Tricks, die nichts oder fast nichts kosten: Auch für Mieter
Energiesparen bleibt sinnvoll, weil Gas, Öl, Fernwärme und Strom weiterhin einen großen Teil der Wohnnebenkosten ausmachen. Überall werden jetzt Tipps zum Sparen von Heizkosten verbreitet. Neue Fenster, Dach und Haus dämmen oder eine neue Heizung einbauen sind zugegebenermaßen sinnvolle Maßnahmen, um Energie einzusparen und Umwelt und vor allem den Geldbeutel zu entlasten.
Aber diese Maßnahmen sind eben auch teuer und verlangen zunächst mal hohe Investitionen. Es gibt genug Möglichkeiten, Energiekosten zu sparen, die nichts oder nur sehr wenig kosten. Viele Kniffe und einfache Maßnahmen sind auch leicht für Mieter umsetzbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Auch ohne Sanierung lassen sich Heizkosten senken — durch freie Heizkörper, bewusste Raumtemperaturen und richtiges Lüften.
- Mieter können selbst viel tun: Vorhänge richtig nutzen, Türen schließen, Thermostate gezielt bedienen, Heizkörper entlüften.
- Beim Absenken zählt Balance — auskühlende Räume mit hoher Luftfeuchte erhöhen das Schimmelrisiko an Außenwänden.

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Tipps zum Heizkosten senken, die gar nichts kosten
Ein paar Verhaltensänderungen, ein bisschen bewusster einrichten, die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen und dabei Heizenergie sparen – das geht:
Heizkosten senken — in welcher Reihenfolge anpacken?
Die 8 wichtigsten Schritte — geordnet nach: heute machbar, diese Saison sinnvoll, später planen.
| Phase | Maßnahme | Warum | Aufwand | Wirkung | Kosten | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sofort umsetzen · heute / diese Woche | Raumtemperatur um 1 °C senken | Null Kosten. Faustregel: pro 1 °C weniger Raumtemperatur typischerweise etwa 6 % weniger Heizenergie. Beispiele: Wohnzimmer 21 °C statt 22 °C, Schlafzimmer 17 °C. | niedrig | mittel | 0 € | Mieter & Eigentümer |
| Sofort umsetzen · heute / diese Woche | Heizkörper freistellen | Sofa, Vorhang oder Möbel vor dem Heizkörper stauen die Wärme. Frei stehender Heizkörper bringt die Wärme spürbar besser in den Raum. | niedrig | mittel | 0 € | Mieter & Eigentümer |
| Sofort umsetzen · heute / diese Woche | Richtig lüften: 3× täglich Stoßlüften | 5 min Stoßlüften statt gekippte Fenster verhindert Wärmeverluste und Schimmel — Thermostate während des Lüftens herunterdrehen. | niedrig | mittel | 0 € | Mieter & Eigentümer |
| Diese Heizsaison angehen · in den nächsten 4–8 Wochen | Heizkörper entlüften | 15 Min. pro Wohnung — Luft in Heizkörpern senkt Wärmeabgabe spürbar. Ideal vor Saisonbeginn. | niedrig | mittel | 0 € | Mieter & Eigentümer |
| Diese Heizsaison angehen · in den nächsten 4–8 Wochen | Programmierbare Thermostate | Zeitprogramme senken nachts und bei Abwesenheit automatisch — Einbau in 10 Min., wirkt sofort. In Mietwohnungen Rückgabe-fähige Geräte wählen (Schraub-Thermostate, kein Eingriff in Anlage). | niedrig | mittel | 200–500 € | Mieter & Eigentümer |
| Diese Heizsaison angehen · in den nächsten 4–8 Wochen | Heizungsrohre dämmen | Ungedämmte Rohre im Keller verlieren Wärme bevor sie ankommt. Dämmschalen aus dem Baumarkt, Selbst-Installation in 1 Std. Pflicht nach GModG für zugängliche Rohre in unbeheizten Räumen. | niedrig | mittel | 50–150 € | Eigentümer |
| Später prüfen / planen · Sanierungsfahrplan / mehrjährig | Hydraulischer Abgleich | Fachbetrieb nötig, oft mehrere Wochen Wartezeit. Wärme wird gleichmäßig verteilt — typisch 5–15 % weniger Verbrauch. BAFA-/BEG-Förderung möglich — Antrag vor Auftragsvergabe. | mittel | hoch | 500–1.200 € | Eigentümer |
| Später prüfen / planen · Sanierungsfahrplan / mehrjährig | Energieberatung & Sanierungsfahrplan (iSFP) | Für größere Schritte (Fenster, Dach, Heizungstausch) Reihenfolge professionell planen — vermeidet teure Fehlinvestitionen. BAFA-Zuschuss bis 50 % möglich — vor Beauftragung prüfen. | mittel | hoch | 300–1.500 € | Eigentümer |
Einordnung der Phasen: Sofort umsetzen: Ohne Werkzeug, ohne Kosten, sofort wirksam. Diese Heizsaison angehen: Kleine Investitionen mit sichtbarer Wirkung in dieser Saison. Später prüfen / planen: Große Hebel, aber Analyse zuerst — nicht aus Aktionismus starten.

