Wärmepumpe Förderung

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Förderung von Wärmepumpen (Stand 2016)

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Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Erneuerbare Energien sind teuer! Anders, als bei fossilen Energieträgern ist die Energiequelle zwar kostenlos, dafür verursacht ihre Erschließung hohe Kosten. Um Erdreich, Grundwasser oder Luft anzuzapfen, ist eine spezielle Technik nötig – eine teure Technik. Klimaschutz und Umweltaspekte fordern jedoch ein Umdenken in Sachen Energieversorgung. Ein Gedankenwandel, der angesichts der schwindenden Reserven fossiler Energieträger nicht nur sinnvoll ist, sondern auch gefördert wird. Die Regierung hat dazu Anreizprogramme geschaffen, die es lohnenswert machen, regenerative Energien im Strom- und Heizbereich zu forcieren. Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erfüllen, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Wärmeenergie zu 14 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, setzt der Staat auf eine entsprechende Förderung ebendieser Quellen. Die staatliche Förderung im Bereich der Wärmepumpentechnik ist dabei nur eine Möglichkeit, die hohen Investitionskosten für den Bauherrn attraktiver zu gestalten. Auch andere Geldquellen lassen sich nutzen und machen Wärmepumpen dabei zu einer interessanten Alternative.

Wärmepumpe Absatzzahlen Wärmepumpe
Wärmepumpe sind beliebt – Absatzzahlen für Wärmepumpen, Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe

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So fördert der Staat die Wärmepumpe

Fördermittel BAFAWärmepumpenprojekte werden seit dem 01. Januar 2011 nur noch bedingt gefördert. Kam vor diesem Stichtag noch jede Wärmepumpe in den Genuss einer Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), so sind die Anforderungen seither gestiegen. War bislang die Jahresarbeitszahl (JAZ) für die Förderungswürdigkeit und die Höhe der Förderung ausschlaggebend, so ist seit 1. Januar 2012 nun der COP-Wert (Coefficient of Perfomance) der Wärmepumpe entscheidend. Dieser Wert wird unter standardisierten Laborbedingungen von einem unabhängigen Institut ermittelt und Pumpen mit dem so genannten EHPA-Gütesiegel versehen. Hierdurch wird die Leistung von Wärmepumpen im breit gefächerten Angebotsdschungel für den Bauherren einfacher vergleichbar und eine mögliche Förderung sofort ersichtlich.

Die Höhe der Förderung setzt sich zusammen aus der pauschalen Förderung, der so genannten Basisförderung, die sich nach der Größe und Art der Anlage richtet. Für Luft/Wasser-Wärmepumpen gibt es eine Mindest-Förderung von pauschal 1.300 Euro. Für leistungsgeregelte und/oder monovalenten Wärmepumpen sind es mindestens 1.500 Euro. Elektrisch betriebene Wasser/Wasser- oder Sole/Wasser-WP, Sorptions-WP und alle Arten von gasbetriebenen Wärmepumpen werden mit mindestens 4.500 Euro gefördert.

Zur Basisförderung hat die BAFA überdies ein spezielles Bonusprogramm ins Leben gerufen. Gezahlt wird hierbei, neben der Basisförderung für Wärmepumpen, ein so genannter Kombinationsbonus von 500 Euro, wenn neben der Wärmepumpe auch Solarkollektoren zum Einsatz kommen. 500 Euro extra gibt es auch, wenn ein neuer Pufferspeicher für die Anlage angeschafft wird, der mindestens 30l/kW fasst. Wird die Wärmepumpentechnik in einem Wohngebäude installiert, dass die Werte der Energiesparverordnung um mindestens 30 Prozent unterschreitet, gibt es einen zusätzlichen Effizienzbonus in Höhe von 0,5 x der Basisförderung!

Kombinations- und Effizienzbonus werden dabei zusätzlich zur Basisförderung gewährt und lassen sich miteinander kombinieren. Gefördert wird allerdings nur dort, wo die Wärmepumpe in ein bereits bestehendes Heizsystem integriert wird. Für Neubauten, die auf die Wärmepumpentechnik setzen wollen, gibt es keine Förderung! Es sei denn, die Wärmepumpe weist eine Leistung von mehr als 100 kW auf, was in der Einfamilienhaus-Sparte allerdings kaum der Fall ist.

Tipp: Die vollständige Übersicht der BAFA-Förderung finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Hier gibt es weitere Förderungen für Wärmepumpenanlagen

Fördermittel KFW BankNeben der staatlichen Förderung lassen sich auch noch andere Quellen anzapfen, die zusätzlich zur Basisförderung der BAFA den Bau einer Wärmepumpenanlage forcieren. Allen voran die Förderprogramme der KfW-Bank. Hier kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage, die je nach Anlass sogar Wärmepumpen in Neubauten fördern, die sonst nicht in den Genuss der staatlichen Förderung kommen. Etwa durch das Kreditprogramm für Energiesparendes Bauen. Für Modernisierung und Sanierung an Bestandsbauten kommen ebenfalls zinsgünstige Kreditvergaben durch die KfW-Bank zum Tragen. Je nach Art und Umfang des Vorhabens kann zusätzlich noch ein Zuschuss für das geplante Vorhaben beantragt werden. Eine weitere Möglichkeit, nicht die gesamte Last der Investitionen auf den Schultern des Bauherren zu belassen, bieten überdies auch einige Energielieferanten an. Viele Energieunternehmen bieten Betreibern spezielle Stromtarife für Wärmepumpen an. Daneben gibt es aber auch Energielieferanten, die ihren Kunden den Bau einer Wärmepumpenanlage durch entsprechende Anreize schmackhaft machen.

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