Pelletpreise

Aktuelle Pelletpreise in Deutschland

Die aktuellen Pelletpreise werden monatlich vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) ermittelt und veröffentlicht. Dabei kann man jedoch nicht von einem allgemein gültigen Pelletpreis in Deutschland sprechen, denn die Preise variieren beispielsweise nach eingekaufter Menge oder nach Region. Natürlich ist auch der Preis für Holzpellets abhängig von der Nachfrage und auch der Preisentwicklung auf dem Energiemarkt allgemein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Den bundesweiten Durchschnittspreis veröffentlicht monatlich das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) – je Kilowattstunde sind Pellets seit Jahren günstiger als Öl und Gas.
  • Große Abnahmemengen ab 6 Tonnen senken den Tonnenpreis deutlich; kleine Mengen und Sackware sind am teuersten.
  • Am günstigsten kauft man häufig im Frühjahr und Sommer; regionale Preisunterschiede sind bei Standardlieferungen meist klein.
Preisentwicklung Holzpellets im Vergleich © Deutsches Pelletinstitut GmbH
Preisentwicklung Holzpellets im Vergleich © Deutsches Pelletinstitut GmbH

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Lohnt sich Heizen mit Pellets im Vergleich zu Öl und Gas?

Der wichtigste Preisvorteil von Holzpellets zeigt sich im Vergleich zu fossilen Brennstoffen. Was Holzpellets überhaupt sind, lesen Sie im Grundlagen-Ratgeber; entscheidend für die Kosten ist der Preis je Kilowattstunde Wärme. Im Juni 2026 kostete die Kilowattstunde Wärme aus Pellets rund 7,5 Cent, aus Erdgas rund 10 Cent und aus Heizöl rund 11 Cent – Pellets sind damit etwa ein Viertel günstiger als Erdgas und rund ein Drittel günstiger als Heizöl.

Wärmekosten im Vergleich: Pellets, Gas, Heizöl

Heizöl kostet je Kilowattstunde am meisten
Wärmekosten im Vergleich: Pellets, Gas, Heizöl Balkendiagramm: Holzpellets 7,5 ct/kWh; Erdgas 10,0 ct/kWh; Heizöl 11,0 ct/kWh. Holzpellets 7,5 ct/kWh Erdgas 10,0 ct/kWh Heizöl 11,0 ct/kWh
EnergieträgerWärmekosten (ct/kWh)Einordnung
Holzpellets7,5 ct/kWhENplus A1, 6 t
Erdgas10,0 ct/kWh—
Heizöl11,0 ct/kWh—

Endenergiepreise je kWh; Pelletpreis bei 6 t Abnahme. Werte schwanken monatlich.

Quelle: Deutsches Pelletinstitut (Pellets, 6 t); Marktpreise Heizöl/Erdgas · Stand 2026-06

Preisdifferenzen im Fall unterschiedlicher Abnahmemengen

Pellets in kleinen Mengen einzukaufen, lohnt sich nur beim Betrieb kleiner Öfen oder wenn nur sehr wenig Lagerplatz zur Verfügung steht. Vergleicht man die Preise pro Tonne beim Kauf unterschiedlicher Mengen, wird der Unterschied schnell deutlich: Kleine Mengen und Sackware sind pro Tonne am teuersten, große Liefermengen am günstigsten. Im Juni 2026 lag der bundesweite Durchschnittspreis bei einer Abnahme von 6 Tonnen bei rund 377 Euro je Tonne (Deutsches Pelletinstitut), während kleine Mengen oft 50 bis über 100 Euro pro Tonne darüber liegen.

Der Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses mit zentraler Pelletheizung liegt bei ungefähr 6 Tonnen. Schon der Schritt von kleinen Mengen zur 6-Tonnen-Lieferung spart leicht mehrere Hundert Euro im Jahr. Die Überlegung lohnt sich daher fast immer, ob man nicht doch eine größere Menge kauft – etwa gemeinsam in einer Käufergemeinschaft. Bei sehr großen Abnahmemengen ab 20 Tonnen sinkt der Tonnenpreis noch einmal etwas.

Spartipp: Tagesaktuelle Pelletpreise für Ihre Region und Bestellmenge vergleichen Sie im Pelletrechner – bei Bedarf mit direkter Online-Bestellung.
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Jahresdurchschnittspreise für Pellets in den letzten Jahren © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH
Jahresdurchschnittspreise für Pellets in den letzten Jahren © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Einflussfaktoren für regionale Preisunterschiede bei Holzpellets

Auch regional gehen die Pelletpreise etwas auseinander. So sind Pellets beispielsweise aufgrund des höheren Holzvorkommens im Süden tendenziell niedriger. Die Unterschiede betragen jedoch im Durchschnitt weniger als 10 Euro pro Tonne Pellets. Der Preis wird besonders davon beeinflusst, wie weit der Lieferort von dem Werk eines Pelletherstellers liegt, wie viele Hektar Waldfläche in der Umgebung vorhanden sind, wie viele Pellethändler es in der Region gibt und wie hoch die Nachfrage ist.

Die Pelletpreise hängen unter anderem von der Region ab
Die Pelletpreise hängen unter anderem von der Region ab

Bayern besitzt zwar die größte Waldfläche aller Bundesländer, daraus folgt aber nicht automatisch der niedrigste Tagespreis. Aussagekräftiger sind aktuelle Regionaldaten: Im Juni 2026 lagen die DEPI-Regionalpreise bei 6 Tonnen Abnahme in Nord/Ost, Süd und Mitte nur rund 3 Euro pro Tonne auseinander; bei konkreten Angeboten entscheiden daher Lieferentfernung, Händlernetz und Nachfrage vor Ort.

Saisonale Preisunterschiede bei Holzpellets

Holzpellets am besten im Sommer oder Frühjahr kaufen
Holzpellets am besten im Sommer oder Frühjahr kaufen

Wie auf der untenstehenden Abbildung deutlich sichtbar wird, kann ein Käufer in den Sommermonaten und im Frühling möglicherweise beim Pelleteinkauf richtig sparen.

Preise für Holzpellets schwanken im Jahresverlauf leicht, Datenquelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH
Preise für Holzpellets schwanken im Jahresverlauf leicht, Datenquelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Häufige Fragen zu Pelletpreisen

Wann sind Holzpellets am günstigsten?
Meist im Frühjahr und Sommer (etwa Mai bis August). Dann ist die Nachfrage niedrig und die Lager sind voll – gegenüber dem Herbst sparen Verbraucher häufig mehrere Prozent.
Wie viel spare ich bei einer großen Liefermenge?
Je größer die Bestellung, desto niedriger der Tonnenpreis. Zwischen kleiner Sackware und einer 6-Tonnen-Lieferung liegen schnell 50 bis über 100 Euro pro Tonne. Eine Käufergemeinschaft mit Nachbarn senkt den Preis zusätzlich.
Warum sind Pellets im Süden Deutschlands oft billiger?
Bayern und der Süden haben die größten Waldflächen sowie die meisten Pelletwerke und Händler. Mehr Angebot und kurze Wege drücken den Preis; regional beträgt der Unterschied aber meist unter 10 Euro pro Tonne.
Wo finde ich den aktuellen Pelletpreis?
Den bundesweiten Durchschnitt veröffentlicht monatlich das Deutsche Pelletinstitut (DEPI), regionale Angebotspreise erhebt zusätzlich C.A.R.M.E.N. e.V. Konkrete Angebote für Ihre Region liefert der Pelletrechner.
Quelle: Deutsches Pelletinstitut (DEPI), C.A.R.M.E.N. e.V.; Stand 2026

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