Kostenloser Tipp No.1: Heizkörper nicht zustellen
Eigentlich leuchtet es ja ein – die Wärme kann nur ungehindert den Raum erwärmen, wenn zwischen der Wärmequelle und dem Raum keine Hindernisse stehen. Wird also ein Heizkörper zugestellt, sei es durch ein Sofa, einen Sessel oder eine Kommode, dann kann die abgestrahlte Wärme nicht in den Raum gelangen. Sie staut sich hinter dem Möbelstück.
Also kann es sich durchaus lohnen, Räume auch mit Rücksicht auf die Wärmeverteilung einzurichten.

Kostenloser Tipp No. 2: Keine Vorhänge vor den Heizkörper hängen lassen
Aus demselben Grund, aus dem keine Möbel vor den Heizkörpern stehen sollen, sollten auch die Vorhänge nicht vor den Heizkörpern hängen. Sie behindern genauso die Wärmeverteilung im Raum wie ein Möbelstück. Sind die Vorhänge nur so lang, dass sie über den Heizkörpern enden, erfüllen sie dennoch ihren Zweck und behindern nicht.

Kostenloser Tipp No. 3: Teppiche sorgen für Wohlbefinden
Ein weiches, kuscheliges Gefühl an den Füßen kann dafür sorgen, dass die Raumtemperatur als höher empfunden wird, als sie eigentlich ist. Damit kann ein Teppich auf dem Boden erlauben, die Raumtemperatur abzusenken und sich trotzdem wohlzufühlen. Das spart Energie.

Kostenloser Tipp No. 4: Vorsicht bei Teppichen und Fußbodenheizung
Für Teppiche, die auf Böden mit Fußbodenheizung gelegt werden, gilt im Prinzip dasselbe wie für Vorhänge und Möbel bei Heizkörpern. Sie sorgen dafür, dass die Wärme nicht ungehindert in den Raum gelangen kann. Wer dennoch auch bei Fußbodenheizung nicht auf Teppiche als Designelement verzichten möchte, der muss unbedingt auf die Wärmedurchlässigkeit des Teppichs achten. Außerdem kann die Wärme der Fußbodenheizung manchen Teppichen schaden. Auskunft, ob der Teppich für eine Fußbodenheizung geeignet ist, erteilt der Fachhandel.

Kostenloser Tipp No. 5: Im Dunkeln Vorhänge vorziehen und Rollläden schließen
Über Fenster geht pro Quadratmeter meist mehr Wärme verloren als über eine gut gedämmte Außenwand; bei unsanierten Häusern können Fenster laut Umweltbundesamt einen erheblichen Teil der Heizwärmeverluste verursachen. Deshalb ist es meist sinnvoll, in der Dunkelheit die Rollläden zu schließen und/oder die Vorhänge vor den Fenstern zu schließen (diese dürfen aber NICHT vor der Heizung hängen). Sowohl Vorhänge wie Rollläden oder Jalousien dämmen zusätzlich und vermindern die Heizenergieverluste.

Kostenloser Tipp No. 6: Türen zu
Nicht jeder Raum benötigt dieselbe Temperatur. Gerade Flure und Dielen können durchaus ein paar Grad weniger vertragen als Wohn- oder Kinderzimmer. Lässt man nun die Zimmertüren geöffnet, dann zieht die Wärme aus dem wärmeren Raum unweigerlich in den kühleren. Das kann man verhindern, indem die Türen zwischen unterschiedlich warmen Bereichen im Haus geschlossen bleiben.

