Pellets – Versorgungssicherheit
Holzpellets: Droht eine Rohstoffverknappung?
Die aktuelle Situation auf dem Pelletmarkt ist als sehr positiv zu bezeichnen. Es wurden mehr Pellets produziert, als tatsächlich benötigt und das Ende der Holzreserven in Deutschland ist nicht in Sicht. Da es in der Vergangenheit schon zu einer kurzfristigen Rohstoffverknappung aufgrund einer Fehleinschätzung des Konsumentenverhaltens kam, werden von manchen Seiten Befürchtungen hinsichtlich einer Verknappung des Rohstoffs auf lange Sicht laut.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Rohstoffverknappung bei Holzpellets ist nicht in Sicht: Die Produktionskapazitäten sind nicht ausgelastet, Deutschland sogar Nettoexporteur.
- Pellets entstehen überwiegend aus Säge- und Hobelresten; ergänzend nutzt die Branche nichtsägefähiges Rundholz, nicht aber Waldrestholz oder Altholz.
- Weiteres Potenzial bieten Kurzumtriebsplantagen mit schnell wachsenden Bäumen – die Versorgung gilt auch langfristig als gesichert.

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Eine genaue Analyse der Kapazitäten in Deutschland gibt jedoch keinen Grund zu dieser Sorge. 2025 wurden hierzulande rund 4 Millionen Tonnen Pellets produziert – ein neuer Höchstwert, mit dem Deutschland größter Erzeuger Europas ist. Die Produktionskapazitäten sind damit weiterhin nicht voll ausgelastet, der Großteil der Ware wird im Inland verbraucht und Deutschland bleibt sogar Nettoexporteur. Eine Rohstoffverknappung ist damit nicht in Sicht.
Droht bei Pellets eine Rohstoffverknappung?

Sägemehl und andere Holzreste aus der holzverarbeitenden Industrie
Derzeit stellen etwa 3.000 Holzwerke in Deutschland Holzprodukte her. Dabei entstehen ungefähr 17 Millionen Kubikmeter Holzreste, wie Sägespäne oder Holzschnitzel, die zur Herstellung von Pellets verwendet werden können.

Holzvorkommen in Deutschland
Mit einem Holzvorrat von etwa 3,7 Milliarden Kubikmetern weist Deutschland das höchste Holzvorkommen in Europa auf. Nach der vierten Bundeswaldinventur wachsen jährlich rund 101,5 Millionen Kubikmeter Holz nach; im Zeitraum 2012 bis 2022 wurden im Schnitt 72,6 Millionen Kubikmeter Rohholz pro Jahr genutzt. Das zeigt rechnerische Spielräume, ersetzt aber keine nachhaltige Einzelfallprüfung, weil Zuwachs, Baumarten und Waldschäden regional stark variieren.
Rohstoffbasis in Zahlen

Holzvorkommen und Nutzung in Deutschland, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH
Alternative Rohstoffquellen für die Pelletherstellung
Nicht nur aus Holzabfällen, die bei der Produktion von Holzerzeugnissen anfallen, oder aus Holzvorkommen in deutschen Forstwäldern können Holzpellets hergestellt werden. Jetzt schon beschäftigen sich Experten mit weiteren, alternativen Rohstoffquellen für die Pelletherstellung.
Eine Alternative stellen dabei Kurzumtriebsplantagen (KUP) dar. KUP sind Anbauflächen, auf denen schnellwachsende Baumarten wie Pappeln, Espen, Robinien oder Weiden gepflanzt werden und über ein großes Rohstoffpotenzial verfügen. Geerntet wird auf solchen Flächen bereits nach 3 bis maximal 10 Jahren. Je nach Standort und Baumart liegen typische Erträge in Spannen; bayerische Versuche mit Balsampappeln nennen etwa 10 bis 15,3 Tonnen absolut trockene Biomasse pro Hektar und Jahr. Allein dieser Ertrag wäre ausreichend, um den Jahresbedarf von zwei bis drei Pelletheizungen zu decken.

KUP können die Rohstoffbasis ergänzen, ersetzen aber keine nachhaltige Wald- und Restholznutzung. Rechtlich gelten Kurzumtriebsplantagen mit Umtriebszeiten bis höchstens 20 Jahre nach § 2 Bundeswaldgesetz nicht als Wald. Eine spätere Rückumwandlung in Acker- oder Grünland bleibt nur innerhalb dieser Grenzen realistisch und erfordert praktisch die Beseitigung der Wurzelstöcke; eine langfristige Versorgungssicherheit lässt sich daher nicht allein aus theoretischen Flächenpotenzialen ableiten.
Pellets als Sackware, in Bigbags oder als lose Ware Pellets kann man entweder als Sackware in 15- oder 25-kg-Säcken, in… weiterlesen



