
Fernwärme definiert eine Möglichkeit der Gebäudebeheizung. Eine Idee, die keineswegs neu ist. Vor mehr als 2000 Jahren nutzten schon die alten Römer das Wasser ihrer heißen Thermalquellen dazu, um mit Hilfe von Leitungssystemen das heiße Wasser für die Beheizung von Gebäuden zu transportieren. Bis zum größeren kommerziellen Nutzen der Fernwärme sollten allerdings noch viele Jahrhunderte ins Land ziehen. Heute entsteht Fernwärme häufig in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen; je nach Netz kommen aber auch Heizwerke, Abwärme und erneuerbare Wärmequellen hinzu.
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Die erzeugte Wärme wird meist als heißes Wasser oder Dampf über gedämmte Rohrleitungen vom Erzeuger zu den Verbrauchern transportiert.
Neben Heizungswärme versorgt Fernwärme Wohnungen und Gebäude gleichzeitig mit Warmwasser. Die Erzeugung ist flexibel: Im Prinzip kann jede Art von Brennstoff genutzt werden – auch erneuerbare Energien und Abwärme. Wie klimafreundlich Fernwärme tatsächlich ist, hängt allerdings vom Energieträgermix des jeweiligen Netzes ab – mehr dazu im Artikel Umweltfreundlichkeit von Fernwärme.
Da die Wärme schon „fertig“ ins Haus kommt, gehören Heizkessel und Brennstofflager der Vergangenheit an. Fernwärmepreise sind stark vom örtlichen Netz, den Preisbestandteilen und der vertraglichen Preisgleitklausel abhängig; steigende Erzeugungs- oder Marktkosten können deshalb ebenfalls beim Kunden ankommen. Ob sich Fernwärme finanziell lohnt, hängt vom konkreten Preisblatt und Anschlusswert ab – einen Überblick gibt der Artikel Fernwärme: Kosten und Preise.
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