Kostenloser Tipp No. 7: Die richtige Raumtemperatur wählen
Es wurde schon oft gesagt: Jedes Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkostenrechnung deutlich. Als ideale Temperatur in Wohnräumen wird meist ein Wert um die 20 bis 22 Grad genannt. Für Schlafzimmer reichen deutlich niedrigere Werte, ebenso für Diele oder Küche. Bäder dagegen dürfen ruhig etwas wärmer sein, damit man sich wohlfühlt, hier sind 22 bis 23 Grad für die meisten richtig. Werden diese Temperaturen nur um 1 Grad unterschritten, kann das um die 6 Prozent Energie einsparen. Eine Strickjacke oder warme Unterwäsche hat quasi jeder im Schrank und kann die ein bis zwei Grad locker ausgleichen. Niemand muss im Winter im T-Shirt in der Wohnung rumlaufen.

Kostenloser Tipp No. 8: Richtig Lüften spart viel
Klare Winterluft ist etwas Herrliches. Dennoch sollten wir sie im Winter so viel wie möglich draußen halten. Gerade im Winter ist das richtige Lüften enorm wichtig und hilft beim Sparen von Heizenergie.
Niemals sollte man mit dauerhaft oder länger gekipptem Fenster einen Raum lüften. Es dauert einfach zu lange, bis hier die verbrauchte Luft gegen frische ausgetauscht wurde und gleichzeitig geht viel Wärme verloren. Also lieber zwei, dreimal am Tag Fenster weit öffnen und Stoßlüften. Noch besser ist das sogenannte Querlüften: Bei zwei gegenüber liegenden Fenstern entsteht ein noch stärkerer Durchzug und die Luft ist im Nu wieder frisch, ohne dass die Räume stark ausgekühlt sind. Vielmehr können die Wände und Möbelstücke die Wärme halten und müssen nicht neu aufgeheizt werden.

Kostenloser Tipp No. 9: Heizung abdrehen beim Lüften
Das sollte fast selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Wer lüftet, muss vorher die Heizkörper abdrehen. Und zwar alle Heizkörper im Raum. Sehr moderne Heizthermostate erledigen das automatisch, aber die weiter verbreiteten manuellen Heizthermostate muss man per Hand abdrehen und nach dem Lüften wieder aufdrehen. Der Temperaturfühler im Thermostat würde ansonsten dafür sorgen, dass während des Lüftens die Heizung gegen die kalte Luft anheizt. Das ist teuer.

Kostenloser Tipp No. 10: Saubere Heizkörper heizen besser
Manche Heizkörper führen ein echtes Schattendasein. Sie tun in ihrer Heiznische ihren Dienst und werden nicht weiter beachtet, solange sie Wärme abgeben. Ein bisschen Pflege tut den Heizkörpern gut und hilft dem Geldbeutel. Regelmäßig Staub wischen oder saugen sichert die Heizleistung der Heizkörper. Staub und Flusen können die Wärmeabgabe mindern; deshalb sollten Heizkörper vor der Heizperiode und bei sichtbarer Verschmutzung gereinigt werden.

Kostenloser Tipp No. 11: Heizkörper regelmäßig entlüften
Spätestens, wenn die Heizung seltsame Geräusche von sich gibt, gluckst und rauscht, dann wird es Zeit, die Heizkörper zu entlüften. Das ist eine Tätigkeit, die wirklich jeder selbst übernehmen kann. Nur ein Heizkörper, in dem keine Luft ist, erwärmt sich richtig und nur ein entlüfteter Heizkörper kann effizient seine Arbeit tun.


Kostenloser Tipp No. 12: Druck in der Heizungsanlage überprüfen
Der Druck in der Heizungsanlage ist wichtig, damit die Wärme zuverlässig im Haus verteilt wird. Nach dem Entlüften kann der Anlagendruck sinken; das Manometer am Heizkessel zeigt den aktuellen Druckbereich. Wasser sollte nur nachgefüllt werden, wenn Sie als Eigentümer eingewiesen sind und die Vorgaben der Anlage sowie die erforderliche Heizwasserqualität beachten. In Mietwohnungen oder bei Unsicherheit gilt: Druckabfall dokumentieren und Hausverwaltung, Vermieter oder Fachbetrieb informieren.
Wer als Mieter keinen Zugang zur Heizungsanlage hat, sollte bei der Hausverwaltung oder beim Vermieter darauf drängen, dass die Wartung vor der Heizsaison erfolgt.

