Ressourcen sind schon immer kostbar – das schlägt sich auch in der jährlichen Nebenkostenabrechnung nieder. Jeder Liter Wasser und jede Kilowattstunde Strom oder Heizenergie treibt die jährlichen Haushaltskosten nach oben.
Deshalb sollte sich jeder mit dem Thema „Wasser sparen“ auseinandersetzen. Immerhin reduziert sich durch die richtigen Maßnahmen nicht nur der Verbrauch von kostbarem Wasser, sondern auch von noch teurerer Energie. Und ein nicht zu vergessender Faktor: Durch Wasser- und Energieersparnis tun Sie auch etwas Gutes für die Umwelt.

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Was ist wirklich sinnvoll, um Kosten für Wasser und vor allem Warmwasser einzusparen?
Zum Thema „Wasser sparen“ sind eine Menge Tipps und Tools in Umlauf. Wir wollen Ihnen zeigen, welche Maßnahmen und Anschaffungen besonders sinnvoll sind.
Zu den Gadgets, die sich als sinnvoll erwiesen haben, um Ihre Kosten für Wasser und Warmwasser zu reduzieren, gehören:
- Wasserhahnaufsatz
- Wassersparender Duschkopf
- Duschtimer
- Wasserstopper
- Einhandmischer
- Sensor-Armaturen
- Regentonnen und Zisternen
- Smarte Verbrauchsanzeigen
1. Wasserhahnaufsatz
Ein Wasserhahnaufsatz, auch Perlator, Luftsprudler oder Durchflussbegrenzer genannt, reduziert die Menge des Wassers, die tagtäglich durch Ihre Armaturen fließt. Wie viel das bringt, hängt von Haushaltsgröße und Gewohnheiten ab – über alle Armaturen summiert sich die Ersparnis aber schnell auf mehrere tausend Liter im Jahr, an Warmwasserhähnen kommt die eingesparte Energie fürs Aufheizen hinzu. Mit einer wirklich geringen Investition von wenigen Euro pro Wasserhahn lassen sich so die jährlichen Nebenkosten spürbar senken – die Anschaffung macht sich meist binnen weniger Monate bezahlt. Da sich die Montage mit wenigen Handgriffen bewerkstelligen lässt, handelt es sich um eine Maßnahme, die sich auch von Laien ganz einfach umsetzen lässt.
Ein solches Tool bietet sich sowohl für den Waschtisch als auch in der Küche für die Spüle an. Tagtäglich waschen wir uns mehrfach am Tag die Hände. Je weniger Wasser dabei durch die Armatur gelangt, desto sparsamer gehen wir tagtäglich mit der wertvollen Ressource Wasser um. Das Gleiche gilt für das tagtägliche Abspülen von Geschirr und fürs Waschen von Gemüse, Obst und Co in der Küche. Eine Ausnahme sind hydraulische Durchlauferhitzer und drucklose Warmwasserspeicher: Damit funktionieren Durchflussbegrenzer und Sparduschköpfe laut co2online nicht immer einwandfrei – vor dem Kauf die Herstellerangaben prüfen.

2. Wassersparender Duschkopf
Besonders viel Wasser braucht die tägliche Körperpflege. Herkömmliche Duschen liefern pro Minute 12 bis 15 Liter Wasser. Wer also gern ausgiebig duscht – sagen wir fünf Minuten täglich – lässt dabei bis zu 75 Liter wertvolles Warmwasser in den Abfluss fließen. Zum Vergleich: In eine herkömmliche Badewanne passen 150 Liter Wasser, womit Sie das Duschen immerhin halb so viel Wasser kostet wie ein Vollbad.
Durch einen wassersparenden Duschkopf reduziert sich die Wassermenge wie beim Wasserhahnaufsatz, da das Gadget weniger Wasser durch die Dusche fließen lässt. Wenn Sie Ihre Duscharmatur aktivieren, wird das in den Schlauch geleitete Wasser mit Luftbläschen angereichert, was die Menge an Wasser reduziert.
Der Komfort muss darunter nicht leiden: Viele Sparduschköpfe mischen Luft bei oder formen den Strahl so, dass er trotz geringerer Wassermenge voll wirkt. Viele empfinden den Mix aus Wasser und Luftbläschen sogar als angenehm weich. In Gegenden mit besonders kalkhaltigem und damit hartem Wasser kann ein wassersparender Duschkopf das Duschen daher nicht nur wassersparender, sondern auch sehr viel komfortabler gestalten.
Gegenüber einem Standard-Duschkopf kann mit einem besonders sparsamen Duschkopf der Wasserverbrauch von 15 Litern auf knapp 6 Liter pro Minute reduziert werden. Im Rechenbeispiel von co2online spart ein Zwei-Personen-Haushalt bei je 300 Duschtagen à 6 Minuten, Gas-Warmwasser und einer Senkung des Duschdurchflusses von 14 auf gut 8 Liter pro Minute im Jahr gut 20.000 Liter Wasser und rund 1.460 Kilowattstunden Energie – zusammen bis zu 270 Euro.
Beispielrechnung: Was bringt der Sparduschkopf?

