Holzpellets Versorgungssicherheit

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Pellets – Versorgungssicherheit

Holzpellets: Droht eine Rohstoffverknappung?

Holzpellets
Holzpellets © Zihe, fotolia.com

Die aktuelle Situation auf dem Pelletmarkt ist als sehr positiv zu bezeichnen. Es wurden mehr Pellets produziert, als tatsächlich benötigt und das Ende der Holzreserven in Deutschland ist nicht in Sicht. Da es jedoch im Jahr 2005 zu einer kurzfristigen Rohstoffverknappung aufgrund einer Fehleinschätzung des Konsumentenverhaltens kam, werden von manchen Seiten Befürchtungen hinsichtlich einer Verknappung des Rohstoffs auf lange Sicht laut.

Eine genaue Analyse der tatsächlichen Kapazitäten in Deutschland gibt jedoch keinen Grund zu dieser Sorge. Aktuell besitzen die verschiedenen Betriebe eine Herstellungskapazität von 2,7 Tonnen jährlich. Produziert werden derzeit ungefähr 1, 86 Tonnen Pellets pro Jahr. Der tatsächliche Verbrauch einschließlich Export dagegen liegt bei lediglich 1,6 Tonnen pro Jahr. Das bedeutet, dass der derzeitige Pelletbedarf etwa die Hälfte der vorhandenen Kapazitäten ausschöpft.

Holzpellet Innlandsbedarf und Kapazität
Innlandsbedarf und Produktionskapazitäten von Holzpellets, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

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Sägemehl und andere Holzreste aus der holzverarbeitenden Industrie

Derzeit stellen etwa 3.000 Holzwerke in Deutschland Holzprodukte her. Dabei entstehen ungefähr 15 Millionen Kubikmeter Holzreste, wie Sägespäne oder Holzschnitzel, die zur Herstellung von Pellets verwendet werden können. Damit hätte man etwa sieben Millionen Tonnen Holzpellets produzieren können.

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Holzvorkommen in Deutschland

Mit etwa 3,6 Milliarden Kubikmetern Waldfläche weist Deutschland das höchste Holzvorkommen in Europa auf. Von den jährlich nachwachsenden 120 Millionen Kubikmetern werden jedoch nur 70 wirtschaftlich genutzt. Der nicht benötigte Anteil der nachwachsenden Hölzer verbleibt in der Natur. Sollte zur Befriedigung einer stark wachsenden Nachfrage die in den Säge- und Holzwerken anfallenden Holzreste nicht mehr ausreichen, so können schnell neue Holzreserven aus deutschen Waldflächen mobilisiert werden.

Holz Vorrat und Nutzung
Holzvorkommen und Nutzung in Deutschland, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Alternative Rohstoffquellen für die Pelletherstellung

Nicht nur aus Holzabfällen, die bei der Produktion von Holzerzeugnissen anfallen, oder aus Holzvorkommen in deutschen Forstwäldern können Holzpellets hergestellt werden. Jetzt schon beschäftigen sich Experten mit weiteren, alternativen Rohstoffquellen für die Pelletherstellung.

Eine Alternative stellen dabei Kurzumtriebsplantagen (KUP) dar. KUP sind Anbauflächen, auf denen schnellwachsende Baumarten wie Pappeln, Espen, Robinien oder Weiden gepflanzt werden und über ein großes Rohstoffpotenzial verfügen. Geerntet wird auf solchen Flächen bereits nach 3 bis maximal 10 Jahren. Die Erträge bewegen sich dabei um 15 Tonnen pro Hektar und Jahr. Allein dieser Ertrag wäre ausreichend, um den Jahresbedarf von zwei bis drei Pelletheizungen zu decken.

Ohne andere Flächennutzungen einzuschränken, wäre in Deutschland eine Bepflanzung von einer Million Hektar möglich. Zudem gelten KUP nicht als Wald sondern als Agrarflächen. Im Gegensatz zu Forstwäldern, lassen sich diese Flächen sofort nach der Ernte wieder als Ackerland nutzen. Angesichts dieser riesigen Potenziale kann die Versorgung mit Pellets auch langfristig als gesichert angesehen werden.

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