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Wasser sparen im Haushalt

Deutschland galt lange als ein wasserreiches Land. Satellitendaten zeigen einen deutlichen Rückgang der Wasserspeicher; je nach Auswertemethode reichen veröffentlichte Schätzungen von rund 0,76 bis 2,5 Milliarden Tonnen Wasserverlust pro Jahr. Auch wenn sich die Speicher in nasseren Jahren teilweise erholen, machen häufigere trockene Sommer und regional drohende Wasserknappheit den bewussten Umgang mit der Ressource wichtiger denn je.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 126 Liter Trinkwasser nutzt jede Person täglich – das meiste davon für Körperpflege und Toilettenspülung.
  • Der größte Kostenhebel ist Warmwasser: Wer hier spart, senkt Wasser- und Energiekosten gleichzeitig.
  • Viele Maßnahmen kosten wenig – tropfende Armaturen reparieren, Sparduschkopf einbauen und Geräte voll beladen wirken sofort.
  • Mit dem virtuellen Wasser aus Konsumgütern steigt der tatsächliche Verbrauch auf rund 7.200 Liter pro Kopf und Tag.
Traktor auf einem trockenen Feld © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Trockene Sommer werden immer häufiger © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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Wasserverbrauch sinkt langfristig – Warmwasser bleibt der Kostenhebel

Der personenbezogene Trinkwassergebrauch ist dabei langfristig gesunken, schwankte zuletzt aber mit trockenen Jahren und Verbrauchsverhalten. Warmwasser bleibt der zentrale Kostenhebel: Etwa jeder vierte verbrauchte Liter ist im Durchschnitt Warmwasser. Für die Warmwasserbereitung werden je nach Abgrenzung etwa 12 bis 15 Prozent des Energieverbrauchs eines Durchschnittshaushalts verwendet. Wer effektiv Wasser spart, spart über die Reduzierung des Warmwasserverbrauchs auch Energie, die zum Erhitzen des Wassers gebraucht wird, und senkt dadurch nicht zuletzt die CO2-Emissionen.

Laut Statistischem Bundesamt belief sich der tägliche Wasserverbrauch zuletzt auf durchschnittlich 126 Liter pro Person (Erhebung 2022, einschließlich Kleingewerbe). Verbraucht man 70 bis 100 Liter Wasser pro Kopf und Tag, zählt man zu den sparsamen Verbrauchern. Bei über 150 Liter pro Tag ist der Verbrauch entschieden zu hoch. Wer wissen möchte, mit welchen Kosten beispielsweise das persönliche Duschverhalten zu Buche schlägt, kann das mit Hilfe eines Rechners der Verbraucherzentrale herausfinden:

BEISPIEL:
  • Wassertemperatur 38 °C
  • 10 Liter Wasser pro Minute
  • Duschfrequenz 7 x pro Woche / Duschdauer 8 Minuten

-> ca. 1,40 Euro pro Duschvorgang / rund 500 Euro pro Jahr (bei elektrischer Warmwasserbereitung; das Ergebnis hängt vom Strom- und Wasserpreis ab)

Mit einer minimalen Reduzierung der Temperatur auf 37° C, einem Sparduschkopf und einer Duschdauer von 5 Minuten ließen sich bei diesem Beispiel Kosten einsparen:

5 Minuten Duschen kostet dann nur etwa 50 Cent und verbraucht mit Sparduschkopf (rund 7 Liter pro Minute) nur etwa 35 Liter Wasser.