Kostenloser Tipp No. 13: Thermostat richtig einstellen
Auf den herkömmlichen Thermostaten stehen keine Grad-Zahlen, sondern Werte von 1 bis 5 und einige Symbole. Wer weiß, was die Werte und Symbole bedeuten, kann sie auch richtig einstellen. Stellt man die Heizungsthermostate auf 3, dann heizt die Heizung den Raum auf 20 Grad auf, bei 1 sind es 12 Grad, bei 5 werden 28 Grad erreicht. Es geht also zwischen zwei Zahlen immer um 4 Grad hoch.


Kostenloser Tipp No. 14: Heizung runterdrehen, wenn man nicht zuhause ist
Hat man als Mieter herkömmliche Thermostate an den Heizungen, dann sollte man diese, bevor man das Haus oder die Wohnung verlässt, herunterdrehen. Auch bei Abwesenheit sollte die Wohnung nicht auskühlen. Sinnvoll ist eine Absenkung auf rund 16 Grad; bei wenigen Tagen Abwesenheit können etwa 15 Grad ausreichen. Dauerhaft sollten Wohn- und Schlafräume in der Heizperiode nicht unter 16 Grad fallen, weil mit sinkender Raumtemperatur und höherer Luftfeuchte die Schimmelgefahr steigt.
Programmierbare Thermostate übernehmen das Runterdrehen allein. Man kann die schon für 25 Euro erhältlichen Heizhilfen leicht selbst austauschen. Als Mieter kann man sie bei Auszug wieder gegen die alten Thermostate austauschen und mitnehmen.

Kostenloser Tipp No. 15: Nachts die Heizung runterdrehen
Eine Nachtabsenkung findet sich in fast allen modernen Heizungsanlagen. Meist läuft die Heizung zwischen 23 und 6 Uhr im Sparmodus. Dann muss man als Nutzer nichts weiter unternehmen und kann die Thermostate so eingestellt lassen, wie sie sind. Verfügt die Heizungsanlage jedoch nicht über eine Nachtabsenkung, dann sollte man die Thermostate nachts herunterdrehen, so wie bei Abwesenheit.

Noch ein paar fast kostenlose Tipps
Außer diesen Tipps, die alle nichts kosten und bei denen es jeder in der Hand hat, durch ein wenig Verhaltensänderung und Aufmerksamkeit viel Energie und Heizkosten zu sparen, gibt es noch ein paar sehr preiswerte Maßnahmen. Diese sind gerade auch für Mieter interessant, die keinen Einfluss auf das Heizsystem und andere umfassende Modernisierungsmaßnahmen haben.
Top-Sparhebel beim Heizen — typische Einsparspannen
Typische Einsparspannen pro Maßnahme — abhängig von Gebäude, Heizsystem und Nutzerverhalten. Werte können sich überlappen, eine Aufaddierung ist nicht zulässig. Quelle: Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, dena · Stand 2026.
| Maßnahme | Typische Einsparung | Wer? |
|---|---|---|
| Raumtemperatur 1 °C senken | 5–7 % | Mieter & Eigentümer |
| Richtig lüften (Stoßlüften statt Kipp) | 3–8 % | Mieter & Eigentümer |
| Hydraulischer Abgleich | 10–15 % | Eigentümer |
| Heizkurve & Pumpe optimiert | 5–15 % | Eigentümer |
| Heizungsrohre dämmen | 2–6 % | Eigentümer |
| Rollladenkästen/Fenster abdichten | 3–10 % | Mieter & Eigentümer |
Preiswerter Tipp No. 16: Fenster abdichten
Gerade bei älteren Fenstern zeigen sich oft Undichtigkeiten. Das kann zum einen daran liegen, dass die Fenster neu eingestellt werden müssen, zum anderen an kaputten Dichtungen. Ob die eigenen Fenster undicht sind, spürt man manchmal am Luftzug, aber auch mit einer brennenden Kerze lassen sich diese Undichtigkeiten schnell entdecken. Bei Zugluft flackert die Flamme der Kerze deutlich.
Dichtband gibt es für wenig Geld im Baumarkt und es lässt sich leicht in Eigenarbeit anbringen. Bevor man das Dichtband kauft, sollte man jedoch die genaue Breite und das Profil der alten Dichtung kennen. Am einfachsten ist es, ein Stück der alten Dichtung vorsichtig zu entfernen und mitzunehmen. Dann kann man das richtige Dichtband durch Vergleich leicht finden.

