Stromverbrauch

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Stromverbrauch in Deutschland

Stromverbrauch
Stromverbrauch © P.C., fotolia.com

Nach vielen Jahren des Anstiegs erstmals 2008 der Stromverbrauch bundesweit zurückgegangen ist. Die Industrie hat infolge neuer Technologien, aber vor allem auch auf Grund der Wirtschaftskrise zu diesem Rückgang begetragen – mehr als 46 % des landesweiten Stromverbrauchs entfallen momentan auf die industrielle Produktion.

Rund 26% gehen auf das Konto der privaten Haushalte, dem zweitgrößten Verbraucher in diesem Land. Den Rest teilen sich Gewerbetreibende, Einrichtungen des öffentlichen Lebens, der Verkehr sowie die Landwirtschaft.

Im Jahr 2013 wurde in Deutschland eine Bruttostrommenge von über 596 Milliarden kWh verbraucht. Zirka 25% des erzeugten Stroms wurde von erneuerbaren Energiequellen geliefert.

Verbrauchergruppen Stromverbrauch
Verbrauchergruppen Stromverbrauch © Bild: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

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Stromverbrauch im Haushalt: Daten und Fakten

Etwa ein Viertel des Stromverbrauchs in Deutschland entfällt auf die privaten Haushalte – mit steigender Tendenz. Wieviel Strom verbraucht ein typischer Haushalt? Die folgende Tabelle gibt Aufschluß über die Durchschnittsverbräuche:

Haushaltsgröße in Personen    Stromverbrauch in kWh pro Jahr (gerundet)
1 1800-2000
2 3000-3400
3 4000-4300
4 4600-5100
5 5300-6100
6 5800-7100

Ab zwei Personen steigt die jährlich verbrauchte Energie also um fast 1000 kWh. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte, die sich auch anders darstellen können, wenn bspw. nach dem Vorhandensein von Durchlauferhitzern oder der Wohnungs- bzw. Hausgröße sortiert würde.

Die nächste Grafik gibt Aufschluß über die durchschnittliche Verteilung des Stromverbrauchs innerhalb eines Haushaltes:

Stromverbrauch Haushalt Aufteilung
Stromverbrauch Verwendung im Haushalt © Bild: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Hier zeigen sich die großen Energieverbraucher: Kühlschrank, Trockner & Co. Dabei gilt, je neuer und moderner, desto weniger Energie wird zum Betrieb benötigt. Am besten ist, wenn man gleich bei der Anschaffung auf die obligatorischen Energielabels achtet, die den relativen Verbrauch des Gerätes innerhalb seiner Klasse kennzeichnen – Geräte mit einem A++ oder A+++ sind zwar bei der Anschaffung etwas teurer, sparen dafür aber während des Betriebes Energie und somit Geld.

Der Energieverbrauch insbesondere der privaten Haushalte ist nicht einheitlich, sondern hat Höhen und Tiefen: Während der Stromverbrauch in der Nacht naturgemäß niedriger ist, gibt es am Tage Hochzeiten zwischen 7 und 14 Uhr sowie in den späten Nachmittags und Abendstunden.

Die Stromanbieter sind mittlerweile verpflichtet, zeit- bzw. lastvariable Stromtarife anzubieten. Hinter diesen Bemühungen steckt der Wunsch, dass viele Verbraucher einen günstigen Nachttarif wählen, um in dieser Zeit bspw. die Waschmaschine oder den Trockner laufen lassen, womit der Energiebedarf auf eine ausgeglichenere Verteilung zuliefe.

Standby – der heimliche Stromfresser

Stand-by-Verbrauch reduzieren
Stand-By Stromverbrauch kostet unnötig Geld © Bild: dena

Von vielen Menschen wird der Stromverbrauch ihrer elektrischen Geräte im Standby-Modus als zu vernachlässigen angesehen. Dabei wird meist übersehen, dass sich in der Summe die Kilowattstunden unnötiger Energie sammeln und anhäufen:

Laut Experten ließen sich bis zu 100 Euro und mehr pro Jahr im Haushalt einsparen, würden elektrische Geräte bei Nichtgebrauch konsequent vom Stromnetz genommen. Dieser Apell richtet sich aber auch an die Hersteller, die diese vermeidbare Eigenschaft nicht beseitigen oder zumindest den dabei benötigten Strom reduzieren.

Eine neue EU-Verordnung aus dem Jahre 2010 hat diesen Umstand aufgegriffen und schreibt den Herstellern von Kaffeemaschine, Fernseher und Co nun vor, dass die neuen Geräte im Standby-Modus oder ausgeschalteten Zustand nicht mehr als 1 Watt verbrauchen dürfen.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes verbraucht der Standby-Modus deutschlandweit 17 Milliarden Kilowattstunden, die Kosten in Höhe von 3,3 Milliarden Euro verursachen!

Tipp: Weitere Tipps finden Sie auf der Ratgeberseite Strom sparen

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