Beispielrechnung: Eine Minute kürzer duschen

Eine Minute weniger pro Tag bei herkömmlichem Duschkopf (12 Liter pro Minute)ca. 4.400 l Wasser im Jahr
Darin enthaltene Warmwasser-Energie (Erwärmung um rund 26 °C)ca. 130 kWh im Jahr
Ersparnis pro Person und Jahrrund 30 bis 60 Euro
Eigenes Rechenbeispiel heizsparer.de – Annahmen: tägliches Duschen, 12 l/min, Erwärmung von 12 auf 38 °C; 4 bis 6 €/m³ für Trink- und Abwasser, Energiepreis 10 bis 30 ct/kWh je nach Energieträger
Frau duscht © Alena Ozerova, stock.adobe.com
Wasser sparen ohne Komfortverlust – Duschen statt Baden © Alena Ozerova, stock.adobe.com

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Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Person pro Tag

  • Essen und Trinken etwa 5 Liter
  • Duschen und Körperpflege 20 bis 80 Liter
  • Toilettenspülung etwa 30 bis 35 Liter
  • Kochen 3 Liter
  • Geschirr spülen 7 Liter
  • Wäsche waschen 15 Liter
  • Putzen, Autopflege und Garten 8 Liter
Durchschnittliche Wassernutzung im Haushalt
Durchschnittliche Wassernutzung im Haushalt

Wasser sparen im Haushalt ist im Badezimmer, in der Küche und auch im Garten schon ohne viel Aufwand möglich. Fest steht, dass ein überlegter und maßvoller Umgang mit Wasser auf lange Sicht betrachtet, den größten Effekt hat. Welche Maßnahmen zum Einsparen von Wasser in Frage kommen und ohne nennenswerten Komfortverlust in den Alltag integrierbar sind, entscheidet jeder selbst. Es ist jedoch überraschend, dass viele Tipps zum Wasser sparen, meist keine großen Einschränkungen bedeuten.

Wo Sie ansetzen können: Maßnahmen nach Wohnsituation

Nicht jeder Spar-Hebel passt zu jeder Wohnform. Die vier häufigsten Ausgangslagen im Überblick.

WennMietwohnung ohne Garten

Dann Sparduschkopf, Perlatoren und WC-Spartaste nachrüsten

Alle drei Maßnahmen kommen ohne Eingriff in die Installation aus, kosten zusammen unter 50 Euro und lassen sich beim Auszug rückstandslos entfernen – dazu Gewohnheiten wie kürzeres Duschen.

WennEigenheim mit Garten

Dann Regenwasser nutzen und Bewässerung optimieren

Regentonne oder Zisterne ersetzen Trinkwasser beim Gießen; wer neu baut oder saniert, kann Regenwasser über ein getrenntes Leitungsnetz auch für die Toilettenspülung nutzen (DIN 1989-100 und DIN EN 16941-1 beachten).

WennWarmwasser per Durchlauferhitzer

Dann Vor dem Kauf von Spar-Zubehör den Gerätetyp prüfen

Hydraulische Durchlauferhitzer vertragen Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer häufig nicht; elektronische Geräte arbeiten effizienter und harmonieren besser mit Spar-Zubehör.

WennWasch- oder Spülmaschine über 10 Jahre alt

Dann Austausch prüfen, bis dahin voll beladen und Eco nutzen

Moderne Geräte sparen mit Mengensensoren und Eco-Programmen Wasser und Strom; ob sich der Austausch rechnet, zeigt der Vergleich von Neupreis und laufenden Kosten.

Einordnung: Redaktion heizsparer.de · Verbrauchswerte aus diesem Artikel

Im Badezimmer wird durchschnittlich das meiste Wasser verbraucht. Bereits wenige Sparmaßnahmen reduzieren Energie- und Wasserkosten und werden rasch zur Gewohnheit.

