Damit ein gleichbleibend angenehmes Wohnklima herrscht und sich die Bewohner wohl fühlen, sollten die Heizungs-Thermostate optimal eingestellt sein. Doch die richtige Einstellung des Heizventils hat noch viel weitreichendere Vorteile. Auch aus energetischer Hinsicht lohnt es sich, das Thema Heizungsthermostate und ihre Regelung genauer anzusehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Stufe 3 entspricht bei den meisten Herstellern rund 20 Grad Celsius und ist die übliche Empfehlung für Wohnräume.
- Jeder Raum braucht seine eigene Einstellung – Bad wärmer, Schlafzimmer kühler, bei Abwesenheit moderat absenken.
- Programmierbare Thermostate senken die Temperatur automatisch nach Zeitplan und sparen im Schnitt etwa zehn Prozent Heizkosten.

Heizung-Konfigurator:
Jetzt Ihre individuelle Heizung konfigurieren und Angebote erhalten!
Was kann ein Thermostat?
Mittels eines Fühlers misst ein Heizungsthermostat die Raumtemperatur und hält die eingestellte Gradzahl konstant. Bei der Standardeinstellung 3 entspricht das bei den meisten Herstellern einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius.


Behält man diese Einstellung bei, reguliert das System den Heizwasserdurchfluss so, dass die gewünschten 20 Grad Raumtemperatur gleichbleibend gehalten werden.
Mehr dazu, wie Sie in den Übergangszeiten richtig heizen, finden Sie hier. Und auch im Sommer gibt es manchmal kühle Tage, an denen die Heizung gebraucht wird. Welche Thermostateinstellungen hier die passenden sind, können Sie hier nachlesen.
Bei programmierbaren Thermostaten werden die Heizungseinstellungen automatisch gesteuert.

So kann die Heizung zum Beispiel tagsüber, während die Bewohner nicht im Haus sind, heruntergeregelt werden. Dadurch kann Energie eingespart und die Heizkosten gesenkt werden.
Wie stellt man Thermostate energiesparend ein?
Mithilfe der Thermostate kann in jedem Zimmer die gewünschte Temperatur individuell eingestellt werden. Nicht überall wird die gleiche Raumtemperatur benötigt. Im Bad soll es, zumindest morgens und abends, schön warm sein. Im Schlafzimmer mögen es viele dagegen lieber kühler.
Wenn man gemütlich im Wohnzimmer sitzt, ist ein behagliches Raumklima je nach persönlichem Empfinden erforderlich. Für alle diese verschiedenen Bereiche können also individuelle Temperatureinstellungen vorgenommen werden.
Welche Einstellung passt zu welcher Situation?
Typische Alltagssituationen – mit der jeweils passenden Thermostat-Einstellung.
WennTagsüber ist niemand zu Hause
Dann Moderat absenken auf etwa 16 Grad (Stufe 2)
Spart Energie, ohne dass Wände und Möbel auskühlen – das Wiederaufheizen bleibt günstig.
WennNachts
Dann Schlafräume etwa 16 bis 18 Grad, Wohnräume nur moderat absenken
Die Nachtabsenkung lässt sich am Thermostat oder zentral an der Heizungsanlage einstellen; zu starkes Absenken erhöht in feuchten Räumen das Schimmelrisiko.
WennBad morgens und abends
Dann Stufe 3 bis 4 zu den Nutzungszeiten
Mit programmierbaren Thermostaten heizt das Bad automatisch rechtzeitig vor.
WennUrlaub oder längere Abwesenheit im Winter
Dann Niedrige Grundtemperatur, meist 14 bis 16 Grad
Frostschutz schützt nur vor dem Einfrieren der Leitungen; für Wohnräume im Winter senkt eine niedrige Grundtemperatur das Schimmelrisiko.

Entscheidend für das Energiesparen ist der Fühler im Thermostat. Dieser erkennt, wenn draußen die Sonne scheint und viel zusätzlichen Wärmeeintrag ins Zimmer bringt. Eigenständig drosselt der Thermostat daraufhin so lange den Heizwasserzufluss, bis die kostenlose Wärme durch die Sonneneinstrahlung nicht mehr ausreicht, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten. Wird es im Raum wieder kühler, erkennt dies der Thermostat und beginnt zu heizen.

Wenn ein Raum trotz richtiger Einstellung nicht warm wird
Bleibt ein Raum trotz korrekt eingestelltem Thermostat zu kalt oder wird ein Heizkörper deutlich heißer als die anderen, liegt das häufig nicht am Thermostat selbst, sondern an ungleich verteiltem Heizungswasser. Abhilfe schafft ein hydraulischer Abgleich durch den Fachbetrieb: Dabei wird für jeden Heizkörper die passende Wassermenge eingestellt, sodass die Thermostateinstellungen in allen Räumen wie gewünscht wirken. Einen Überblick über alle Bauarten – vom einfachen Drehkopf bis zum smarten Modell – bietet die Übersichtsseite Heizkörper-Thermostate.
Noch mehr Möglichkeiten durch programmierbare Thermostate
Bei programmierbaren Thermostaten kann die individuelle Raumtemperatur nach der Uhrzeit und sogar nach den Wochentagen unterschiedlich eingestellt werden. Das heißt, es kann ein ganzes Szenario einprogrammiert werden.

Morgens, wenn die Familie aufsteht, ist das Bad schön warm. Danach wird die Temperatur automatisch heruntergefahren, sodass über den Tag keine unnötige Heizenergie verbraucht wird. Wird so jeder Raum optimal zu den Zeiten beheizt, zu denen er genutzt wird, liegt das Sparpotenzial nach Angaben der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online im Schnitt bei etwa zehn Prozent der Heizkosten.
Zwei Fehler beim Temperatur-Absenken vermeiden
- Räume komplett auskühlen lassenIn dauerhaft unbeheizten Räumen kondensiert Feuchtigkeit an kalten Wänden – es droht Schimmel. Auch ungenutzte Räume moderat temperieren.
- Nach dem Lüften das Aufdrehen vergessenBeim Stoßlüften Thermostat herunterdrehen und danach wieder auf die gewohnte Stufe stellen – oder Modelle mit Fenster-offen-Erkennung nutzen.
Noch genauer und komfortabler lässt sich mit smarten Thermostaten die Heizung regeln. Hier können etwa vorprogrammierte Zeiten per App korrigiert werden, wenn die Besprechung mal länger dauert und man erst später nach Hause kommt.

Thermostate – Zahlen und ihre Bedeutung Wenn die Temperaturen draußen kälter werden, sorgt der Griff zum Thermostat am Heizkörper für… weiterlesen




