Thermostate FAQs
Wir haben häufige Fragen und Antworten zu Heizungsthermostaten für Sie zusammengestellt.

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- Wie funktioniert ein Thermostat?
- Wie spart ein Thermostat Energie?
- Was bedeuten die Zahlen auf dem Thermostat?
- Warum stehen auf dem Thermostat Zahlen anstatt Temperaturangaben?
- Was bedeuten die Symbole auf dem Thermostat?
- Welche Arten von Thermostaten gibt es?
- Wird es schneller warm, je höher ich den Thermostat aufdrehe?
- Lohnt sich eine Nachtabsenkung?
- Wie lange funktionieren Thermostate zuverlässig?
- Gibt es moderne Thermostate für alte Heizkörper?
- Wie macht sich ein kaputtes Thermostat bemerkbar?
- Warum es sich lohnt, ein altes Thermostat auszutauschen
- Was können programmierbare Thermostate?
- Wie bedient man ein Thermostat richtig und stellt es ein?
- Dürfen Mieter Thermostate austauschen?
Wie funktioniert ein Thermostat?
Mithilfe des Thermostats wird eine gewünschte Raumtemperatur eingestellt. Bei einem klassischen Thermostat wird über einen Fühler die aktuelle Raumtemperatur erfasst, also auch Wärmeeinträge wie Sonneneinstrahlung oder viele Menschen und dann über eine Ausdehnungsmasse oder Flüssigkeit das Ventil angesteuert. Damit wird die Heizleistung durch Schließen des Ventils entweder gedrosselt oder durch Öffnen des Ventils erhöht, sodass die eingestellte Raumtemperatur gehalten wird. Ein sogenanntes Thermostatventil besteht also aus den beiden Komponenten Thermostatkopf (hier wird die Einstellung vorgenommen) und Heizungsventil (hier wird der Durchfluss an warmem Heizwasser geregelt).
Programmierbare Thermostate funktionieren im Prinzip genauso. Bei modernen elektronischen Thermostaten fehlt allerdings die Ausdehnungsmasse bzw. Flüssigkeit. Sie erfassen über einen Temperatursensor die Temperaturschwankungen und steuern dann einen Stellmotor an, der das Ventil öffnet und schließt.

Wie spart ein Thermostat Energie?
Der Einsatz von Thermostaten erlaubt es, eine gewünschte Raumtemperatur langfristig zu halten. Wenn die Sonne herauskommt und zusätzlichen Wärmeeintrag bringt, reguliert das Thermostat die Heizleistung nach unten; wird es kälter im Raum, öffnet es das Ventil wieder stärker. So wird die Heizenergie nur dann bereitgestellt, wenn sie benötigt wird. Das spart Energie. Damit diese effektive Regelung funktionieren kann, müssen die Thermostate frei sein und nicht von Vorhängen oder Möbeln verdeckt werden. Aber die Sparmöglichkeiten durch Thermostate gehen noch weiter. Sollte die Heizungsanlage keine Nachtabsenkungen vorsehen, so kann diese mit einem Handgriff am Thermostat selbst eingestellt werden. Auch können für verschiedene Räume unabhängig voneinander kühlere oder wärmere Temperaturen gewählt werden. Programmierbare oder smarte Thermostate können exakt bedarfsgerecht die Raumtemperatur regeln. Dann werden die Räume nur beheizt, wenn die Bewohner tatsächlich vor Ort sind. co2online nennt für programmierbare Thermostate im Schnitt etwa 10 Prozent Heizkostenersparnis; im einzelnen Haushalt hängt der Effekt aber von Gebäude, Heizgewohnheiten und vorhandener Zentralregelung ab.
Was bedeuten die Zahlen auf dem Thermostat?
Die Zahlen auf dem Thermostat stehen bei gängigen Modellen für ungefähre Zieltemperaturen. Zwischen zwei Zahlen liegen meist etwa vier Grad. Stufe eins entspricht ungefähr 12 Grad Celsius, Stufe zwei etwa 16 Grad Celsius, Stufe drei etwa 20 Grad Celsius, Stufe vier etwa 24 Grad Celsius und Stufe fünf etwa 28 Grad Celsius. Je nach Modell kann die Skala abweichen.

