Thermostate mit Funkkommunikation – Heizkosten per Fernbedienung fest im Griff
Welche Möglichkeiten bietet ein Funk-Thermostat?
Zu den genauesten und komfortabelsten Lösungen für die Heizungsregelung gehören elektronische Heizkörper-Thermostate, die per Funk gesteuert werden können. Während schon gewöhnliche digitale Heizkörper-Thermostate im Vergleich zu den mechanischen Thermostatköpfen enorme Vorteile für den Wohnkomfort und insbesondere in puncto Heizkosten bieten, sind die funkgesteuerten Modelle mit weiteren Extras ausgestattet, die eine noch genauere und individuellere Einstellung der Heizleistung ermöglichen und für noch mehr Energieeinsparung sorgen.
Das Wichtigste in Kürze
- Funk-Thermostate regeln raumweise nach Zeitplan; mit zusätzlichem Funk- oder Raumfühler messen sie genauer als direkt am Heizkörper.
- Fensterkontakte senken die Heizleistung automatisch beim Lüften; das vermeidet unbemerkte Energieverluste.
- Thermostatköpfe kosten meist 40 bis 100 Euro pro Heizkörper, dazu je nach System einmalig eine Funkzentrale – Sets sind oft günstiger.

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Individuelle und voreingestellte Programme
Je nach Gerät, bieten elektronische Thermostat-Köpfe eine Menge Möglichkeiten, die unterschiedlichen Räume, ihrer Funktion gemäß und im Einklang mit dem jeweiligen Tagesrhythmus der Hausbewohner, individuell zu programmieren. So können für jeden einzelnen Wochentag mehrere Heiz- und Absenkphasen mit einer Genauigkeit von bis zu 0,5 Grad bestimmt werden.

Die meisten Geräte verfügen bereits über voreingestellte Programme wie Urlaubs- oder Wochenendmodi, Nachtabsenkung, Frostschutzfunktion, eine rapide Absenkung der Heizleistung bei geöffneten Fenstern oder Türen usw. Es gibt mittlerweile auch Geräte mit integriertem Kalkschutzprogramm, welches dafür sorgt, dass der Thermostatkopf während der heizfreien Periode von Zeit zu Zeit bewegt wird, um einer Verkalkung des Ventils vorzubeugen.
Manche Ausführungen sind sogar so „schlau“, dass sie besondere Umstände, wie starke Sonneneinstrahlung oder Wind in ihrer Kalkulation mitberücksichtigen können.
Frei positionierbare Temperaturfühler
Ein wichtiger Vorteil vieler funkgesteuerter Systeme gegenüber einzeln programmierbaren Heizkörper-Thermostaten liegt darin, einen separaten Funk- oder Raumfühler an einer günstigeren Stelle im Raum zu platzieren. Dadurch werden Verfälschungen der Messergebnisse durch Zugluft in Fensternähe verhindert. Wenn man bedenkt, dass bereits minimale Temperaturabsenkungen ab einem Grad ungefähr 6 Prozent an Heizkosten einsparen können, ein nicht zu verachtender Vorteil.
So arbeitet ein Funk-Thermostat-System
1Worum es geht
Bei Systemen mit separatem Funk- oder Raumfühler meldet dieser die Raumtemperatur an die Zentrale; sie lässt den Thermostatkopf am Heizkörper nachregeln – unabhängiger von Zugluft oder Wärmestau direkt am Heizkörper.
2Worauf achten
Der frei platzierbare Fühler misst dort, wo Sie sich aufhalten – nicht in der warmen Luftschicht direkt über dem Heizkörper.

Heizungen sind nun kein Kinderspielzeug mehr
Für Familien mit Kleinkindern bietet die Heizungssteuerung per Funk ebenfalls einen großen Vorteil. Wird die Fernbedienung an einem für Kinder unzugänglichen Ort aufbewahrt, haben diese keine Möglichkeit mehr an der Heizung herumzuspielen, vorausgesetzt das gewählte Modell verfügt über eine Kindersicherung bzw. Bediensperre für die Thermostatköpfe.
Tür- und Fensterkontakte zur optimalen Kontrolle von Heizenergieverlusten
Durch Tür- und/oder Fensterkontakte können Heizverluste beim Lüften reduziert werden. Sobald ein mit Sensor ausgestattetes Fenster geöffnet wird, meldet der Kontakt den Status an das System. Je nach Modell wird die Heizung daraufhin automatisch abgesenkt und erst wieder hochgefahren, wenn der Sensor das Schließen des Fensters meldet.

