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Wasser sparen: Wäsche waschen

Sinnvoll Wasser sparen beim Wäschewaschen

Pro Jahr verbraucht jeder Einwohner Deutschlands rund 5.300 Liter Trinkwasser für das Wäschewaschen. Das entspricht einem täglichen Wasserverbrauch von gut 14 Litern oder 12 Prozent des direkten, persönlichen Wasserkonsums. Saubere Kleidungsstücke gehören zweifellos zu den Grundvoraussetzungen des Alltags. Dennoch gibt es auch bei der Wäschepflege eine Vielzahl an Möglichkeiten, wertvolles Wasser einzusparen, ohne Abstriche an der Sauberkeit der Bekleidung machen zu müssen. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die bestehenden Möglichkeiten, beim Wäschewaschen wertvolles Wasser zu sparen.

Waschkeller © Tanja Esser, stock.adobe.com
Wasser sparen beim Wäsche waschen © Tanja Esser, stock.adobe.com
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Die Waschmaschine bewusst einsetzen

Bereits mit einfachen Mitteln lässt sich der durchschnittliche Wasserverbrauch fürs Wäschewaschen spürbar senken – vor allem durch volle Trommeln, passende Programme und selteneres Waschen nur leicht getragener Kleidung. Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, besteht darin, die Waschmaschine erst dann in Betrieb zu nehmen, wenn diese auch tatsächlich voll ist.

Ein kurzer Blick in das Datenblatt einer Waschmaschine genügt, um herauszufinden, für welche Wäschemenge das Gerät definitiv geeignet ist. Bei modernen Waschmaschinen können je nach Modell 7 bis 10 Kilogramm Wäsche mit einem Waschgang gewaschen werden. Häufig werden Waschgänge gestartet, obwohl das Gerät bestenfalls zu zwei Dritteln gefüllt ist. Bei Koch- und Buntwäsche arbeiten Geräte besonders effizient, wenn die Trommel gut gefüllt ist; als Faustregel sollte noch etwa eine Handbreit Luft bleiben. Pflegeleichte, Fein- und Wollwäsche brauchen dagegen mehr Platz in der Trommel.

Routinemäßig wählen viele Menschen eine Waschtemperatur von 40 Grad Celsius oder mehr. Bei wenig oder normal verschmutzter Wäsche genügt jedoch zumeist eine Temperatur von 30 Grad Celsius, um dasselbe Waschergebnis zu erzielen. Wer eine niedrigere Wassertemperatur wählt, kann erheblich Strom sparen.

Waschmaschinen am besten immer voll beladen
Waschmaschinen am besten immer voll beladen

Neuere Waschmaschinen-Modelle weisen generell einen geringeren Wasserverbrauch auf. Die Waschvorgänge selbst dauern jedoch, verglichen mit älteren Maschinen, oftmals deutlich länger. Diese Tatsache verleitet viele Menschen dazu, das zumeist ebenso verfügbare Schnell- oder Kurzprogramm zu wählen. Oft benötigen verkürzte Wasch-Programme jedoch deutlich mehr Strom und auch mehr Wasser als das Standardprogramm. Dies mag zwar unlogisch erscheinen, liegt jedoch daran, dass die Maschinen die meiste Energie für das Aufheizen des Wassers benötigen. Wenn dies schneller gehen soll – wie beim Kurzprogramm – steigt der Energiebedarf.

Die Spar-Routine vor jedem Waschgang

Trommel wirklich voll? Bei Koch-/Buntwäsche sollte oben noch etwa eine Handbreit Luft bleiben; Fein-, Woll- und Pflegeleichtwäsche lockerer beladen.
30 Grad statt 40 wählen – bei normal verschmutzter Wäsche reicht das in der Regel.
Eco-Programm statt Kurzprogramm: Die längere Laufzeit spart Wasser und Strom, das Kurzprogramm verbraucht meist mehr.
Waschmittel nach Wasserhärte und Beladung dosieren – Überdosierung kann Rückstände verursachen und bei Geräten mit Schaumerkennung zusätzliche Spülgänge oder mehr Wasser auslösen.
Nur Geruch, kein Fleck? Erst lüften oder dämpfen statt waschen.
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Die neue Waschmaschine spart Wasser

Neue Waschmaschinen sind gemeinhin deutlich sparsamer als ihre Vorgänger. Der allgemeine Trend zu einem schonenden Umgang mit unseren Ressourcen sowie die konstante technische Weiterentwicklung führten dazu, dass unter anderem der Wasserverbrauch der Geräte deutlich reduziert werden konnte. Maschinen aus den 1970er- und frühen 1980er-Jahren benötigten in Vergleichsdaten noch rund 150 bis 180 Liter Wasser pro Waschgang; Anfang der 1990er-Jahre lag der Wert bereits niedriger. Aktuelle Geräte liegen im Eco-40-60-Programm häufig bei etwa 40 bis 55 Litern pro Waschgang – sparsame Modelle darunter.