Preiswerter Tipp No. 17: Den Spalt unter Türen abdichten
Unter so mancher Tür zieht es durch, weil sie unten nicht gut abschließt. Gerade bei Balkon- Terrassen- oder Haustüren kann dies zu enormen Energieverlusten führen. Aber auch bei Türen zwischen Räumen mitunterschiedlicher Temperatur kann sich schnell unangenehme Zugluft bilden.
Es gibt zwei einfache Möglichkeiten, hier Energieverluste zu vermeiden:
- Am einfachsten und quasi umsonst ist die gute alte Zugluftrolle, die man selbst aus alten Jogginghosen und zusammengerollten Handtüchern, aber auch aus Pool-Nudeln mit einer netten Ummantelung basteln kann. Der Nachteil der Rollen: Sie können gerade bei Türen, die oft geöffnet werden, stören.
- Es gibt aber auch Tür-Bürstenschienen, die man innen auf die jeweilige Tür kleben kann und die den Spalt unter der Tür abdichten. Der Kostenpunkt liegt hier bei rund 10 bis 20 Euro. Sie lassen sich einfach anbringen und öffnen sich mit der Tür.

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Preiswerter Tipp No. 18: Heizkörpernischen dämmen
Gerade in Altbauten sind die Heizungen oft in Nischen angebracht. Dahinter sind die Außenwände weniger dick und Energieverluste vorprogrammiert. Für Mieter lohnt es sich, Heizkörper-Reflexionsfolie hinter dem Heizkörper anzubringen. Sinnvoll ist es, die Folie auch an den Seiten und oberhalb des Heizkörpers in der gesamten Nische anzubringen. Die Reflexionsfolie kostet pro Heizkörpernische je nach Größe rund 15 bis 20 Euro.



Preiswerter Tipp No. 19: Heizungsrohre dämmen
Nach § 69 GModG (bisher GEG) müssen Eigentümer dafür sorgen, dass die Wärmeabgabe bisher ungedämmter, zugänglicher Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 8 begrenzt wird. Für Ein- und Zweifamilienhäuser, in denen der Eigentümer am 1. Februar 2002 selbst gewohnt hat, greift die Nachrüstpflicht erst bei Eigentümerwechsel (§ 69 Abs. 3 GModG). Für Mieter lohnt sich also ein Blick in den Keller: Sind zugängliche Heizungs- oder Warmwasserleitungen dort ungedämmt, sollte die Hausverwaltung oder der Vermieter um Prüfung gebeten werden. Wer als Eigentümer selbst Hand anlegt: Es gibt fertige Dämmschalen, die sich leicht anbringen lassen. Die erforderliche Dämmstärke richtet sich nach Anlage 8 GModG; bei den üblichen Rohrdurchmessern bis 22 Millimeter verlangt Anlage 8 mindestens 20 Millimeter Dämmung, bis 35 Millimeter sind es 30 Millimeter. Material kostet laut Verbraucherzentrale etwa 5 bis 10 Euro pro Meter.


Preiswerter Tipp No. 20: Rollladenkästen dämmen
Auch hier sind vor allem Mieter von Altbau-Wohnungen betroffen. Durch ungedämmte Rollladenkästen kann jede Menge Energie verloren gehen. Oft sind die Rollladenkästen nur aus dünnem Holz konstruiert mit entsprechend hohen Wärmeverlusten. Außerdem geht durch die Gurtführung Wärme verloren. Die Dämmung der Rollladenkästen kann man als Heimwerker gut selbst vornehmen. Es entstehen Kosten von circa 50 Euro je Rollladenkasten.

Energie sparen ohne viel Geld ausgeben zu müssen
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Energie zu sparen. Dabei hilft es oft, das eigene Verhalten zu überprüfen und durch etwas bewussteres Umgehen mit der kostbaren Wärme den eigenen Energieverbrauch zu senken. Angesichts der explodierenden Preise für Heizenergie ist es spätestens jetzt an der Zeit, bewusst die kostenlosen Tipps umzusetzen.
Um Leistungseinbußen oder lästige Geräusche zu vermeiden, sollten regelmäßig zu Beginn der Heizperiode die Heizkörper entlüftet werden. Damit ist sichergestellt,… weiterlesen



