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Photovoltaik Installation

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Die Installation einer Photovoltaik-Anlage – Was ist zu tun?

Nach der Entscheidung für die PV-Anlage, der Auswahl der passenden Module steht die sachgemäße Installation aller Anlagenkomponenten an. In der Regel übernimmt das der erfahrene Fachbetrieb, der die Anlage auch geplant hat. Für diese Berufsgruppe hat sich der Begriff „Solarteur“ am Markt durchgesetzt, eine griffige Kurzform für den „Solar-Installateur“.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Modulmontage darf man selbst übernehmen — Arbeiten am Netzanschluss und Zähler gehören per Verordnung in Fachhand (§ 13 NAV).
  • Der Ablauf: Unterkonstruktion, Module, Gleichstrom-Verkabelung, Wechselrichter und Zähler — die Inbetriebsetzung übernimmt das eingetragene Installationsunternehmen zusammen mit dem Netzbetreiber.
  • Bei neuen PV-Anlagen mit Einspeisevergütung und mehr als 2 bis unter 100 kW gilt die 60-Prozent-Begrenzung bis intelligentes Messsystem, Steuerung und Test eingerichtet sind.
Installation einer PV-Anlage  © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
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Es besteht keine gesetzliche Pflicht dazu, die PV-Anlage vom Fachmann installieren zu lassen – Arbeiten am Netzanschluss, am Zählerplatz und die Inbetriebsetzung müssen aber von einem im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragenen Elektroinstallationsunternehmen durchgeführt werden (§ 13 NAV).

Wollen Sie die Montage selbst übernehmen, setzt dies einiges an Fachwissen und handwerklichem Geschick voraus. Insbesondere die Arbeiten auf dem Dach und der Anschluss der Stromleitungen bergen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial, das Sie bei Zweifeln lieber vermeiden sollten. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass eine fehlerhafte Installation zwar nicht gleich zu Schäden führen muss, aber schon eine eingeschränkte Effizienz der Anlage wäre bei den hohen Investitionskosten bedauerlich.

Gegebenenfalls kann man mit dem Solarteur vereinbaren, dass man einfache Arbeiten selbst übernimmt und so einen Teil der Kosten spart.

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Installationsschritte einer Photovoltaik-Anlage

Vor der Installation stehen zunächst einmal Überlegungen zum Standort des Solargenerators, also der Gesamtheit der Solarmodule. In der Regel wird dies das Dach sein, da hier die Gefahr einer Verschattung meist geringer als in Bodennähe und die Fläche außerdem groß genug ist. Eine Fassaden-Montage oder ein Standort im Garten sind ebenfalls möglich, doch sind Fassaden-Module nicht so effizient und der Garten wird meist anders genutzt.

Solaranlage: Beachten Sie die statische Mehrbelastung des Dachs
Solaranlage: Beachten Sie die statische Mehrbelastung des Dachs

Das Dach sollte sich in einem guten und stabilen Zustand befinden. Bestehen Zweifel hinsichtlich der Tragfähigkeit oder des Baumaterials, bietet sich eine vorherige Sanierung an. In den Bundesprogrammen ist dabei vor allem eine energetische Maßnahme wie Dach- oder Geschossdeckendämmung förderfähig; die reine statische Vorbereitung der PV-Montage ist damit nicht gemeint. Lesen Sie hierzu unsere Informationen zu den Fördermöglichkeiten.

Zunächst ist der Unterbau für die Montage der Module an der Reihe. Das Montagesystem, das später die einzelnen Solarmodule umfasst, wird mithilfe von Dachhaken oder anderen Bauelementen befestigt. Danach werden die Solarmodule miteinander verbunden, eingesetzt und befestigt. Üblicherweise erfolgt die Verbindung entweder mit einem einfachen Stecksystem oder einer elektrischen Verdrahtung. Anschließend ist die Verkabelung sowie die Durchführung in das Hausinnere an der Reihe.

Die Dachhaken tragen die Konstruktion
Die Dachhaken tragen die Konstruktion
Tipp: Achten Sie auf eine präzise Ausführung der Arbeiten. Sowohl die Anlage als auch das Dach beziehungsweise die Durchleitungen sind im Idealfall für Jahrzehnte der Witterung ausgesetzt. Undichte oder nicht sachgemäß durchgeführte Installationen können auch Jahre später noch unliebsame Folgen haben.

Installation Schritt für Schritt

1

Unterkonstruktion montieren Dacharbeit

Dachhaken setzen, Montageschienen ausrichten — die Basis trägt die Anlage Jahrzehnte und muss Wind- und Schneelasten standhalten.

2

Solarmodule setzen und verbinden Modulmontage

Module einhängen, befestigen und per Stecksystem zu Strings verschalten.

3

Gleichstrom-Leitungen verlegen DC-Seite

DC-Kabel vom Dach ins Haus führen — sauber verlegt und gekennzeichnet, denn sie stehen tagsüber unter Spannung.

4

Wechselrichter und Zähler anschließen AC-Seite

Der Wechselrichter wandelt Gleich- in Wechselstrom; ein Zweirichtungszähler erfasst Einspeisung und Bezug.

5

Inbetriebsetzung durch den Fachbetrieb Pflicht

Anschluss an Zähler und Netz, Protokoll und Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt das eingetragene Elektroinstallationsunternehmen.

Von der Sonne in die Steckdose

Innerhalb des Hauses werden die vom Dach kommenden Gleichstromleitungen zum Wechselrichter geführt. Bei größeren Anlagen bündelt ein separater Generatoranschlusskasten (GAK) in Modulnähe mehrere Strings, bevor die Leitungen weiterlaufen — bei modernen Einfamilienhaus-Anlagen ist er nur noch selten nötig. Wichtig: Erst der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in netzfähigen Wechselstrom um; bis dorthin müssen daher eigene Gleichstromleitungen verlegt werden.