Waschmaschine bedienen © Lightfield Studios, stock.adobe.com
Waschmaschine bedienen: Neue Modelle sparen Energie und Wasser © Lightfield Studios, stock.adobe.com

Wasser und Energie sparend sind vor allem die ECO-Programme, die moderne Waschmaschinen anbieten. Auch wenn diese Programme teilweise besonders lange laufen: Es werden Wasser und Energie eingespart, da Wasser und Waschpulver bei diesen Programmen deutlich mehr Zeit haben, einzuwirken und eine Reinigungswirkung zu entfalten.

Bei Kombigeräten, also der Kombination von Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät, lohnt der genaue Blick aufs EU-Label: Wassergekühlte Waschtrockner können für den Trockenvorgang zusätzlich Leitungswasser benötigen; Modelle mit Luftkondensation oder Wärmepumpe nicht. Außerdem ist die Trocknungs-Füllmenge oft kleiner als die Wasch-Füllmenge, sodass bei voller Waschladung ein zweiter Trockengang nötig werden kann.

Bei der Neuanschaffung lohnt deshalb der Blick auf das EU-Label: Dort ist bei Waschmaschinen neben dem Energieverbrauch (je 100 Waschzyklen) auch der Wasserverbrauch pro Waschgang im Programm Eco 40-60 angegeben.

EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher
EU-Label: Je besser die Energieeffizienzklasse, desto umweltfreundlicher

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Eco 40-60: das Sparprogramm als neuer Standard

Seit März 2021 schreiben die EU-Ökodesign-Regeln für Waschmaschinen das Programm Eco 40-60 vor; die Energielabel-Werte beziehen sich auf dieses Programm: Es reinigt normal verschmutzte Baumwollwäsche, die laut Pflegeetikett für 40 oder 60 Grad geeignet ist, gemeinsam in einem Durchlauf – mit möglichst wenig Wasser und Strom. Alle Verbrauchsangaben auf dem Label beziehen sich auf dieses Programm, und die Hersteller müssen es direkt anwählbar machen. Für den Alltag heißt das: Wer Eco 40-60 nutzt, verwendet das Programm, auf dem die Labelwerte beruhen. Die tatsächlichen Verbrauchswerte können je nach Beladung, Modell und Wasserhärte abweichen. Die längere Laufzeit gehört dazu, denn die zusätzliche Einwirkzeit ersetzt Wassermenge und hohe Temperatur.

Das regelmäßige Lüften der Bekleidung

Insbesondere nach längeren Abendveranstaltungen oder in den kühlen Monaten nehmen Kleidungsstücke leicht Umgebungsgerüche, wie etwa Zigarettenrauch oder Restaurantgerüche, an. Diese Gerüche werden vielen Menschen erst zu Hause bewusst. Die entsprechenden Textilien wandern danach zumeist direkt in die Waschmaschine.

In den häufigsten Fällen ist es jedoch bereits ausreichend, den Wollpullover oder die Jacke auf einen Kleiderbügel aufzuhängen und die Wäsche zum Lüften für mehrere Stunden an die frische Luft zu geben. Auf diese Art und Weise verflüchtigen sich unangenehme Gerüche, und die Wäsche riecht wieder frisch. Regelmäßiges Lüften der Wäsche spart allerdings nicht nur wertvolles Wasser. Alternativ können auch sogenannte Steamer genutzt werden – Dampfbürsten, die Wäsche mithilfe von Dampfstößen auffrischen. Zugleich sinkt der Strombedarf des gesamten Haushalts. Vor allem werden auch die empfindlichen Textilien selbst geschont und ihre Lebensdauer verlängert.

Am besten schon beim Einkaufen ans Waschen denken
Am besten schon beim Einkaufen ans Waschen denken

Die Handwäsche

Das Waschen von Kleidungsstücken per Hand ist gewiss nicht jedermanns Sache. Hinsichtlich des Wasserverbrauchs ist die Handwäsche außerdem keine Alternative zum Einsatz einer Waschmaschine. Je nach Vorgehen kann Handwäsche pro Kilogramm Wäsche mehr Wasser benötigen als eine gut beladene Waschmaschine, vor allem wenn unter laufendem Wasser gespült oder das Wasser mehrfach gewechselt wird.

Maschine, Hand oder nur auffrischen?

MethodeWasserbedarfWann sinnvoll
Waschmaschine, voll beladen (Eco 40-60)ca. 45–55 lStandard für normal verschmutzte Wäsche
Handwäschestark abhängignur für ausgewiesene Handwäsche-Textilien
Lüften oder Steamerfast 0 lbei Gerüchen ohne sichtbare Verschmutzung
Quelle: Öko-Test (Maschinenverbrauch); übrige Einordnung aus diesem Artikel

Einige Kleidungsstücke sind jedoch ausschließlich für die Handwäsche geeignet oder zu empfindlich für die Waschmaschine. Um den Wasserbedarf beim Spülen der Wäschestücke zu reduzieren, waschen und spülen Sie Handwäsche am besten in einer Schüssel statt unter laufendem Wasser. Zusätze wie Essig sind kein verlässlicher Wasserspar-Trick und können je nach Material problematisch sein.

Waschmaschine richtig einstellen © Goffkein, stock.adobe.com
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