Gastarife – Welcher Gastarif ist der Richtige?
Ähnlich wie auf dem Strommarkt hat auch bei der Gasversorgung die Liberalisierung des Marktes zu einer hohen Anzahl an Anbietern geführt. Regional haben Kunden mittlerweile im Durchschnitt die Wahl aus über 100 Gasanbietern. Die Menschen sind nicht mehr auf die großen Grundversorger angewiesen, auch wenn diese weiterhin eine bedeutende Rolle auf dem Energiemarkt spielen. Häufig hält gerade die Konkurrenz der kommunalen Grundversorger günstigere Angebote für die Verbraucher bereit. Ein Vergleich lohnt sich also!
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Tarifvergleich lohnt sich: zwischen Grundversorger und günstigen Anbietern liegen oft mehrere hundert Euro im Jahr.
- Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auf Laufzeit, Kündigungsfrist, Preisgarantie und Bonusregeln.
- Vorsicht bei Vorauskasse-Tarifen und spät gutgeschriebenen Boni – hier drohen Fallstricke.

Gastarifrechner:
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Günstiger Gastarif – zufriedene Verbraucher
Inzwischen bieten pro Region deutlich mehr Anbieter ihre Tarife an als noch vor ein paar Jahren. Besonders in größeren Städten hat der Kunde die Qual der Wahl
Mit dem Wechsel zu einem günstigen Gasanbieter verbleiben am Ende des Jahres bis zu einigen hundert Euro mehr in der Haushaltskasse – je größer der Verbrauch, desto mehr lässt sich sparen! Denn meist handelt es sich bei den großen Grundversorgern um recht teure Anbieter – dabei gibt es mittlerweile zahlreiche, günstigere Alternativen.
Mit dem kostenlosen Gastarif-Rechner lässt sich ein Gastarif-Vergleich spielend einfach durchführen, man muss lediglich die Postleitzahl sowie den jährlichen Verbrauch eingeben. Übersichtlich werden die im Rechner gelisteten Angebote mit wichtigen Tarifinformationen angezeigt. Prüfen Sie zusätzlich Filtereinstellungen und vergleichen Sie bei größeren Abweichungen direkt beim Anbieter.

Experten raten zum Vergleich: Gastarife mit Sparfaktor warten
Viele Anbieter warten mit günstigen Angeboten und Tarifen auf, mit denen interessierten Verbrauchern ein Wechsel schmackhaft gemacht werden soll. Um einen günstigeren Tarif zu finden, muss man seinen eigenen Gasverbrauch kennen. Der Verbrauch wird am Gaszähler in Kubikmetern angegeben und erscheint auf der Gasrechnung in Kilowattstunden umgerechnet. Der Gaspreis setzt sich aus zwei Elementen zusammen: Dem verbrauchsunabhängigen Grundpreis und dem Arbeitspreis, d.h. dem Preis pro Kilowattstunde, welcher aus dem Gasverbrauch in Kubikmeter errechnet wird.
Viele Menschen hegen die Befürchtung, mit dem Wechsel zu einem kleinen, relativ unbekannten Anbieter sei ihre Gasversorgung schlimmstenfalls in Gefahr. Diese Sorge ist unbegründet, die Energieversorgung bleibt auch bei einem Anbieterausfall gewährleistet. Fällt ein Lieferant aus oder scheitert die Zuordnung, springt der örtliche Grundversorger zunächst als Ersatzversorger ein; diese Ersatzversorgung ist gesetzlich geregelt und läuft maximal drei Monate. Ein Anbieterwechsel führt deshalb nicht dazu, dass Ihr Gasanschluss plötzlich ohne Belieferung bleibt.

So bekommt man den besten Gastarif
Der Preis eines Gastarifs ist eine wesentliche Sache. Jedoch sollte man seinen Vergleich nicht nur auf die Kosten beschränken, sondern auch die jeweiligen Vertragsklauseln der verschiedenen Anbieter und Tarife im Auge behalten. Prüfen Sie vor allem diese Punkte:
Daran erkennen Sie einen guten Gastarif
Gut zu wissen: Bei Verbraucherverträgen, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, verlängert sich ein Gasvertrag nach der Mindestlaufzeit unbefristet und ist dann jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar (§ 309 Nr. 9 BGB). Die anfängliche Vertragslaufzeit darf höchstens zwei Jahre betragen. Ältere Verträge können sich dagegen noch um ein ganzes Jahr verlängern – hier lohnt ein Blick in die Vertragsunterlagen.
Tarife mit langen Vertragslaufzeiten locken zwar häufig mit günstigen Konditionen, allerdings verliert man hierbei als Verbraucher unter Umständen die notwendige Flexibilität, um auf Veränderungen des Marktgeschehens entsprechend reagieren zu können. Dies sollte im Vorfeld stets bedacht sein!
Preisgarantien können bei schwankenden Gaspreisen eine Zeit lang für konstante Rechnungen sorgen. Nach Ablauf der Preisbindung kann der Anbieter die Preise – soweit vertraglich und gesetzlich zulässig – anpassen; bei Preisänderungen haben Verbraucher in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Tarife mit Vorauskasse sollten sehr kritisch betrachtet werden – bei einer Insolvenz des Anbieters sind diese Vorauszahlungen weg.
Biogas und Klimagas als Alternativen

Ähnlich wie beim Ökostrom kann auch Gas aus ressourcenschonender Gewinnung bzw. mit Umweltaufschlag bezogen werden. Bei sogenannten Klimatarifen werden kleine Aufschläge genutzt, um das Geld in Umwelt- und Klimaschutz-Projekte zu investieren. Bei Biogas handelt es sich um eine regenerative Energiequelle. In Biomasse-Anlagen, wie sie inzwischen viele Kommunen gebaut haben, wird das Biogas im Gärungsprozess aus der Biomasse gewonnen. Als Biomasse dienen pflanzliche oder tierische Abfallprodukte, aber auch eigens dafür angebaute Pflanzen.

Ob Biogas- oder Klimagas-Tarife günstiger sind, hängt stark vom Anbieter, vom Biomethananteil und von den Filtereinstellungen im Vergleichsrechner ab. Mit dem Gastarifrechner lässt sich die Verfügbarkeit entsprechender Angebote prüfen; achten Sie zusätzlich darauf, ob es sich um echtes Biomethan, Beimischung oder reine CO₂-Kompensation handelt.
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Vorsicht: die Tricks der Energieversorger
Manche Tarife und Vertragsklauseln haben ihre Tücken, auf die man als Verbraucher gefasst sein sollte. Daher empfiehlt sich grundsätzlich: Nicht nur auf die Werbung vertrauen und stets alle relevanten Vertragsbestandteile beachten. Nicht selten sehen die Vertragsbedingungen vor, den zuvor angepriesenen Bonus erst nach einer Laufzeit von bspw. 12 Monaten gutzuschreiben – was viele verunsicherte Verbraucher dann davon abhält, den Vertrag zu kündigen und in einen anderen, möglicherweise günstigeren Tarif zu wechseln, damit sie ihren Bonus nicht gefährden.
Vorsicht: typische Tarif-Fallen
- Bonus wird spät gutgeschriebenNeukundenboni gibt es oft erst nach zwölf Monaten – genau dann greift häufig die automatische Vertragsverlängerung.
- Vorauskasse-TarifeWird im Voraus bezahlt, ist das Geld bei einer Insolvenz des Anbieters meist verloren.
- Teure PreisgarantieManche Garantie-Tarife liegen über dem Marktniveau und gelten nicht für alle Preisbestandteile.

Und genau in dieser Zeit findet die automatische Vertragsverlängerung statt. Teilweise liegen die Kosten für Tarife mit Preisgarantie über dem aktuellen Marktniveau – die Versorger spekulieren auf die Angst der Verbraucher vor rasanten Preissteigerungen. Allerdings ist der Gaspreis starken Schwankungen unterworfen, d.h. er kann phasenweise auch fallen. In solchen Zeiten kann ein Tarif mit festem Gaspreis die teurere Alternative sein. Jedoch lässt sich das Marktgeschehen kaum vorhersagen. Empfehlungen sind daher immer mit Vorsicht zu genießen. Manche Preisgarantien beziehen sich auch nicht auf die gesamte Vertragslaufzeit.

Oft sinnvoll ist ein Tarif mit kurzer Mindestvertragslaufzeit und klar geregelter Preisgarantie. Prüfen Sie aber, welche Preisbestandteile die Garantie umfasst; staatliche Abgaben, Umlagen oder Netzentgelte können je nach Vertrag ausgenommen sein.
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