Einfache Tipps für ein warmes Zuhause ohne großen Aufwand
Ob es im Raum warm und gemütlich ist, hängt nicht nur davon ab, wie stark die Heizung aufgedreht ist. Mit einfachen Tricks kann in jedem Wohnraum ein angenehmes Raumklima entstehen. Das Tolle daran ist, dass diese Maßnahmen ganz einfach umzusetzen sind und keine Heizenergie kosten, sondern sogar die Energiekosten senken.

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Richtiges Heizen
Heizen ist weit mehr, als den Thermostat der Heizung hochzudrehen. Wer die folgenden Ratschläge beherzigt, heizt viel effektiver und gleichzeitig auch kostensparender.
- Räume gleichmäßig heizen: Kalte Räume ziehen den gut beheizten Nebenräumen Wärme ab. Deshalb lieber weniger und dafür gleichmäßig heizen. Das verhindert zusätzlich störende Zugerscheinungen.

- Räume konstant heizen: Bei längerer Abwesenheit lohnt es sich, die Heizung nicht komplett abzuschalten, sondern nur leicht abzusenken — sonst muss beim Wiederaufheizen viel Energie nachgeschoben werden. Als grobe Richtwerte gelten je nach Raum etwa 20 °C in Wohn- und Arbeitszimmer, 17–18 °C in Schlafzimmer und Küche, 22–23 °C im Bad (Verbraucherzentrale, Stand 2026). Wer eine moderne Wärmepumpe oder Flächenheizung nutzt, fährt eher mit einer durchgehend konstanten Temperatur am effizientesten; ältere Gas- und Ölheizungen profitieren dagegen meist von einer Nachtabsenkung um wenige Grad in der Schlafenszeit.

Was 1 °C weniger im Wohnzimmer bringt
Regelmäßige Wartung und Pflege
- Heizkörper reinigen: Nur saubere Heizkörper können die Wärme ungehindert abgeben. Regelmäßiges Reinigen ist also auch ein Garant für mehr Wärme.

- Heizkörper entlüften: Wenn ein Heizkörper auch bei aufgedrehter Heizung nicht richtig warm wird, kann Luft im System sein. Regelmäßiges Entlüften, am besten zu Beginn der Heizperiode, verhindert dies.

Was tun, wenn die Räume trotz heizen kalt sind?
Sie heizen ausreichend und trotzdem bleiben die Räume unangenehm kühl? Die Heizung noch höher zu fahren, ist nicht immer ratsam. Hier einige Aspekte, warum das Heizen oftmals nicht die entsprechende Wirkung zeigt.
- Ungehinderte Zirkulation
Wenn die Heizkörper durch Möbel oder schwere Vorhänge verstellt sind, kann die Wärme nicht ungehindert im Raum zirkulieren. Sorgen Sie möglichst für etwa 30 Zentimeter Abstand zwischen Möbeln und Heizkörper — je freier der Heizkörper steht, desto besser kann er die Raumluft durchwärmen.

- Wärme im Raum belassen
Um die teuer erzeugte Wärme auch im Raum zu halten, sollten Fenster und Türen nur kurz geöffnet werden.

- Türen und Fenster dämmen
Bei älteren Fenstern und Türen lohnt es sich, diese mit einem zusätzlichen Dichtungsband zu versehen.

- Heizkörper dämmen
Speziell dafür vorgesehene Dämmmatten können ganz einfach hinter die Heizkörper geklebt werden und verhindern so, dass über das Mauerwerk wertvolle Wärme verloren geht.

- Heizrohre dämmen
Wer die Heizungsrohre dämmt, verhindert dass auf dem Weg zum Heizkörper viel Wärme verloren geht. Entsprechende Rohrisolierungen können ganz leicht angebracht werden.

- Teppich verwenden
Teppiche und Läufer können sich unter den Füßen wärmer anfühlen und die Behaglichkeit verbessern. Eine spürbare Heizkostenersparnis entsteht dadurch aber nur begrenzt und hängt vom Bodenaufbau ab; bei Fußbodenheizungen sollten Teppiche ausdrücklich geeignet sein, damit die Wärmeabgabe nicht behindert wird.

- Rollläden dämmen zusätzlich
Wer nachts die Rollläden herunterlässt, kann Wärmeverluste über die Fenster stark reduzieren. Drinnen bleibt es dadurch fühlbar wärmer.

Spartipps im Vergleich: Aufwand und Wirkung
| Maßnahme | Aufwand | Spar-Wirkung |
|---|---|---|
| Raumtemperatur 1 °C senken | sehr gering | hoch (ca. 6 % Heizenergie pro Grad) |
| Richtig stoßlüften statt Dauerkipp | sehr gering | hoch (mehrere Hundert kWh pro Jahr) |
| Heizkörper freistellen (Möbel/Vorhänge) | gering | mittel |
| Heizkörper reinigen und entlüften | gering | gering bis mittel (vor allem bei gluckernden oder ungleich warmen Heizkörpern) |
| Türen und Fenster nachträglich abdichten | gering | mittel |
| Reflexionsfolie hinter Heizkörper | gering | gering (nur bei ungedämmten Außenwänden spürbar) |
| Heizrohre in unbeheizten Räumen dämmen | mittel | mittel |
| Rollläden nachts schließen | sehr gering | gering bis mittel |
Richtiges Lüften
Beim Lüften geht immer Wärme verloren, das lässt sich nicht verhindern. Gleichzeitig ist es wichtig, dass mehrmals täglich die Raumluft ausgetauscht wird. Was auf den ersten Blick ein Dilemma ist, lässt sich gut lösen.
Das Zauberwort heißt Stoßlüften. Mehrmals täglich die Fenster möglichst an gegenüberliegenden Seiten weit öffnen (Querlüften) und die Heizung dabei kurz herunterregeln. Als Faustregel gelten rund 5 Minuten im tiefen Winter, 10 Minuten in der Übergangszeit und bis zu 25 Minuten im Sommer pro Lüftungsgang (Verbraucherzentrale, Stand 2026). So wird die Luft komplett ausgetauscht, ohne dass Wände und Möbel auskühlen.

Kühlt der Raum nicht zu sehr aus und die Oberflächen bleiben warm, kann sich daran die Frischluft schnell wieder erwärmen. Das Ergebnis ist eine frische und angenehm warme Raumatmosphäre.
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Heizkörper richtig platzieren
Die Platzierung der Heizkörper in einem Raum ist entscheidend für ein ausgeglichenes Wohnraumklima. Heizkörper sollten an Außenwänden, idealerweise direkt unter ein Fenster angebracht werden möglichst auch die gleiche Breite wie dieses aufweisen. Das hat den Effekt, dass über das Fenster eindringende kalte Luft durch die Heizwärme ausgeglichen wird und die warme Luft gut im Raum zirkulieren kann.

Auch Raumluft, die sich an der kühlen Fensterscheibe abkühlt und nach unten sinkt, wird gleich wieder erwärmt. Dadurch werden kühle Fußbereiche vermieden.
Heizkörper richtig platzieren: Das sollten Sie beachten Für ein gesundes Raumklima ist die optimale Versorgung mit Wärmeenergie eine wichtige Voraussetzung.… weiterlesen



