Wasser sparen: Bad

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Sinnvoll Wasser sparen im Badezimmer

Wasser sparen Bad
Wasser sparen Bad © Pixelot , fotolia.com

Jeder einzelne Bewohner Deutschlands verbraucht täglich 47 Liter Trinkwasser für seine persönliche Körperpflege, das Duschen oder das Baden. Pro Kopf und Jahr ergibt dies eine Wassermenge von rund 17.155 Liter, was 36 Prozent des persönlichen und direkten Trinkwasserverbrauchs entspricht. Zahlreiche Optimierungsmaßnahmen tragen dazu bei, im Badezimmer große Mengen an Wasser einzusparen. Der folgende Artikel gibt einen klaren Überblick über das immense Einsparungspotenzial in diesem Bereich und verdeutlicht, dass dies ohne eine Einschränkung der Lebensqualität stattfinden kann.

Der bewusste Umgang mit Wasser

Viele Tätigkeiten im Badezimmer geschehen aus reiner Routine heraus. Das tägliche Zähneputzen zählt ebenso zu diesen Routinehandlungen wie die allmorgendliche Rasur oder die erfrischende Dusche. Dabei stellt sich die Frage: Muss der Wasserhahn dabei wirklich durchgehend aufgedreht sein?

Wer seinen täglichen Ablauf im Badezimmer bewusst analysiert, wird rasch dahinterkommen, dass tagtäglich eine große Wassermenge ungenutzt in den Abfluss läuft. So spart etwa automatisch jeder Wasser, der einen Zahnputzbecher verwendet. Auch beim Rasieren muss der Wasserhahn nicht durchgehend aufgedreht sein. Hier spart jeder Wasser, der dazu etwa das Waschbecken nur halb volllaufen lässt.

Rund 15 Liter Wasser spart, wer beim Händewaschen während der Zeit des Einseifens automatisch den Wasserhahn abdreht. Auch das Duschen bietet reichlich Gelegenheit dazu, das Wasser zwischendurch kurz abzudrehen. So können alleine bei einer Dusche bis zu 30 Prozent Wasser eingespart werden.

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Duschen versus Baden

Generell schont derjenige seine Haut, der eine Dusche einem ausgiebigen Wannenbad vorzieht. Davon unabhängig benötigt eine erfrischende Dusche zwischen 30 und 80 Liter Wasser. Ein Wannenbad schlägt hier mit einem Wasserverbrauch von 150 bis 200 Liter zu Buche. Dennoch gibt es auch für eingefleischte Anhänger des Wannenbads eine sinnvolle Möglichkeit, den persönlichen Wasserverbrauch zu senken. Wer in einer Körperformwanne badet, benötigt um bis zu 25 Liter Wasser weniger als in einer herkömmlichen Badewanne. Der Erholungseffekt bleibt dabei selbstverständlich vollständig erhalten.

Auch beim Duschen selbst ergeben sich zahlreiche Einsparungspotenziale. Während ein herkömmlicher Duschkopf einen Wasserverbrauch von bis zu 25 Liter pro Minute zulässt, reduziert ein Sparduschkopf denselbigen auf acht bis zehn Liter pro Minute. Ältere Duschköpfe müssen nicht zwingend komplett ersetzt werden, um Wasser zu sparen. Solche Modelle können mühelos nachgerüstet werden. Der hierfür erforderliche Nachrüstsatz ist bereits um rund fünf Euro erhältlich. Mit nur wenigen Handgriffen montiert, reduziert ein solcher Durchflussbegrenzer den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent.

Die Armatur

Die Auswahl der entsprechenden Armatur wirkt sich direkt auf den Wasserverbrauch und die damit verbundenen Kosten aus. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass die Armatur tagtäglich unzählige Male in Verwendung ist. Somit kommen Einsparungseffekte in diesem Bereich Tausende Male jährlich, über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg, zum Tragen.

Sogenannte Einhandmischer leisten einen wertvollen Beitrag dazu, den täglichen Wasserbedarf nachweislich zu senken. Im Unterschied zu Armaturen mit zwei Griffen kann die gewünschte Temperatur des Wassers in diesem Fall wesentlich zügiger eingestellt werden. Hinzu kommen zahlreiche technische Raffinessen der unterschiedlichen Hersteller, die den Wasserverbrauch bei jedem Einsatz reduzieren, ohne dass dies dem Anwender bewusst ist. Dies führt zu einer Reduzierung des Wasserverbrauchs, im Bezug zu Armaturen mit zwei Griffen, um mehr als die Hälfte.

Spezielle Thermostatmischer wiederum reduzieren den Wasser- und Energieverbrauch, der beim Duschen entsteht. Bei diesen Armaturen wird die gewünschte Wassertemperatur fix eingestellt. Zugleich lässt sich der Wasserstrahl mit einer Handbewegung unterbrechen und ist bei Bedarf auf Knopfdruck wieder reaktivierbar.

Der tropfende Wasserhahn

Das konstante Tropfen eines undichten Wasserhahns hat bereits Tausenden Menschen wertvolle Nerven gekostet. Generell unbekannt hingegen ist die Tatsache, dass ein undichter Wasserhahn einen wahren Großverbraucher an Trinkwasser darstellt.

Bereits ein harmlos erscheinendes Tröpfeln summiert sich in Summe auf jährlich 800 Liter Trinkwasser. Daher sollte ein undichter Wasserhahn möglichst zügig repariert werden. Unliebsame Überraschungen bei der nächsten Wasserrechnung werden somit einfach vermieden.

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