Ökostrom Anbieter

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Ökostrom-Anbieter

Die Ökostrom-Branche befindet sich nach wie vor im Aufwind, auch wenn die Kunden vielleicht nicht mehr ganz so zahlreich zu entsprechenden Anbietern wechseln wie in den Monaten nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. An den Wechselgründen hat sich unterdessen wenig geändert. Der Wunsch nach umweltfreundlich erzeugter Energie, der Schutz der Natur und des Menschen sowie die zunehmend stärker schwindenden fossilen Ressourcen sind für viele Motivation genug, sich über die Angebote alternativer Energieversorger zu informieren.

Ökostrom © Eisenhans , stock.adobe.com
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Die Auswahl ist mittlerweile groß und Ökostrom-Tarife müssen nicht teurer sein als Strom aus Atomkraftwerken oder fossilen Brennstoffen. Bei der Recherche in Internet-Vergleichsportalen können sich Verbraucher innerhalb weniger Minuten einen unverbindlichen Marktüberblick verschaffen, die Ergebnisse nach ihren Wünschen filtern und beispielsweise reine Ökostrom-Tarife finden. Die Beurteilung der Leistung ist schwieriger, zumal der Begriff „Ökostrom“ nicht verbindlich definiert ist.

Achten Sie darauf, dass der Ökostrom wirklich nachhaltig erzeugt wird
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Wollen Verbraucher mit ihrem Wechsel etwas bewirken, bietet die Übersicht des Portals EcoTopTen eine erste gute Orientierung. Der Betreiber der Seite ist das Freiburger Öko-Institut. Es präsentiert über 30 Ökostromanbieter und über 100 teils bundesweit buchbare Ökostromtarife mit einem echten ökologischen Mehrwert (Stand: August 2019).

Der Mehrwert kann zum Beispiel in der Verpflichtung zum Bau umweltfreundlicher Kraftwerke bestehen. Allerdings zählen unter anderem Angebote von einigen der großen Energiekonzerne dazu. Auch wenn ein Tarif unter Umweltgesichtspunkten empfehlenswert ist, könnte sich manch ein Verbraucher daran stören, diese Konzerne indirekt zu unterstützen. Eine Alternative sind Energieversorger, die ausschließlich Ökostrom anbieten und unabhängig sind. Die wichtigsten bundesweit tätigen Anbieter in Deutschland stellen wir hier kurz vor.

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Lichtblick

LichtBlickLichtblick wurde 1998 gegründet und ist seit 1999 am deutschen Strommarkt aktiv. Das Unternehmen gehört mit mittlerweile etwa einer Million Kunden zu den größten unabhängigen Stromanbietern. Eigentümer des Ökostromanbieters ist ein Konsortium rund um den Mischkonzern Mitsubishi aus Japan und der gelieferte Strom stammt laut Angaben von LichtBlick zu 100 Prozent aus deutscher Wasserkraft. LichtBlick besitzt bei der Ökostrom-Lieferung eine Zertifizierung durch den TÜV Nord. Der Zertifizierung liegt eine jährliche Prüfung zugrunde, bei der laut Angaben des Unternehmens „die anspruchsvollen Kriterien des ok-power-Labels vom WWF, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und des Öko-Instituts“ berücksichtigt werden. Ebenfalls laut eigener Angaben schützt LichtBlick pro Kunde und Monat einen Quadratmeter Regenwald in Ecuador.

Weitere Informationen zu der LichtBlick AG

Naturstrom

NaturstromDie 1998 gegründete Naturstrom AG ist eine Aktiengesellschaft mit nicht an der Börse gehandelten Aktien. Sie nennt sich selbst „Bürger-Energiegesellschaft in Form einer Aktiengesellschaft“ und achtet darauf, „dass kein fremdes Unternehmen Einfluss auf NATURSTROM erhält“. Über 50 Prozent der Aktien befinden sich in den Händen von mehr als 1.400 Kleinaktionären. Der größte Einzelaktionär ist die eco eco AG, die knapp 25 Prozent der Aktien hält. Die Naturstrom AG gilt als einer der Pioniere der Branche. Sie ging 1999 als einer der ersten unabhängigen Händler für Ökostrom in Deutschland an den Start. Aktuell beliefert Naturstrom über 230.000 Privatkunden und etwa 20.000 Geschäftskunden. Laut eigener Angaben gibt es bei der Naturstrom AG 100 Prozent „Ökostrom aus deutscher Wasser- und Windkraft“. Das Unternehmen investiert pro verbrauchter Kilowattstunde einen Cent für den Bau neuer Öko-Energieanlagen. Strom der Naturstrom AG erfüllt alle Anforderungen des Grüner Strom Label e.V. sowie des TÜV Nord.

