Mit einem Solarstromspeicher lässt sich der selbst erzeugte Strom auch dann nutzen, wenn die Photovoltaikanlage keinen oder zu wenig Strom liefert – etwa abends und nachts. Speicher sind in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden; ob sich die Investition lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel zusätzlichen Eigenverbrauch der Speicher ermöglicht. Der folgende Rechner hilft bei der Einschätzung: Aus Jahresstromverbrauch, Anlagengröße und Ihrem Nutzungsschwerpunkt ermittelt er, welche Speichergröße zu Ihrem Haushalt passt, in welcher Preisspanne sich die Investition bewegt und wie sie den Autarkiegrad verändert.
Vor dem Rechnen: diese Eckdaten bereitlegen
Speichergröße und Wirkung berechnen
Alle drei Angaben sind in einer Minute gemacht: Voreingestellt ist ein Haushalt mit drei bis vier Personen und einer 8-kWp-Anlage — passen Sie die Werte einfach an, das Ergebnis aktualisiert sich sofort.
Stromspeicher: Welche Größe passt?
Finden Sie die passende Speichergröße für Ihren Haushalt.
Ergebnis (Faustregel-Spannen)
Schwerpunkt: Ausgewogen
Annahmen & Rechenweg anzeigen
Faustregel: 1–1,5 kWh je 1.000 kWh Verbrauch (hier 3.800 kWh), begrenzt auf 1–1,5 kWh je kWp (hier 8 kWp).
Spanne aus 400–800 € je kWh nutzbarer Kapazität (Marktstand Anfang 2026); kleine oder aufwendige Nachrüstungen unter 5 kWh liegen je kWh höher — teils bis rund 1.000 €.
Ausgewogene Auslegung nach Faustregel — guter Kompromiss aus Unabhängigkeit und Kosten.
Wirtschaftlich trägt ein Speicher vor allem über die Steigerung des Eigenverbrauchs — Angebote anhand nutzbarer Kapazität, Zyklenfestigkeit und Garantie vergleichen. Förderung und Steuer bleiben hier bewusst außen vor.
Zu den Eingaben
Jahresstromverbrauch: Bei Wärmepumpe oder E-Auto kann der Jahresverbrauch allein den Speicher über- oder unterdimensionieren (Winterlast, Ladezeitpunkte) — dann ist eine individuelle Simulation sinnvoll. Den Wert können Sie hier direkt anpassen.
Faustregel-Empfehlung als Spanne, keine individuelle Auslegung. Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem an der Steigerung des Eigenverbrauchs. Keine Anlage- oder Kaufberatung.
Warum der Eigenverbrauch über den Speicher entscheidet
Ohne Speicher fließt Solarstrom nur dann ins Haus, wenn die Sonne gerade scheint – Überschüsse gehen ins Netz und bringen nur die vergleichsweise geringe Einspeisevergütung. Ein Speicher verschiebt den Solarstrom in die Abend- und Nachtstunden und erhöht so den selbst genutzten Anteil spürbar. Ob sich das rechnet, hängt vom Speicherpreis, vom Strompreis und von der richtigen Dimensionierung ab: Der Speicher sollte zum tatsächlichen Verbrauch passen – ein zu groß gewählter Speicher verbessert die Bilanz kaum noch. Als Daumenregel für PV-Anlagen ohne zusätzliche Großverbraucher nennt die Verbraucherzentrale rund eine Kilowattstunde Speicherkapazität pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch. Die Kennzahlen unten zeigen die Wirkung auf den Autarkiegrad – also den Anteil Ihres Strombedarfs, den Sie selbst decken.
