündigungsfrist hat, sollte sich in diesen Fällen schnell entscheiden.

Auch wenn mitunter Eile geboten ist, wenn vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht werden soll, sollte in keinem Fall überstürzt gekündigt werden. Vor der Kündigung sollten Sie sich gründlich informieren, ob es für Sie günstigere Anbieter gibt. Erst wenn Sie einen günstigeren Anbieter gefunden haben, sollten Sie auch wirklich den Anbieter wechseln.

Gaspreise © FedotovAnatoly, stock.adobe.com
Gaspreise Zusammensetzung

Zusammensetzung der Gaspreise Die Gaspreise, die die Endverbraucher für eine kWh Erdgas zahlen müssen, setzen sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen.… weiterlesen

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