Pelletheizung Förderung

Weitersagen:

Föderung und Zuschüsse für Pelletheizungen (Stand 2016)

Fördermittel
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Es sind nur noch wenige Jahre, dann müssen insgesamt 14 Prozent aller Wärmeleistungen erneuerbaren Energiequellen entspringen. Heute sind es rund elf Prozent, die durch Pelletheizungen und Co. Wärme aus regenerativen Energien erzeugen.

Um die ehrgeizigen Ziele der Regierung bis zum Jahr 2020 auch zu erreichen, hat sich der Staat einiges einfallen lassen. Zahlreiche Fördermittel und Anreizprogramme für Pelletheizungen sind dabei möglich, um nicht die ganze finanzielle Last bei der Anschaffung einer solchen Anlage auf den alleinigen Schultern des Bauherrn lasten zu lassen. Die Vielzahl an möglichen Förderungen macht es ihm dabei allerdings nicht leicht, herauszufiltern, wie und unter welchen Umständen eine Pelletheizung überhaupt und vor allem von wem gefördert wird.

Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Staatliche Förderung von Pelletheizungen

Fördermittel BAFAFür den Bauherrn steht die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Öl und Gas und der damit verbundenen Entlastung des eigenen Geldbeutels durch günstige Brennstoffkosten sicherlich an oberster Stelle beim Gedanken an die Anschaffung einer alternativen Heizungsanlage. Für den Bund ist es die Einhaltung der Klimaschutzziel, die vermehrt ins Gewicht fällt. Somit hat er im Rahmen des Marktanreizprogramms ein politisches Werkzeug geschaffen, um Bauherren und Wohnungsbesitzern die Anschaffung einer Pelletheizung so schmackhaft wie möglich zu machen.

Eine gute Idee, denn die Anfangsinvestitionen für eine Pelletheizung liegen mit 10.000 bis 15.000 Euro deutlich über denen für eine herkömmliche Gas- oder Ölheizung. Die Förderung kann dabei zum einen aus geldlichen Zuschüssen bestehen, aber auch durch zinsgünstige Kredite in Anspruch genommen werden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, winkt mit finanziellen Mitteln des Marktanreizprogramms (MAP), die nicht zurückgezahlt werden müssen. Allerdings ist eine Bezuschussung auch an gewisse Voraussetzungen gebunden, ohne die eine Förderung nicht möglich ist. Mit Förderungen werden daher nur Pelletkessel mit und ohne Pufferspeicher, Pelleteinzelöfen mit Wassertasche und Kombinationsöfen bedacht, die mit Holzpellets, Scheitholz oder Holzhackschnitzeln befüllt werden können.

Außerdem gilt es in Bezug auf Staub- und Kohlenmonoxid-Emissionen gewisse Maximalwerte nicht zu überschreiten. Seit Januar 2014 gelten schärfere Grenzwerte für staubförmige Emissionen Höchstwerte von maximal 20mg/m3 und maximal 200 mg/m3 für den Ausstoß von Kohlenmonoxid.

Von der staatlichen Förderung ausgeschlossen sind hingegen Pelletheizungen in Gebäuden (Neubauten), in denen die Erstinstallation einer Heizungsanlage erfolgt, sowie luftgeführte Pelletöfen. Ausnahmen bilden Anlagen, die mit Anlagenteilen ausgerüstet sind, welche einen Abscheidegrad von mindestens 50 Prozent erreichen. Diese werden im Rahmen der Innovationsförderung gefördert. Neben dieser Basisförderung gibt es zudem noch verschiedene Bonusmodelle, die für eine Pelletheizung noch zusätzlich beantragt werden können. Hierzu gehört der Kombinationsbonus, wenn die Pelletheizung mit anderen erneuerbaren Energiesystemen gekoppelt wird oder der Energieeffizienzbonus für besonders effiziente Pelletheizsysteme.

Auch ein Innovationsbonus, wenn die Anlage (bis 100 kW, mit Ausnahme luftgeführter Pelletöfen) mit speziellen Maßnahmen ausgestattet ist, um die Emissionen zu senken und die Effizienz zu steigern, kann gewährt werden. Allerdings muss der Antrag vor dem Abschluss eines Liefervertrages erfolgen!

Höhe der BAFA-Basisförderung im Überblick

  • Pelletkessel (5-37 kW) 3.000 Euro
  • Pelletkessel (37-100 kW) 80 €/kW
  • Pelletkessel (5-43,7 kW) mit Pufferspeicher (mindestens 30l/kW) 3.500 Euro
  • Pelletkessel (43,8-100 kW) mit Pufferspeicher (mindestens 30l/kW) 80 €/kW
  • Pelletofen ab 5 kW mit Wassertasche min. 2.000 Euro
  • Kombinationsbonus (Pelletheizung/Solaranlage) 500 Euro

Hinzu können diverse Effizienzboni und Innovationsförderungen kommen.

Tipp: Die vollständige Übersicht der BAFA-Förderung finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Weitere Fördermöglichkeiten für Pelletheizungen

Fördermittel KFW BankAuch die KfW-Bankengruppe fördert den Einbau von Pelletheizungen. Diese wurden in der Vergangenheit teilweise deutlich angehoben. In der Regel werden hierfür zinsgünstige Kredite oder aber geldliche Zuschüsse gewährt. Die Förderungen werden im Rahmen der Programme „Energieeffizient bauen“, „Energieeffizent sanieren“ oder „Wohnraum modernisieren“ zunächst kategorisiert.

Die Förderung wird in Form eines Kredites mit 0,75 Prozent effektivem Jahreszins (Stand Januar 2016) gewährt. Beantragt werden können bis zu 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen oder 100.000 Euro pro Wohneinheit. Seit dem 1. Januar 2016 wird mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) zudem ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung gewährt. Die Maßnahmen können bereits begonnen werden, eine Antragstellung ist jedoch erst ab dem 1. April 2016 möglich.

Alternativ können Privatpersonen auch das Förderprodukt 430 (Energieeffizient sanieren) wählen, das nicht in Form eines Kredites, sondern eines Zuschusses gewährt wird. Für den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen nach dem APEE wird ein Zuschuss von 15 Prozent, maximal jedoch 7500 Euro pro Wohneinheit gezahlt.

Die Antragstellung der KfW-Förderung erfolgt über die Hausbank und kann bei Einzelmaßnahmen nicht mit den BAFA-Zuschüssen kombiniert werden. Ist die Pelletheizung aber Teil einer umfassenden Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, ist eine Kombination aus BAFA-Förderung und KfW-Förderung möglich und kann als spezieller Ergänzungskredit bei der KfW (Programm 167) beantragt werden.

Allerdings fördert die KfW-Bank, im Gegensatz zum Staat, auch die Installation einer Pelletheizung in Neubauten. Förderungen auf Länderebene sind für die Anschaffung einer Pelletheizung ebenfalls möglich. Da diese sich je nach Bundesland stark voneinander abheben, ist eine frühzeitige Informationseinholung über die Konditionen am jeweiligen Wohnort sinnvoll.

Teilweise wird die Anschaffung einer Pelletheizung auch von überregionalen Energieversorgern durch entsprechende Förderprogramme forciert. Meistens sind diese jedoch an einen Stromversorgungsvertrag gekoppelt, sodass ein Abwägen des Für und Wider angeraten ist.

Artikel teilen: