Heizungsmodernisierung Förderung

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Hier gibt es Unterstützung bei der Heizungsmodernisierung: Förderung und Finanzierung (Stand 2020)

Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com

Eine Heizungsmodernisierung lohnt sich in vielen Fällen, ob nun unter finanziellen oder ökologischen Gesichtspunkten. Allerdings sind dafür mitunter größere Investitionen nötig. Werden gleichzeitig weitere Umbaumaßnahmen wie eine Renovierung oder eine Dämmung in Angriff genommen, kann das das Budget so mancher Haushaltskasse weit übersteigen. Glücklicherweise bieten vor allem der Staat, aber auch private Unternehmen und Institutionen Förderungen und Unterstützung bei der Finanzierung an. Wer in ihren Genuss kommen will, muss einige Voraussetzungen erfüllen.

Für umweltfreundliche Heizungen gibt es Fördermittel
Für umweltfreundliche Heizungen gibt es Fördermittel

Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung

Derzeit befindet sich durch das im Herbst 2019 beschlossene Klimaschutzpaket einiges im Wandel. Zahlreiche bisherige Fördermöglichkeiten, die Sie weiter unten finden, sind nach wie vor gültig. Hinzu kommt eine Vielzahl an Neuregelungen, die 2020 sukzessive eingeführt werden sollen.

Dazu zählt etwa ein Verbot von Ölheizungen, die von 2026 an nicht mehr eingebaut werden dürfen, wenn in den Gebäuden eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist. Ein entsprechendes Gesetz ist in Vorbereitung. Um die Austauschrate zu erhöhen, wird es eine Austauschprämie mit einem Förderanteil von 40 Prozent für neuere, effizientere Heizsysteme geben.

Bereits beschlossen sind steuerliche Erleichterungen bei energetischen Sanierungen. Für jedes Wohnobjekt kann damit ein Förderbetrag von 20 Prozent der Aufwendungen im Laufe von drei Jahren von der Steuer abgesetzt werden – maximal bis zu 40.000 Euro. Interessenten müssen sich zwischen einer anderweitigen Förderung oder der steuerlichen Erleichterung entscheiden, beides zusammen geht nicht. Es lohnt sich also, die individuell lohnendere Option zu berechnen.

Die Förderprogramme der KfW und des BAFA sollen darüber hinaus 2020 zusammengeführt werden.

Umweltfreundlich heizen mit staatlicher Unterstützung
Umweltfreundlich heizen mit staatlicher Unterstützung

Heizungsmodernisierung: Förderungen des BAFA

Fördermittel BAFADas BAFA fördert den Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie den hydraulischen Abgleich am Heizsystem. Die Förderung wurde 2020 von Festbeträgen auf eine prozentuale Unterstützung umgestellt. So werden Solarkollektoranlagen in Neubauten mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten und Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert, wenn sie bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen. In bestehenden Gebäuden werden eine Vielzahl an weiteren Systemen wie etwa effiziente Wärmepumpeanlagen oder Hybridheizungen gefördert. Bei gleichzeitigem Austausch einer alten Ölheizung kann der Fördersatz auf bis zu 45 Prozent steigen. Eine ausführliche Übersicht über die BAFA-Förderung finden Sie in diesem Merkblatt.

Die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien ist immer vor Umsetzung der Maßnahme beziehungsweise dem Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Dies erfolgt ausschließlich online. Nach Durchführung der Maßnahme muss die Handwerkerrechnung in einem zweiten Schritt zusammen mit einem Formular eingereicht werden.

Für sparsame Heizungen gibt es Fördermittel
Für sparsame Heizungen gibt es Fördermittel
Tipp: Weitere Informationen sowie Einzelheiten zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten beim BAFA sind hier abrufbar. Informationen zum Antragsverfahren sind hier abrufbar.
Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Heizungsmodernisierung: Förderungen der KfW-Bankengruppe

Fördermittel KFW BankDie Konditionen der Förderprogramme der KfW-Bankengruppe sind 2020 noch einmal verbessert worden. Für Heizungsmodernisierer ist vor allem das Programm „Energieeffizient sanieren“ interessant. Mit dem Förderprodukt 151/152 werden sowohl Sanierungen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen (151), als auch Einzelmaßnahmen (152) gefördert. Dazu zählen neben der Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage unter anderem auch die Wärmedämmung oder die Erneuerung von Fenstern und Außentüren. Auch Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen können unter Umständen gefördert werden. Die Förderung wird in Form eines Kredites mit derzeit negativem effektivem Jahreszins (Stand Februar 2020) gewährt. Das heißt, dass eine geringere Summe zurückgezahlt werden muss als aufgenommen wurde. Beantragt werden können bis zu 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen beziehungsweise Maßnahmenpaketen oder 120.000 Euro pro Wohneinheit. Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) wird zudem ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung gewährt.