Wechselrichter wandelt Gleichspannung in Wechselspannung um
Wechselrichter wandelt Gleichspannung in Wechselspannung um

Schließlich wird der Wechselrichter mit den ankommenden Gleichstromkabeln verbunden. Auf der Wechselstrom-Seite folgt der gesicherte Anschluss an den Zählerplatz.

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Der Strom fließt…

Den alten Stromzähler ersetzt heute in der Regel ein Zweirichtungszähler, der Einspeisung und Netzbezug getrennt erfasst; je nach Anlagengröße kommt ein intelligentes Messsystem zum Einsatz. Lesen Sie hierzu unsere Informationen zur Technik der Photovoltaik-Anlage. Abschließend werden die Zählerstände und die technischen Daten der PV-Anlage überprüft und schriftlich festgehalten. Nun kann die Anlage in Betrieb gehen. Diese letzten Schritte übernimmt das eingetragene Elektroinstallationsunternehmen zusammen mit dem Netzbetreiber (Inbetriebsetzung).

Stromzähler müssen installiert werden
Stromzähler müssen installiert werden

Darüber hinaus empfiehlt es sich, mit dem Installateur einen Folgetermin zu vereinbaren, der einige Wochen nach der Inbetriebnahme angesetzt ist. So kann die Anlage aus den ersten Erfahrungswerten heraus optimiert werden. Außerdem stellen sich dem Betreiber in der Regel meist noch einige neue Fragen, wenn die Anlage im eigenen Haus erst einmal läuft. Ein solcher erster Wartungstermin kann auch schon in die Angebotserstellung aufgenommen werden.

Tipp: Die Anwesenheit eines Installateurs und/oder Elektrikers hat den Vorteil, dass er Ihnen die Funktionsweise und eine eventuell nötige Bedienung der Anlage erklären kann. Nutzen Sie diese Einführung, um bei etwaigen Störungen des Betriebs Fehlerquellen schneller einkreisen und lokalisieren zu können.

Anmeldung, Zähler und die 60-Prozent-Regel

Mit der Montage allein ist es nicht getan: Jede neue netzgekoppelte Dach- oder Fassadenanlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister eingetragen und beim Netzbetreiber angemeldet werden (für Steckersolargeräte genügt der Registereintrag, § 8 Abs. 5a EEG) — die Registrierungspflicht im MaStR trifft den Betreiber, auch wenn der Fachbetrieb unterstützt. Seit dem Solarspitzengesetz (in Kraft seit 25. Februar 2025) gilt für neue Anlagen mit Einspeisevergütung und mehr als 2 bis unter 100 Kilowatt installierter Leistung: Bis intelligentes Messsystem, Steuerungseinrichtung und erfolgreicher Test vorhanden sind, ist die maximale Wirkleistungseinspeisung am Netzverknüpfungspunkt auf 60 Prozent der installierten Leistung begrenzt. Anlagen über 7 Kilowatt werden nach Messstellenbetriebsgesetz verpflichtend mit intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung ausgestattet. Für die Praxis heißt das: Zählertausch und Steuertechnik früh mit Netz- und Messstellenbetreiber klären, damit die 60-Prozent-Begrenzung nicht länger als nötig greift. Welche Voraussetzungen sonst gelten, zeigt der Beitrag zu den Photovoltaik-Voraussetzungen.

Sicherheitsmaßnahmen

Die Photovoltaik-Technologie ist ausgereift und hat sich, nicht zuletzt aufgrund ihrer weiten Verbreitung, auch in puncto Sicherheit stetig weiterentwickelt. Da die Anlagen in der Regel sehr wartungsarm sind, werden Reparaturmaßnahmen selten bleiben. Trotzdem sollten die Sicherungen, die Verkabelung sowie der Solargenerator selbst in regelmäßigen Abständen untersucht werden.

Darüber hinaus geben die bei der Inbetriebnahme notierten Leistungswerte im Vergleich mit aktuellen Messungen Aufschluss darüber, wo sich eventuelle Fehlerquellen im System befinden.

Gefahren können im Brandfall von den Gleichstromleitungen ausgehen. Im Brandfall können sich Lichtbögen bilden und das Löschwasser ist leitend und gefährdet die Rettungskräfte. Daher sollten die Anlagen mit entsprechenden Hinweisschildern an einem leicht einsehbaren Ort gekennzeichnet sein. Die örtliche Feuerwehr erteilt dazu gerne weitere Auskünfte.

Sicherheit bei der PV-Montage

  • Absturzgefahr bei DacharbeitenArbeiten auf dem Dach nur mit Gerüst oder Absturzsicherung — das größte Unfallrisiko der gesamten Installation.
  • Gleichstrom bleibt unter SpannungDC-Leitungen führen bei Licht immer Spannung; im Brandfall können Lichtbögen entstehen. Arbeiten an der Elektrik gehören in Fachhand.
  • Anlage kennzeichnenHinweisschilder an gut einsehbarer Stelle (Hausanschluss) helfen Rettungskräften im Einsatz — die örtliche Feuerwehr berät dazu.

Fazit

Die Montage und Installation von Photovoltaikanlagen liegt sinnvollerweise in der Hand des Solarteurs, der die Anlage auch geplant hat. Eine Pflicht, die komplette Modulmontage zu vergeben, gibt es nicht; Arbeiten an der elektrischen Anlage, am Zählerplatz und die Inbetriebsetzung bleiben jedoch Fachbetriebssache. Fehler bei der Installation können zudem Solarerträge mindern oder Sicherheitsrisiken verursachen.

Rendite einer Solaranlage © guukaa, stock.adobe.com
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