Warum stehen auf dem Thermostat Zahlen anstatt Temperaturangaben?
Die Zahlen stehen für eine gewünschte Zieltemperatur im Raum. Dies ist nicht gleichbedeutend mit der Temperatur, auf die die Heizung erhitzt wird. Denn das Ventil ermittelt unter Zuhilfenahme der Umgebungstemperatur die Differenz zur Wunschtemperatur und regelt den Durchfluss des Wassers entsprechend.
Was bedeuten die Symbole auf dem Thermostat?
Die Schneeflocke beziehungsweise das Sternchen steht für die Frostschutzstellung; sie soll bei funktionierender Heizung ein Auskühlen bis in den Frostbereich verhindern. Je nach Modell steht der Halbmond für eine reduzierte Nacht- oder Absenktemperatur, häufig etwa 14 bis 16 Grad Celsius. Die Sonne markiert meist die Komfort- oder Grundeinstellung um 20 Grad Celsius.

Welche Arten von Thermostaten gibt es?
Neben den manuellen Thermostaten mit einem drehbaren Thermostatkopf, gibt es programmierbare Thermostate. Programmierbare Thermostate können individuell passend zur Situation eingestellt werden. Diese sind besonders in Mehrfamilienhäusern sinnvoll, wo Menschen mit unterschiedlichem Alltagsrhythmus leben. Mit programmierbaren Thermostaten kann jeder Bewohner die Heizleistung auf seine Bedürfnisse abstimmen. Zudem gibt es smarte Thermostate, die die Raumtemperatur über einen Heizplan, eine App oder einen Sprachassistent steuern.
Die drei Thermostat-Arten im Überblick
Mechanisch ab ca. 10 Euro
Drehkopf mit Ausdehnungselement, ohne Strom. Hält eine eingestellte Temperatur zuverlässig – mehr aber auch nicht.
Programmierbar ab ca. 15 Euro
Elektronischer Kopf mit Zeitprogrammen pro Wochentag – ideal, wenn Räume zu festen Zeiten warm sein sollen.
Smart 40 bis 100 Euro
Steuerung per App, Sprachassistent oder Anwesenheitserkennung – braucht meist eine Funkzentrale am Router.

Wird es schneller warm, je höher ich den Thermostat aufdrehe?
Nein, der Heizkörper wird nicht schneller warm bei höheren Stufen. Er heizt nur länger, nämlich bis er die höhere Wunschtemperatur erreicht hat. Es lohnt sich also nicht, wenn man in eine kalte Wohnung kommt, den Thermostat voll aufzudrehen. Dies kostet nur unnötig Geld.

Drei Thermostat-Irrtümer im Check
Lohnt sich eine Nachtabsenkung?
Eine Absenkung der Raumtemperatur ist grundsätzlich sinnvoll. Nachts werden die Wohnräume in der Regel nicht bewohnt und zum Schlafen sind geringere Temperaturen angenehmer. Oft ist die Einstellung der Nachtabsenkung über den Thermostat allerdings überflüssig, da die Einstellung an der Zentralheizung durchgeführt wird.

Wie lange funktionieren Thermostate zuverlässig?
Bei alten Thermostaten funktioniert die Wahrnehmung der Raumtemperatur und die entsprechende Regulation der Heizleistung oftmals nicht mehr genau. Dadurch geht Komfort und natürlich Energie verloren. Experten empfehlen deshalb, die Thermostate nach ungefähr 15 Jahren zu erneuern.
Gibt es moderne Thermostate für alte Heizkörper?
Viele Heizkörperventile haben ein Gewinde vom Typ M30 × 1,5, auf das neue Thermostatköpfe direkt passen. Es gibt aber abweichende Anschlüsse – etwa bei älteren Danfoss-Ventilen –, sodass neuere Modelle nicht immer auf alte Heizkörper passen. Abhilfe schafft hier ein Adapter. Nennen Sie beim Kauf eines neuen Thermostats den Hersteller und möglichst auch das Jahr, aus dem der Heizkörper stammt. Dann können Sie den passenden Adapter gleich mitkaufen.