Weitere Informationen zu der Naturstrom AG

EWS Schönau

EWS SchönauDie Historie der ElektrizitätsWerke Schönau ist ungewöhnlich. Die eingetragene Genossenschaft ist aus der Anti-Atomkraft-Bewegung hervorgegangen und übernahm bereits 1997 das Stromnetz der baden-württembergischen Stadt Schönau. Zu den Leitlinien der Genossenschaft, hinter der 2019 über 8.000 unabhängige Gesellschafter standen, gehören unter anderem die Demokratisierung der Stromerzeugung, Energiegerechtigkeit sowie bürgerliches Engagement. Derzeit zählen die EWS über 185.000 Stromkunden.

Laut eigener Angaben der EWS Schönau kommt der Ökostrom der Genossenschaft zu 100 Prozent aus „klimaschonenden Erneuerbaren Energien“ sowie „zu über 70 % aus Neuanlagen nach den Kriterien des Öko-Instituts“. Ebenfalls laut eigener Angaben beziehen die EWS Schönau „Wasserkraft und Windkraft von unabhängigen Anbietern aus Skandinavien, Deutschland und Österreich“. Jährlich überprüft der TÜV Nord die Stromherkunft und den Strommix. Ein Teil des Geldes, das Kunden für Ökostrom der EWS Schönau zahlen, fließt ins Förderprogramm „Sonnencent“.

Weitere Informationen zu den ElektrizitätsWerke Schönau

Greenpeace Energy

Greenpeace EnergyGreenpeace Energy ist genossenschaftlich organisiert und wurde – wie die anderen großen reinen Ökostrom-Anbieter – bereits in den 1990er-Jahren gegründet. Damals suchte Greenpeace einen Stromversorger, der den hohen Ansprüchen der Organisation gerecht wird. Da man keinen fand, nahm man sein Schicksal selbst in die Hand. Heute zählt der Energieversorger über 26.000 unabhängige Genossenschaftsmitglieder sowie etwa 173.000 Strom- und Gaskunden, von denen rund 13.000 Geschäfts- und Industriekunden sind. Bei der bundesweiten Stromversorgung von Privat- und Geschäftskunden liefert Greenpeace Energy zu 53,4 Prozent Strom aus Windkraft und zu 46,6 Prozent Strom aus Wasserkraft. Seit 2004 prüft der TÜV Nord jährlich, ob Greenpeace Energy anspruchsvolle Ökostrom-Kriterien einhält. Zusätzlich kontrolliert die OmniCert GmbH solche Kriterien seit 2012.

Weitere Informationen zu der Greenpeace Energy eG

Polarstern

Polarstern EnergiePolarstern nimmt unter den reinen Ökostrom-Anbietern eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern ging das Unternehmen erst 2011 an den Start, also nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Gegründet wurde es durch drei junge Männer aus München, die unter anderem durch ein Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt wurden. Polarstern versteht sich als ein wertegeführter Teil der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung.

Erzeugt wird der Polarstern-Strom ausschließlich durch deutsche Wasserkraftwerke, mit denen Lieferverträge geschlossen wurden. Einen Zukauf über die Strombörse schließt das Unternehmen kategorisch aus. Der Ökostrom-Tarif von Polarstern wird jährlich vom TÜV Nord zertifiziert und trägt darüber hinaus das Grüner-Strom-Label für eine echte Energiewendeförderung. Das Unternehmen wurde laut eigener Angaben zudem „mehrfach zertifiziert als kundenfreundlichster Energieversorger“. Zusätzlich zu der mit dem Label verbundenen Förderung von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung in Ländern wie Deutschland fördert Polarstern entsprechende Projekte in Entwicklungsländern wie Kambodscha.

Weitere Informationen zu der Polarstern GmbH

Ökostromerzeugung © visdia, stock.adobe.com
Was ist Ökostrom

Ökostrom – Die grüne Alternative Der Ökostromanteil am bundesdeutschen Strom-Mix ist seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen. Gemeinhin wird mit Ökostrom Energie aus… weiterlesen

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