Gaspreise Zusammensetzung

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Zusammensetzung der Gaspreise

Die Gaspreise, die die Endverbraucher für eine kWh Erdgas zahlen müssen, setzen sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen. Für die Preisentwicklung ist letztendlich aber vor allem der Einkaufspreis für Erdgas an den Rohstoffmärkten entscheidend. Durch einen verstärkten Wettbewerb unter den Gasanbietern ergeben sich Einsparpotenziale für Verbraucher.

Gaspreise © FedotovAnatoly, stock.adobe.com
Gaspreise © FedotovAnatoly, stock.adobe.com

Zusammensetzung der Gaspreise im Detail

Die Gaspreise, die die Endverbraucher zahlen müssen, setzen sich im Großen und Ganzen aus drei verschiedenen Posten zusammen:

  • Steuern und Abgaben
  • Gebühren zur Netznutzung
  • Produktion und Import

Alle drei Posten bestehen jeweils aus mehreren Einzelposten zusammen.

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Steuern, Abgaben und Umlagen

Der Anteil der Steuern, Abgaben und Umlagen, die im Endverbraucher-Preis für Erdgas enthalten sind, belaufen sich Anfang 2022 auf rund 25 % Prozent. Im Endpreis sind enthalten:

  • Mehrwertsteuer
  • Erdgassteuer
  • Förderabgaben
  • Konzessionsabgaben

Bei den Konzessionsabgaben handelt es sich um Abgaben der Erdgasanbieter an Gemeinden. Diese Abgaben werden unter anderem für die Nutzung von Flächen notwendig, auf denen zum Beispiel Gasleitungen gebaut werden sollen.

Der Gaspreis wird von vielen Faktoren beeinflusst

Netznutzung

Kosten für die Netznutzung werden in zwei Bereichen fällig. Zum einen die Nutzung überregionaler Netze zur Verteilung des Erdgases innerhalb von Deutschland. Die Kosten der überregionalen Verteilung bilden den weitaus kleineren Anteil der Netznutzungskosten. Der zweite Bereich, in dem Kosten für Netznutzung anfallen, ist die Nutzung der regionalen Gasnetze der Grundversorger. Der Anteil der Kosten für die regionale Verteilung ist der weitaus größere von beiden Posten. Insgesamt beläuft sich der Anteil der Kosten für Netznutzung damit auf rund 27 Prozent des Gesamt-Bruttopreises

Erzeugung, Import und Lieferung

Der Posten für die Erzeugung und Lieferung des Erdgases ist der größte im Gaspreis. Je nachdem, wo und wie die Gasversorger Ihr Gas einkaufen, variiert der Kostenanteil. Durch die Steigerungen der Gaspreise an den internationalen Börsen liegt der Anteil dieses Faktors Anfang 2022 bei über 60 %. Der größte Teil des Erdgases, das in Deutschland verkauft wird, muss importiert werden.

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Preisgestaltung der Gasanbieter

Aufgrund der geringen Erdgasvorkommen in Deutschland sind die Erdgasanbieter sehr stark von der Preisgestaltung ausländischer Erdgasförderer abhängig. Deren Preise sind zu großen Teilen an die Erdölpreise gekoppelt. Steigen die Preise für Erdöl, steigen durch diese Koppelung automatisch mit einer bestimmten zeitlichen Verzögerung auch die Preise für Erdgas: unabhängig von den tatsächlichen Förderkosten.

Im Frühjahr 2010 schränkte der Bundesgerichtshof die Auswirkungen der Ölpreisbindung für Endverbraucher zwar ein. Deutsche Gasversorger dürfen seitdem ihre Preise nicht mehr ausschließlich an den Ölpreis koppeln. Gleichzeitig dürfen sie bei einem Anstieg der Ölpreise die Gaspreise nicht mehr automatisch anheben, ohne ihren Kunden ein Sonderkündigungsrecht einzuräumen.

Neuer Wettbewerb auf dem Gasmarkt

Durch diese Neu-Regelung wurde den Kunden ein Anbieterwechsel bei Preisanstiegen erleichtert und es konnte ein Wettbewerb unter den Gasanbietern entstehen. Während früher häufig langfristige Verträge zwischen Gaslieferanten und Energieversorgern geschlossen wurden, hat sich der Handel zunehmend an Börsen bzw. Hubs verlagert. Hier bestimmen in erster Linie Angebot und Nachfrage.Dies hat auch zu dem enormen Anstieg der Gaspreise Anfang 2022 geführt, die angesichts des Ukraine-Kriegs und der damit drohenden Gefahr einer Verknappung von Gas zu einer Erhöhung der Preise um knapp 100 % geführt hat.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Gasmarkt lohnt es sich daher in jedem Fall, einen Anbieter-Vergleich zu machen. Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern sind zum Teil enorm.

Gaszähler © ghazii, fotolia.com
Gaspreise

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