Heizungsmodernisierung Förderung

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Hier gibt es Unterstützung bei der Heizungsmodernisierung: Förderung und Finanzierung (Stand 2018)

Fördermittel
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Eine Heizungsmodernisierung lohnt sich in vielen Fällen, ob nun unter finanziellen oder ökologischen Gesichtspunkten. Allerdings sind dafür mitunter größere Investitionen nötig. Werden gleichzeitig weitere Umbaumaßnahmen wie eine Renovierung oder eine Dämmung in Angriff genommen, kann das das Budget so mancher Haushaltskasse weit übersteigen. Glücklicherweise bieten vor allem der Staat, aber auch private Unternehmen und Institutionen Förderungen und Unterstützung bei der Finanzierung an. Wer in ihren Genuss kommen will, muss einige Voraussetzungen erfüllen.

Heizungsmodernisierung: Förderungen des BAFA

Fördermittel BAFADas Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) wird der Einbau von thermischen Solaranlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen in Bestandsgebäuden sowie teilweise auch in Neubauten gefördert.

Die konkrete Förderhöhe hängt unter anderem von der gewählten Technik und dem Umfang der Maßnahme ab. Darüber hinaus bietet das BAFA verschiedene Boni an, die zusätzlich zur Basisförderung gewährt werden und miteinander kombiniert werden können, sofern die jeweiligen Voraussetzungen zur Gewährung erfüllt sind. So können jeweils 500 Euro zusätzlich ausgeschüttet werden, wenn ein alter Kessel gegen einen effizienten Brennwertkessel ausgetauscht wird und/oder die erzeugte Wärme geteilt, also einem Wärmenetz zur Verfügung gestellt wird.

Das BAFA fördert zudem den Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie den hydraulischen Abgleich am Heizsystem. Die Förderung beträgt 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten für damit im Zusammenhang stehende Leistungen, höchstens jedoch 25.000 Euro pro Standort.

Es wird ein Zusatzbonus von bis zu 20 Prozent auf die Förderung des Marktanreizprogramms (MAP) gewährt, wenn eine ineffiziente Heizung durch eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt oder durch Einbindung einer heizungsunterstützenden Solarthermie-Anlage modernisiert wird (sogenanntes Anreizprogramm Energieeffizienz, kurz: APEE). Außerdem kann ein einmaliger Investitionszuschuss in Höhe von 600 Euro für „notwendige Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz“ beantragt werden. Der Antrag muss im Rahmen des Antragsverfahrens für die MAP-Förderung gestellt werden. Eine ausführliche Übersicht über die BAFA-Förderung finden Sie in diesem Merkblatt.

Mit Beginn des Jahres 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme beziehungsweise dem Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Dies erfolgt ausschließlich online. Für Inbetriebnahmen im Jahr 2017 gilt eine Übergangsfrist: Sie können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen. Für Anlagen, für die 2017 der Auftrag erteilt beziehungsweise der Vertrag geschlossen wurde, müssen die Inbetriebnahme sowie die Antragstellung bis spätestens zum 30. September 2018 erfolgt sein.

Tipp: Weitere Informationen sowie Einzelheiten zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten beim BAFA sind hier abrufbar.

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Heizungsmodernisierung: Förderungen der KfW-Bankengruppe

Fördermittel KFW BankAuch die KfW-Bankengruppe fördert verschiedene Umbaumaßnahmen. Für Heizungsmodernisierer ist vor allem das Programm „Energieeffizient sanieren“ interessant. Mit dem Förderprodukt 151/152 werden sowohl Sanierungen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen (151), als auch Einzelmaßnahmen (152) gefördert. Dazu zählen neben der Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage unter anderem auch die Wärmedämmung oder die Erneuerung von Fenstern und Außentüren. Auch Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen können unter Umständen gefördert werden. Die Förderung wird in Form eines Kredites mit 0,75 Prozent effektivem Jahreszins (Stand April 2018) gewährt. Beantragt werden können bis zu 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen beziehungsweise Maßnahmenpaketen oder 100.000 Euro pro Wohneinheit. Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) wird zudem ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung gewährt.

Alternativ können Privatpersonen auch das Förderprodukt 430 (Energieeffizient sanieren) wählen, das nicht in Form eines Kredites, sondern eines Zuschusses gewährt wird. Für den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen nach dem APEE wird ein Zuschuss von 15 Prozent, maximal jedoch 7500 Euro pro Wohneinheit gezahlt.

Die KfW-Bankengruppe empfiehlt, vor der Antragstellung einen Energieberater zurate zu ziehen. Er prüft, ob die Voraussetzungen für eine Beantragung der Förderung gegeben sind. Darüber hinaus kann er fachmännisch beurteilen und beraten, ob sich gleichzeitig weitere Sanierungsmaßnahmen anbieten, die ebenfalls bezuschusst werden können. Seine Bestätigung über die erfüllten Voraussetzungen muss dem Antrag beigelegt werden. Ansprechpartner werden über die Internetseite der KfW vermittelt, können aber beispielsweise auch bei der Verbraucherzentrale erfragt werden.

Der geförderte Kredit wird über die Hausbank bei der KfW eingereicht. Für manches Institut wäre ein Kredit aus dem eigenen Hause lukrativer, doch sollten entsprechende alternative Angebote genau geprüft werden. In der Regel können sie mit den KfW-Konditionen nicht mithalten. Der Zuschuss dagegen wird online direkt bei der KfW beantragt. Dies muss auf jeden Fall vor Beginn der Sanierungsmaßnahme geschehen. Das Vorhaben sollte erst nach der Zusage der Förderung begonnen werden.

Tipp: Weitere Informationen sowie Einzelheiten zum Förderprogramm der KfW-Bankengruppe sind hier abrufbar.

Doppel-Förderung ist möglich

Wer Nägel mit Köpfen machen will und über das nötige finanzielle Polster verfügt, kann eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ins Auge fassen. Der Vorteil: die BAFA- und die KfW-Förderung können kombiniert werden. Darüber hinaus bietet die KfW einen Ergänzungskredit (167) speziell für Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien an. Nach Angaben der BAFA kann eine Heizungsmodernisierung dadurch komplett durch Kredit und Zuschuss finanziert werden. Die Summe aus dem Zuschuss des BAFA und dem Kredit der KfW darf allerdings nicht höher sein als die Kosten der Maßnahme.

Weitere Anlaufstellen

Darüber hinaus gibt es weitere, zum Teil regionale oder zeitlich begrenzte Fördermaßnahmen und Finanzierungshilfen. Um sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zu verschaffen, bietet sich die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums an. Auch eine Anfrage bei der heimischen Kommune kann weitere Alternativen eröffnen. Durch den persönlichen Kontakt ist es außerdem meist möglich, mehr über die vor Ort ansässigen Fachunternehmen oder bereits in der Nachbarschaft durchgeführte Maßnahmen zu erfahren.

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