Holzpellets Lagerung

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Pellets als Sackware, in Bigbags oder als lose Ware

Pellets Lagerung
Pellet Sacksilo, © Bild Junkers

Pellets kann man entweder als Sackware in 15- oder 25-kg-Säcken, in Bigbags zu je 1000 kg oder als lose Ware kaufen. Im Fall von Zentralheizungsanlagen lohnt es sich, lose Ware in großen Mengen zu erwerben, da der Pelletpreis dadurch deutlich sinkt.

Während Sackware unproblematischer zu lagern ist – der Aufbewahrungsort muss feuchtigkeitsgeschützt sein – können lose Pellets nur in gut dafür vorbereitete Räume gelagert werden, die bestimmten Anforderungen entsprechen.

Mögliche Lagerorte für Holzpellets

Gibt es im Gebäude einen ehemaligen Öltank- oder Kellerraum, so kann dieser für die Lagerung von losen Pellets genutzt werden. Ist kein oder nur wenig Platz im Keller verfügbar, so ist die Lagerung der Pellets auch in speziellen Sacksilos oder Erdtanks möglich.

  • Sacksilos bestehen aus einem Rohgestell, in welches ein Gewebesack aus flexiblem, widerstandsfähigem und staubundurchlässigem Material mit einer Kapazität von zwei bis sieben Tonnen hineingehängt wird. Für die Errichtung müssen keine baulichen Vorkehrungen getroffen werden, sodass ein solches Silo relativ unproblematisch in der Nähe des Kessels errichtet werden kann.
  • Erdtanks für die Pelletlagerung bestehen aus Stahlbeton und haben meist Durchmesser zwischen 80 Zentimetern und drei Metern. Bei deren Erbauung ist es wichtig dafür zu sorgen, dass sie hundertprozentig wasserdicht und auftriebsgesichert sind, damit die eingelagerten Pellets nicht beschädigt werden.

Um Fehler zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich vom Hersteller der Heizanlage vor der Einrichtung eines Pelletlagers fachkundigen Rat einzuholen.

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Dimensionierung und Gestaltung eines Pelletlagers – Trocken, staubdicht und mit Lüftungsmöglichkeit

Der Wärmebedarf des Gebäudes ist entscheidend für die Dimensionierung des Pelletlagerraums. Pro kW Nennwärmeleistung sind 0,9 m3 Lagerraum einzukalkulieren. Optimalerweise sollte der Lagerraum das 1,2-1,5-fache der für ein Jahr benötigten Menge an Pellets fassen können.

Da Pellets in feuchter Umgebung zerfallen und dadurch unbrauchbar werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass der Lagerraum niemals feucht werden kann. Zudem sollten einige Fenster nach außen zu öffnen und staubdicht verschließbar sein. Sind keine Fenster vorhanden, muss unbedingt eine Lüftungsanlage installiert werden.
Der Raum benötigt neben Fenstern nach außen (bzw. eine Lüftungsanlage) ein Einblas- und ein Abluftrohr für die Befüllung des Lagerraumes sowie ein Raumaustragungssystem, das die Pellets zum Heizkessel hin befördert.

Damit das Lager vollständig geleert werden kann, ist der Boden so zu konstruieren, dass eine Neigung von 40° entsteht.

Spätestens nach jeder dritten Befüllung ist eine Reinigung des Lagerraums durchzuführen. Der liegengebliebene Feinanteil sollte entweder nach Einholung fachlicher Information oder von einem Fachmann vorgenommen werden.

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Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit der Pelletlagerung

Es ist sehr wichtig zu wissen, dass Holzpellets mit der Zeit große Mengen an Kohlenmonoxid, ein geruchloses und höchst gefährliches Gas, aufgrund von natürlichen Abbauprozessen bilden können. Auch ist es möglich, dass sich in länger verschlossenen Räumen mit großen Pelletmengen explosive Staub-Gas-Mischungen bilden.

Aus diesem Grund sollten Pelletlager nie alleine und nur nach ausreichender Lüftung betreten werden. Im Handel sind darüber hinaus bestimmte CO-Warnanlagen erhältlich, die zu hohe Konzentrationen an gefährlichen Gasen melden. Zur Sicherheit ist an der Eingangstür zum Lager ein entsprechendes Warnschild anzubringen.

Zufahrt, Befüllung und Austragungssysteme für Pellets

Große Mengen an losen Pellets werden mit einem Silowagen geliefert. Die maximale Länge des Befüllschlauchs eines solchen Wagens beträgt 30 Meter. Daher dürfen die Einblas- und Abluftrohre des Lagerraums nicht weiter als 30 Meter von der Einfahrt entfernt liegen. Zudem ist in der Nähe ein 250-V-Stromanschluss notwendig.

Ist der Abstand zwischen der Einblasöffnung und der gegenüberliegenden Wand zu klein, ist die Installation einer Prallmatte aus Kunststoff erforderlich. Diese verhindert, dass die eintreffenden Pellets gegen die Wand prallen und zerbröseln.

Als Raumaustragungssysteme kommen entweder Saug- oder Schneckensysteme in Frage. Mit Saugsystemen ist es möglich, die Pellets bis über eine Entfernung von 25 Metern hinweg zu befördern, während Schneckensysteme nur in unmittelbarer Nähe zum Kesselraum installiert werden können.

Pelletheizung Einbauskizze
Beispiel Pelletlagerung, © Bild: KWB – KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH

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