Photovoltaik Anlagenprotokoll

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Das Photovoltaik-Anlagenprotokoll: Qualitätssiegel für Photovoltaik-Anlagen

Die Anschaffung und Installation einer Photovoltaik-Anlage ist eine Investition in die Zukunft und notwendig auf dem Weg zur Klimaneutralität. Als Qualitätsnachweis für installierte Anlagen hat 2008der Zentralverband der deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft BSW den sogenannten PV-Anlagenpass und 2015 den PV-Speicherpass entwickelt sowie den Kombipass für beides zusammen entwickelt.

Solaranlage auf Hausdach © electriceye, stock.adobe.com
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Dieser „TÜV“ für Photovoltaik-Anlagen wurde von Handwerksbetrieben ausgestellt und bescheinigte den Besitzern von Solarstrom-Anlagen, dass:

  • ausschließlich zertifizierte Anlagen-Komponenten eingebaut sind
  • eine richtliniengemäße Planung und Installation der Anlage vorgenommen wurde
  • mögliche Garantieleistungen belegt sind.

Gesetzliche Vorschrift zur Erstprüfung neuer Anlagen

Neue PV-Anlagen müssen nach der Installation einer Erstprüfung nach DIN VDE 100 Teil 600, nach DIN VDE 0100-712 sowie DIN VDE 0126-23. Das PV-Anlagenprotokoll hat den früheren Anlagenpass abgelöst. Hinzu kommt das PV-Speicherprotokoll für Stromspeicher sowie das PV-Kombiprotokoll für Anlagen plus Speicher. Sie stellen einen Qualitätsnachweis dar, beispielsweise, wenn man Förderkredite oder -maßnahmen in Anspruch nehmen will oder Vergünstigungen bei Versicherungsprämien beantragen will. Die Neuerung hat sich noch nicht überall herumgesprochen, obwohl sie seit 2020 gültig ist. Daher bietet der ZVEH auch ein Schreiben an, mit dem versichert wird, dass die neuen Protokolle die Nachfolgedokumentationen des PV-Anlagenpasses und des PV-Speicherpasses sind.

Einbauende und herstellende Betriebe müssen jedoch auch ohne diese Protokolle, die die mängelfreie Funktion sowie Einbau und Betrieb einer Photovoltaik-Anlage gewährleisten. Wozu also die Protokolle?

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Sinn und Zweck des Photovoltaik-Anlagenprotokolls

Der Gedanke hinter dem Photovoltaik-Anlagenprotokoll war und ist, für mehr Transparenz für Photovoltaik-Anlagenbetreiber, also die potenziellen Kunden des Handwerks, zu sorgen. Außerdem stellt das Anlagenprotokoll auch ein gutes Verkaufsargument und Marketingtool für zertifizierende Handwerksbetriebe dar. Mit dem Anlagenprotokoll werben sie für handwerkliche Qualität, müssen dafür jedoch bezahlen. Diese Kosten können, müssen sie aber nicht an ihre Kunden weitergeben. In Anbetracht des großen Wettbewerbs innerhalb der Solarbranche werden viele Handwerksbetriebe, die ein Anlagenprotokoll ausstellen dürfen, davon absehen, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.

Im Kern ist das Anlagenprotokoll damit auch eine Art Imagekampagne des ZVEH. Er möchte seinen Mitgliedern damit ein Alleinstellungsmerkmal mit in den harten Wettbewerb geben.

Ein Vorteil des Anlagenprotokolls ist sicher, dass zahlreiche Versicherungsunternehmen günstigere Policen für Photovoltaikanlagen anbieten, wenn diese ein solches Dokument vorweisen können.
Auch können im Falle eines Defekts potenzielle Fehlerquellen schneller gefunden werden.

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Das Anlagenprotokoll: Eine Verkaufshilfe?

Das Anlagenprotokoll ist in jedem Fall auch eine Verkaufshilfe für Hersteller und Installationsbetriebe. Aber darüber hinaus ist er auch eine qualitätssichernde Maßnahme, die dabei helfen soll, die durchschnittliche Lebensdauer einer Solaranlage von ca. 25-30 Jahren zu gewährleisten. Den Einbau billiger Module und Komponenten und auch die nicht sachgemäße Installation und Fertigung einer Photovoltaikanlage haben bereits viele Photovoltaik-Anlagen-Betreiber bereut. Insofern ist das Anlagenprotokoll auch eine Qualitätsoffensive, die jedoch nicht ohne Konkurrenz ist.

So hat die RAL Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. als unabhängiger Verein, der sich der Qualitätssicherung von Photovoltaik- und Solaranlagen verschrieben hat, RAL Güte- und Prüfbestimmungen (RAL-GZ 966) herausgegeben. Ähnlich dem Anlagenprotokoll werden auch hier technische und qualitative Richtlinien der Komponenten, Konzeption, Montage, des Service und Betriebs von Photovoltaik- und Solarthermie- Anlagen aufgeschlüsselt und definiert.

Installationsbetriebe, Hersteller und auch Planer und Serviceunternehmen, die sich erfolgreich um das RAL-Gütesiegel bewerben, müssen bei Mängeln auch dafür geradestehen, haben sie sich doch mit dem Tragen des Gütesiegels freiwillig zur Einhaltung der RAL-Qualitätsstandards verpflichtet.

Checkliste © Shockfactor, stock.adobe.com
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