Alternativ können Privatpersonen auch die Förderung 430 (Energieeffizient sanieren) wählen, die nicht in Form eines Kredites, sondern eines Zuschusses gewährt wird. Für den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen nach dem APEE wird ein Zuschuss von 15 Prozent, maximal jedoch 7500 Euro pro Wohneinheit gezahlt.

Die KfW-Bankengruppe empfiehlt, vor der Antragstellung einen Energieberater zurate zu ziehen. Er prüft, ob die Voraussetzungen für eine Beantragung der Förderung gegeben sind. Darüber hinaus kann er fachmännisch beurteilen, ob sich gleichzeitig weitere Sanierungsmaßnahmen anbieten, die ebenfalls bezuschusst werden können. Seine Bestätigung über die erfüllten Voraussetzungen muss dem Antrag beigelegt werden. Ansprechpartner werden über die Internetseite der KfW vermittelt, können aber beispielsweise auch bei der Verbraucherzentrale erfragt werden.

Der geförderte Kredit wird über die Hausbank bei der KfW eingereicht. Für manches Institut wäre ein Kredit aus dem eigenen Hause lukrativer, doch sollten entsprechende alternative Angebote genau geprüft werden. In der Regel können sie mit den KfW-Konditionen nicht mithalten. Der Zuschuss dagegen wird online direkt bei der KfW beantragt. Dies muss auf jeden Fall vor Beginn der Sanierungsmaßnahme geschehen. Das Vorhaben sollte erst nach der Zusage der Förderung begonnen werden.

Die KfW fördert moderne Heizungen und Solaranlagen
Die KfW fördert moderne Heizungen und Solaranlagen
Tipp: Weitere Informationen sowie Einzelheiten zum Förderprogramm der KfW-Bankengruppe sind hier abrufbar.
Beim Einbau einer neuen Heizung können Steuervorteile eine gute Option sein
Beim Einbau einer neuen Heizung können Steuervorteile eine gute Option sein

Doppel-Förderung ist möglich

Wer Nägel mit Köpfen machen will und über das nötige finanzielle Polster verfügt, kann eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ins Auge fassen. Der Vorteil: die BAFA- und die KfW-Förderung können kombiniert werden. Darüber hinaus bietet die KfW einen Ergänzungskredit (167) speziell für Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien an. Nach Angaben der BAFA kann eine Heizungsmodernisierung dadurch komplett durch Kredit und Zuschuss finanziert werden. Die Summe aus dem Zuschuss des BAFA und dem Kredit der KfW darf allerdings nicht höher sein als die Kosten der Maßnahme.

Förderung für Heizungen: Günstige Kredite oder Steuervorteil
Förderung für Heizungen: Günstige Kredite oder Steuervorteil

Welche Förderung passt am besten zu meinem Vorhaben?

BAFA, KfW, Steuerbonus: Das Angebot an Unterstützungen ist groß, kann dadurch aber auf den ersten Blick auch verwirrend wirken. Anhand einer Beispielrechnung bringen wir Licht ins Dunkel. Sie kann aber nur exemplarisch sein, da die individuellen Faktoren jeder einzelnen Modernisierungsmaßnahme berücksichtigt werden müssen.

Angenommen, Max Mustermann möchte seine alte und ineffiziente Heizungsanlage mit Unterstützung des Staates gegen eine neue und klimafreundliche Holzpellet-Anlage austauschen. Er entscheidet sich für ein modernes Modell, das allerdings mit 20.000 Euro zu Buche schlägt. So viel Geld steht ihm zwar nicht zur Verfügung. Trotzdem kann er sich seinen Wunsch erfüllen, beispielsweise

  • durch BAFA- und KfW-Förderung:

    Kosten: 20.000 Euro

    abzüglich einem BAFA-Zuschuss von 45 Prozent (= 9.000 Euro), da eine alte Ölheizung durch eine moderne Biomasse-Anlage ersetzt wird

    Ergebnis: Verbleibender Eigenanteil: 11.000 Euro,

    finanziert über einen KfW-Ergänzungskredit (Programm 167): 11.000 Euro plus 480 Euro Zinsen über eine Laufzeit von 10 Jahren (bei aktuellem Zinssatz)

  • durch Steuerbonus:

    Kosten: 20.000 Euro

    abzüglich des Steuerbonus von 20 Prozent über drei Jahre, also 4.000 Euro

    Ergebnis: Verbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro

Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden
Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden

Weitere Anlaufstellen

Darüber hinaus gibt es weitere, zum Teil regionale oder zeitlich begrenzte Fördermaßnahmen und Finanzierungshilfen. Um sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zu verschaffen, bietet sich die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums an. Auch eine Anfrage bei der heimischen Kommune kann weitere Alternativen eröffnen. Durch den persönlichen Kontakt ist es außerdem meist möglich, mehr über die vor Ort ansässigen Fachunternehmen oder bereits in der Nachbarschaft durchgeführte Maßnahmen zu erfahren.

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