Wie macht sich ein kaputtes Thermostat bemerkbar?
Wird die gewünschte Raumtemperatur nicht mehr eingehalten, also nicht erreicht oder dauerhaft stark überschritten, dann deutet das auf ein defektes Thermostat hin. Auch wenn der Heizkörper nur noch heiß bleibt und nicht mehr runterreguliert, ist an das Thermostat zu denken. Lässt sich der Drehkopf des Thermostats nur noch schwer bewegen, kann die Ursache ein verklemmtes Ventil sein. Dieses funktioniert dann auch nicht mehr richtig. Oft ist ein verklemmtes Ventil nur verkalkt und lässt sich schnell wieder „gängig“ machen. Grundsätzlich empfehlen Experten, ein Thermostat nach 15 Jahren auszutauschen, da dann Verschleißerscheinungen möglich sind und es technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand ist.

Warum es sich lohnt, ein altes Thermostat auszutauschen
Kommen die Thermostate in die Jahre, reagieren sie oftmals nicht mehr sensibel genug auf Veränderungen in der Raumtemperatur. Damit arbeitet die Heizung nicht mehr effektiv. Dies führt nicht nur zu einem Komfortverlust, weil die Raumtemperatur nicht mehr angenehm eingestellt werden kann, sondern auch zu Energieverlusten und damit wird bares Geld verschwendet.

Was können programmierbare Thermostate?
Mit programmierbaren Thermostaten können Sie genau einstellen, wann ein Raum wie lange mit welcher Temperatur beheizt werden soll. So kann zum Beispiel eingestellt werden, dass das Bad morgens und abends zu bestimmten Zeiten vorgeheizt ist. Bei Abwesenheit kann die Temperatur nach unten korrigiert werden und kurz vor der Rückkehr wieder nach oben, sodass der Raum bei Ankunft angenehm warm ist. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern spart zudem Energiekosten. Smarte Thermostate lassen sich auch mit Fensterkontakten kombinieren, sodass die Heizung nicht wärmt, solange ein Fenster geöffnet ist.

Wie bedient man ein Thermostat richtig und stellt es ein?
Ein Thermostat zu bedienen und einzustellen, ist eigentlich ganz einfach. Zuerst steht die Entscheidung an, wie warm der Raum sein soll. Hier gibt es klare Empfehlungen. Wohn- und Kinderzimmer etwa sollten auf rund 20 Grad geheizt werden, Küche, Flur, Schlafzimmer benötigen deutlich niedrigere Temperaturen, während Badezimmer durchaus auf 22 bis 24 Grad aufgewärmt werden.
Diese Temperaturen erreicht man mit den verschiedenen Stufen auf dem Thermostat (1 bis 5).

Hat man sich für eine Temperatur entschieden, sollte man die eingestellte Stufe beibehalten. Das Thermostat macht dann seine Arbeit und regelt den Heizungsdurchfluss so, dass die Raumtemperatur erreicht wird, auch wenn etwa die Sonne ins Zimmer scheint oder es draußen sehr kalt wird.
Sollten in einem Raum mehrere Heizkörper montiert sein, dann sollte auf allen Heizkörpern dieselbe Temperatur eingestellt werden, die Heizkörper heizen sonst gegeneinander an.
Sinnvoll ist es, bei längerer Abwesenheit (auch tagsüber) die Thermostate herunterzudrehen. Empfohlen wird hier eine Raumtemperatur von 16 Grad, das entspricht Stufe 2.
Programmierbare Thermostatventile bringen hier einen deutlich höheren Komfort, da übliche Abwesenheiten (etwa Arbeit in der Woche) dauerhaft programmiert werden können und so das manuelle Herunterdrehen überflüssig wird.
Dürfen Mieter Thermostate austauschen?
Ja – der Wechsel des Thermostatkopfs ist ein rückbaubarer Eingriff, für den in der Regel keine Zustimmung des Vermieters nötig ist. Wichtig ist, die alten Thermostatköpfe aufzubewahren und beim Auszug wieder anzubringen. Anders sieht es beim Heizungsventil selbst aus: Es gehört zur Heizungsanlage, für deren Instandhaltung der Vermieter zuständig ist – ein defektes Ventil also melden statt selbst reparieren.
Damit ein gleichbleibend angenehmes Wohnklima herrscht und sich die Bewohner wohl fühlen, sollten die Heizungs-Thermostate optimal eingestellt sein. Doch die… weiterlesen