3. Duschtimer
Trotz wassersparendem Duschkopf ist es wichtig, nicht unbegrenzt lang unter der Dusche zu stehen. Denn trotz Gadget, das die Wassermenge reduziert, fließen immer noch etwa sechs Liter Wasser in der Minute durch die Armatur hinunter in den Abfluss. Gerade Menschen, die sich unter der Dusche lange Wohlfühlmomente gönnen, bietet sich ein Duschtimer an.
Diesen können Sie an einen Haken in Ihrer Duschkabine hängen oder durch einen Saugnapf an einer Ihrer Duschwände anbringen. Wenn Sie nicht stets auf die Anzeige schauen wollen, nachdem Sie zu duschen begonnen und den Timer aktiviert haben, können Sie auch einen Alarm einstellen, der Ihnen akustisch anzeigt, dass Sie mit dem Duschen langsam fertig werden sollten. Bei einer 3-Minuten-Schnelldusche laufen gegenüber einer 10-Minuten-Dusche 18 Liter gegenüber 60 Liter Trinkwasser durch – ein sehr großes Einsparpotenzial!
4. Wasserstopper
Mit einem Klick sperren Sie durch einen Wasserstopper die Wasserzufuhr ab. Ein solches Gadget ist besonders zu empfehlen, wenn in Ihrem Badezimmer Zweigriffarmaturen im Einsatz sind. Beim Duschen können Sie so beim Einseifen oder Rasieren das Wasser abstellen, ohne aber die passende Temperatur wieder zu verlieren. Sobald Sie den Wasserstopper wieder öffnen, dringt Wasser mit der gleichen Temperatur aus dem Hahn.

5. Einhandmischer
In vielen alten Badezimmern sind nach wie vor Zweigriffmischer im Einsatz. Diese verfügen über einen Hebel für Kalt- und einen für Warmwasser. Die Folge: Es dauert eine Weile, um die richtige Wassertemperatur einzustellen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Wasser und Energie. Immerhin fließt während des Einstellens eine Menge Wasser ungenutzt durch den Abfluss.

Daher sollten Sie, wenn Sie nach wie vor Zweigriffmischer in Ihrem Haushalt nutzen, über die Montage von Einhebelmischern nachdenken. Mit diesen ist es viel einfacher, die richtige Wassertemperatur zu finden, was den Komfort erhöht und Wasser sowie Energie einspart. Je nach Nutzung und Warmwasserpreis kann sich die Investition binnen weniger Jahre bezahlt machen.
6. Sensor-Armaturen
Armaturen, die mit einem Sensor ausgestattet sind, kennen die meisten nur aus dem öffentlichen Bereich. Doch dort stellen sie nicht ohne Grund den Standard dar. Sensor-Armaturen reagieren erst, wenn sich die Hände bereits unter dem Hahn befinden und stellen nur eine reduzierte Menge an Wasser bereit. So verringert sich die Wassermenge bei jedem Händewaschen deutlich.
Mit einer herkömmlichen Armatur neigen wir dazu, mehr Wasser als nötig fürs Händewaschen zu nutzen. Daher kann eine Sensor-Armatur im Gäste-WC, in dem am Waschbecken wirklich nur Hände gereinigt werden, eine durchaus sinnvolle Anschaffung sein.

7. Regentonnen und Zisternen
Auch im Garten können Sie mit den richtigen Helfern Wasser einsparen. Gerade wer über viele Pflanzen verfügt, braucht während trockener Perioden eine Menge der wertvollen Ressource. Statt das Wasser zum Gießen aus dem Hahn zu entnehmen, können Sie mithilfe einer Regentonne Regenwasser, das auf Ihr Dach fällt, gezielt sammeln und zum Bewässern Ihrer Pflanzen einsetzen. Das reduziert nicht nur die Wasserrechnung, das natürliche Regenwasser bietet sich für Ihre Pflanzen auch deutlich besser an als kalkhaltiges Leitungswasser.

Wer über einen besonders großen Garten verfügt, kann sich auch für eine unterirdische Zisterne entscheiden. Mit separatem Brauchwasserkreislauf kann das dort gesammelte Wasser nicht nur für den Garten, sondern auch für ausgewählte Haushaltszwecke wie Toilettenspülung oder Waschmaschine eingesetzt werden; als Trinkwasser oder zum Geschirrspülen ist Regenwasser nicht geeignet.
8. Smarte Verbrauchsanzeigen
Wer wissen will, wo das Wasser tatsächlich bleibt, kann den Verbrauch inzwischen auch digital sichtbar machen: Smarte Duschanzeigen messen Wassermenge und Temperatur direkt am Duschkopf, App-gekoppelte Bewässerungscomputer dosieren das Gartenwasser nach Wetterlage, und elektronische Wasserzähler melden ungewöhnliche Verbräuche – etwa eine ständig nachlaufende Toilettenspülung – frühzeitig. Oft verändert schon der sichtbar gemachte Verbrauch das eigene Verhalten. Welche vernetzten Armaturen, Duschsysteme und WCs es gibt, zeigt der Ratgeber Smarte Sanitäranlagen.
Womit anfangen? Die Spar-Helfer nach Aufwand sortiert
| Aufwand | Helfer | Kosten | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Sofort | Strahlregler auf Waschtisch- und Küchenarmatur | wenige Euro | Durchfluss sinkt um 30 bis 50 Prozent |
| Sofort | Sparduschkopf einbauen | ca. 20–40 € | größter Warmwasser-Hebel im Bad |
| Kleinkauf | Duschtimer und Wasserstopper | wenige Euro | unterstützt sparsame Gewohnheiten |
| Investition | Einhandmischer oder Sensor-Armatur nachrüsten | zwei- bis dreistellig | spart bei jedem Zapfen Wasser und Energie |
| Investition | Regentonne aufstellen, bei Bedarf Zisterne | Tonne ab ca. 30 € | Gartenwasser nahezu kostenlos |

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