Bedenkenlose Bewegungsfreiheit
Oft sind es nicht nur Fenster, die man zum Lüften öffnet, die für Energieverluste verantwortlich sind. Manchmal genügt schon das Herausbegleiten von Gästen bei geöffneter Wohnungstür oder die kurze Raucherpause auf dem Balkon, bei der man die Balkontür nicht vollständig schließt, weil man beispielsweise ein Gespräch mit einer im Wohnzimmer befindlichen Person fortführen will, um eine Heizung mit mechanischem Thermostat zu Höchstleistungen anzutreiben.
Grund hierfür ist, dass diese einfachen Thermostatköpfe lediglich in der Lage sind, eine bestimmte Temperatur zu halten. Kalte Luft bedeutet daher für diese mechanischen Thermostate, dass die Heizleistung erhöht werden muss, um die gewünschte Temperatur wiederherzustellen.
Programmierung der Heizkörper-Thermostate über den Computer oder das Smartphone
Denjenigen, die die Bedienung über die Fernbedienung immer noch als zu wenig komfortabel empfinden, bieten einige Hersteller die Möglichkeit, neue Heizprofile über das eigene Notebook oder das Smartphone zu definieren. Bei aktuellen Systemen übernimmt das eine Funkzentrale (Bridge) am Router zusammen mit der Hersteller-App; ältere Systeme nutzten dafür einen Funk-USB-Programmierstick und ein Programm am Computer. Herstellerübergreifende Smart-Home-Standards wie Matter erleichtern zunehmend die Kombination von Geräten verschiedener Anbieter.
Funk-Set oder smartes System?
Klassische Funk-Sets mit Fernbedienung oder Wandsender arbeiten lokal und ohne Internet – das genügt, wenn es vor allem um raumweise Zeitprogramme und einen frei platzierbaren Temperaturfühler geht. Wer die Heizung zusätzlich von unterwegs steuern, Auswertungen sehen oder Sprachassistenten nutzen möchte, greift zu einem smarten Thermostat-System mit App-Anbindung. Technisch sind die Übergänge fließend: Viele aktuelle Produkte sind Funk-Thermostate mit zusätzlicher Internet-Anbindung.
Drei Wege zur automatischen Heizungsregelung
Vom einzelnen programmierbaren Kopf bis zum vernetzten System – entscheidend sind Bedienkomfort und Budget.
Programmierbarer EinzelkopfEinstieg
Zeitprogramme direkt am Thermostatkopf, keine weitere Hardware nötig.
Geeignet fürEinzelne Räume mit festen Heizzeiten
Funk-Set mit FernbedienungBewährt
Frei platzierbarer Fühler, Fensterkontakte und zentrale Bedienung – lokal, ohne Internet.
Geeignet fürWohnungen und Häuser ohne Smart-Home-Ambitionen
Smartes System mit AppAnbieter prüfen
Steuerung von unterwegs, Auswertungen und Sprachassistenten über eine Funkzentrale am Router.
Geeignet fürHaushalte, die bereits Smart-Home-Technik nutzen
Kosten für funkgesteuerte Heizkörper-Thermostate
Funkgesteuerte Thermostatköpfe kosten aktuell meist 40 bis 100 Euro pro Heizkörper, einfache Modelle gibt es auch darunter. Fensterkontakte liegen bei etwa 20 bis 40 Euro; je nach System kommt einmalig eine Funkzentrale oder Bridge für rund 50 bis 100 Euro hinzu. Die günstigste Lösung ist es, die gewünschten Geräte in einem Set zusammen zu kaufen.
Wer einen oder mehrere alte Heizungsthermostate austauschen möchte, kann dies mit etwas handwerklichem Geschick sehr gut auch selbst machen. Wir… weiterlesen




