Zeitschaltuhr an der Heizung

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Zeitschaltuhr an der Heizung – Mit kleinem Aufwand viel sparen?

Moderne Heizsysteme verfügen immer über Steuermöglichkeiten, um die erzeugte oder gewonnene Wärmeenergie sinnvoll und effektiv zu verteilen. Bei älteren Heizungsanlagen fehlen entsprechende Steuergeräte häufig. Das führt dazu, dass Wärme ungenutzt bleibt und zu hohe Heizkosten anfallen. Eine Zeitschaltuhr an der Heizung kann für Abhilfe sorgen. Wir zeigen Ihnen, warum.

Digitales Raumthermostat © bht2000, fotolia.com
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Heizungssteuerung ist gesetzlich vorgegeben

Mit der Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Energieeinsparung ist das Gebäudeenergiegesetz Ende 2020 in Deutschland in Kraft getreten. Es hat die bisherigen Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Energieeinsparwärmegesetzes (EEWärmeG) zusammengeführt. Alle Maßnahmen werden dabei dem großen Ziel untergeordnet, bis zum Jahr 2050 in Deutschland klimaneutral zu heizen.

Entsprechend gibt es auch in Bezug auf die Heizungssteuerung Vorgaben. So muss laut GEG eine zentrale Regelung an einem Heizsystem vorhanden sein. Diese Steuerung muss es ermöglichen, Wärme bedarfsgerecht abhängig von einer bestimmten Zeitspanne oder einer bestimmten Außen- oder Raumtemperatur zu beziehen. Sofern Hausbesitzer noch über keine entsprechende Regeltechnik bei ihren Heizsystemen verfügen, muss diese nachgerüstet werden. Um den Anforderungen des GEG nachzukommen, können Hausbesitzer ihr altes Heizsystem z. B. mit einer Zeitschaltuhr nachrüsten.

Smarte Thermostatventile © Danfoss
Smarte Thermostatventile © Danfoss

Was bringt die Nachrüstung einer Heizung mit einer Zeitschaltuhr?

Eine Zeitschaltuhr senkt die Heizleistung immer dann ab, wenn nicht mehr so viel Wärme benötigt wird. So kann z. B. die Zeit von 7.00 bis 21.00 Uhr eingestellt werden. Innerhalb dieser Zeit erzeugt das Heizsystem Wärme. Nachts ist die Heizung dann ausgestellt oder die Leistung gedrosselt.

Folgende Vorteile haben Hausbesitzer durch das Nachrüsten der Heizung mit einer Zeitschaltuhr:

  • Sie senken die Brennstoffkosten: Je weniger nachts geheizt wird, desto weniger Energie wird verbraucht. Entsprechend niedriger ist der Brennstoffbedarf. Das macht sich in geringeren Brennstoffkosten bemerkbar. Durch den geringen Investitionsbedarf haben sich die Kosten für die Zeitschaltuhr schnell amortisiert.
  • Sie senken die Emissionen: Je weniger Heizöl oder Erdgas verbraucht wird, desto geringer sind die CO-Emissionen und desto umweltfreundlicher wird die Heizungsanlage.
  • Sie erhöhen den Heizkomfort: Durch die automatische Absenkung und Steuerung des Heizbedarfs müssen Hausbesitzer nicht ständig Änderungen an der Konfiguration vornehmen. Dadurch erhöht sich der Heizkomfort.
  • Die Einstellungen sind einfach: Eine Zeitschaltuhr bietet auch für Laien einfache Einstellmöglichkeiten. Die Handhabung ist somit sehr einfach.
Energiesparen mit dem Thermostat © Olivier Le Moal, stock.adobe.com
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Das sollten Sie beim Einstellen der Zeitschaltuhr an der Heizung beachten

Da die Zeitschaltuhr an der Heizungsanlage maßgeblichen Einfluss auf den Brennstoffverbrauch Ihres Heizsystems hat, sollten Sie die Einstellungen mit Sorgfalt vornehmen.

Folgendes sollten Sie dabei beachten:

    • Wann benötigen Sie Heizungswärme? Sie können z. B. bei vielen Zeitschaltuhren mehrere Zeitspannen eingeben. Dann könnten Sie auch in der Zeit, in der Sie beim Arbeiten sind, die Temperaturen ebenfalls drosseln. Der Spareffekt wäre dann noch größer.
    • Wie warm soll es sein? Bedenken Sie beim Einstellen der Zeitschaltuhr auch, dass Sie pro gesenktem Grad Raumtemperatur bis zu sechs Prozent Energie einsparen.
    • Denken Sie an die Vorlaufzeit. Abhängig vom Heizsystem und den verwendeten Heizkörpern benötigt die Heizung eine längere oder kürzere Vorlaufzeit. Eine Gasbrennwerttherme in einer Wohnung benötigt in der Regel nur eine kurze Vorlaufzeit, um Wohnräume mit warmem Heizungswasser zu versorgen. Stehen Sie z. B. um 6.00 Uhr morgens auf, sollte es ausreichen, wenn Sie die Zeitschaltuhr auf 6.00 Uhr stellen, damit es warm ist, wenn Sie aus dem Badezimmer zurück sind. Heizen Sie mit einer Flächenheizung, sollten Sie eine längere Vorlaufzeit einplanen. In diesem Fall ist es außerdem wichtig, dass die Heizung nicht ganz heruntergefahren wird, wenn Sie nicht zuhause sind. Denn gerade das „Anheizen“ erfordert bei Heizsystemen mit niedrigen Vorlauftemperaturen die meiste Energie.
Einstellen der Zeitschaltuhr: Vorlauftemperatur beachten
Einstellen der Zeitschaltuhr: Vorlauftemperatur beachten
  • Mechanische oder elektronische Zeitschaltuhr? Machen Sie sich mit den Einstellmöglichkeiten Ihrer Zeitschaltuhr vertraut. Mechanische Uhren haben oftmals verschiedene Einstellräder. Hier kann es leicht vorkommen, dass man Tag und Nacht vertauscht. In diesem Fall würden Sie nachts heizen und tagsüber bliebe die Heizung kalt.
  • Einzelraumregelung oder zentrale Steuerung? Verwenden Sie Heizungsthermostate mit Zeitschaltuhr sollten Sie diese anstelle einer zentralen Steuerung verwenden. So können Sie die Temperaturen noch individueller regeln und zusätzliche Energie sparen.
Digitales Heizungs-Thermostat © Andrey Popov, stock.adobe.com
Digitales Heizungs-Thermostat © Andrey Popov, stock.adobe.com

Was bringt eine Zeitschaltuhr für die Zirkulationspumpe?

In einem Heizsystem sorgt die Zirkulationspumpe dafür, dass das vom Brenner erzeugte Heizwasser durch die Heizungsrohre gepumpt wird und das kalt gewordene Heizwasser aus den Heizkörpern zurück zum Wärmetauscher fließen kann. Damit das Heizungswasser zirkulieren kann, benötigt die Pumpe Strom. Je nach Heizsystem laufen diese Pumpen teilweise durchgehend. Um Energie und auch Stromkosten zu sparen, kann auch die Zirkulationspumpe um eine Zeitschaltuhr ergänzt werden.

Zirkulationspumpe: Eine Zeitschaltuhr hilft beim Energie sparen
Zirkulationspumpe: Eine Zeitschaltuhr hilft beim Energie sparen

Was kostet eine Zeitschaltuhr für die Heizung?

Wie teuer eine Zeitschaltuhr für die Heizung ist, hängt von der Ausführung des Geräts und dem Funktionsumfang ab.

  • Einfache mechanische Zeitschaltuhren gibt es schon für weniger als 20 Euro. Dafür sind die Einstellmöglichkeiten eingeschränkter.
  • Elektronische Zeitschaltuhren für Heizkörperthermostate kosten zwischen 20 und 50 Euro pro Gerät. Bei fünf Heizkörpern liegt die Investitionssumme zwischen 100 und 250 Euro.
  • Komplexere Steuerungsgeräte mit WLAN-Anschluss oder Funktechnik, die sich in ein Smart Home integrieren lassen, können nochmals teurer werden. Sie kosten ab 30 Euro pro Stück. Dafür sind die Steuermöglichkeiten vielfältig und Sie können je nach Gerät auch von unterwegs Einstellungen vornehmen.

Nutzen Sie die Gelegenheit und fragen Sie bei einem Fachbetrieb nach. Die Profis können Sie umfassend beraten.

Raumtemperatur individuell via Smartphone regeln © Andrey Popov, stock.adobe.com

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Lohnt sich eine Zeitschaltuhr für meine alte Heizung noch?

Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand viel Energie und somit viele Heizkosten einsparen. Nutzen Sie eine ältere Heizungsanlage und möchten in einem ersten Schritt Sparpotenzial nutzen, lohnt sich eine Zeitschaltuhr fast immer.

Wenn das Heizsystem jedoch älter als 20 Jahre ist, sollten Sie überlegen, ob der Umstieg auf erneuerbare Energien oder eine Hybridheizung langfristig nicht sinnvoller ist. Denn sehr alte Heizkessel verbrauchen im Vergleich zu modernen Heizsystemen meist mehr als 30 Prozent mehr an Heizenergie. Zudem stoßen Sie mit alten Heizungsanlagen viel mehr CO₂ aus.

Prüfen Sie am besten mit einem Energieberater oder einem Fachbetrieb alle Ihre Optionen und berücksichtigen Sie auch die aktuelle hohe staatliche Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Heizkosten sparen © Digitalpress, fotolia.com
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