  • Duschen Sie öfter statt zu Baden. Ein Vollbad bei durchschnittlicher Wannengröße verbraucht rund 150 Liter Wasser, beim Duschen mit herkömmlichem Duschkopf sind es etwa 12 Liter pro Minute, also rund 60 Liter bei fünf Minuten Duschzeit. Mit einem Sparduschkopf (rund 7 Liter pro Minute) sinkt der Verbrauch auf etwa 35 Liter.
  • Schon die Reduzierung der Duschzeit um eine Minute und die Reduzierung der Temperatur um ein Grad bringt langfristig deutliche Einsparungen an Wasser und Energie
  • Beim Händewaschen während des Einseifens das Wasser abzudrehen, spart bis zu 15 Liter Wasser
  • dasselbe gilt für das Zähneputzen
  • Einhandmischer lassen sich – im Gegensatz zu Mischbatterien – besser auf die gewünschte Temperatur einstellen und müssen nicht jedes Mal neu gemischt werden.
  • Wassermengenregler (Perlatoren) in den Armaturen optimieren den Wasserstrahl durch Beimischung von Luft und können den Wasserverbrauch nahezu unmerklich um die Hälfte reduzieren. Vergleichbar funktionieren auch die im Handel erhältlichen Sparduschköpfe. Spar-Mischdüsen reduzieren den Wasserdurchfluss von durchschnittlich 15 Litern auf unter 8 Litern pro Minute.
Tipp: Perlatoren regelmäßig entkalken und reinigen um Keime und Bakterien zu entfernen und ggf. einen neuen Dichtungsring einsetzen.
Wasser sparen im Badezimmer
Wasser sparen im Badezimmer
Tipps zum Wasser sparen
Tipps zum Wasser sparen
Wasserhahn © pixelot, stock.adobe.com
Wasser sparen: Bad

Sinnvoll Wasser sparen im Badezimmer Jeder einzelne Bewohner Deutschlands verbraucht täglich rund 44 Liter Trinkwasser für seine persönliche Körperpflege, das… weiterlesen

Achtung:
Durchflussbegrenzer in Armaturen, Einhebel- und thermostatische Mischbatterien, sowie Sparduschköpfe eignen sich für hydraulische Durchlauferhitzer häufig nicht.
Elektronischen oder vollelektronische Durchlauferhitzer arbeiten deutlich effizienter als hydraulische Modelle und funktionieren besser zusammen mit Spar-Zubehör.
  • Spartaste für Toilettenspülung (5 statt 9 Liter pro Spülung)
  • Dichtungen und Dämmung prüfen / Kalk entfernen / tropfende Wasserhähne abdichten
Ein tropfender Wasserhahn sollte schnell repariert werden
Ein tropfender Wasserhahn sollte schnell repariert werden
  • Nachlaufende Toilettenspülung reparieren
  • Warmwasserspeicher dämmen
  • Für zentrale Warmwasserspeicher sehen die anerkannten Regeln der Technik (DVGW-Arbeitsblatt W 551) 60 °C am Speicheraustritt vor – das beugt Legionellen vor. Deutlich höhere Temperaturen kosten dagegen unnötig Energie.
  • Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern genügen an der Zapfstelle oft niedrigere Nutztemperaturen, etwa 45 °C an der Küchenspüle und rund 38 °C zum Duschen. Wird das Gerät dauerhaft niedrig betrieben, empfiehlt die Verbraucherzentrale regelmäßiges Durchspülen und zeitweises Nutzen von mindestens 55 °C.
Kleindurchlauferhitzer sind ideal für das Händewaschen
Kleindurchlauferhitzer sind ideal für das Händewaschen
  • Schalten Sie Kleinspeicher am besten nur zur Nutzung ein. Nach längerer Abschaltung sollten Gerät und Armatur auf Warm- und Kaltwasserseite vollständig durchgespült werden; eingeschaltet empfiehlt die Verbraucherzentrale mindestens 50 °C.
  • Passen Sie die Schaltung der Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr dem individuellen Tagesablauf an – bei zentralen Anlagen nur, wenn Temperatur- und Hygieneanforderungen eingehalten bleiben; in größeren Anlagen sollte ein Fachbetrieb die Laufzeiten prüfen.
Die Wassermenge für die Toilettenspülung kann reduziert werden
Die Wassermenge für die Toilettenspülung kann reduziert werden
Der Luftsprudler ist schnell eingebaut und hilft beim Wasser sparen
Der Luftsprudler ist schnell eingebaut und hilft beim Wasser sparen
TIPP: Achten Sie beim Kauf von Sanitärprodukten auf das Wasser-Effizienz-Label WELL

Wäsche waschen und Geschirrspülen verbraucht rund 20 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs im Haushalt. Wichtig ist daher die Energieeffizienz der verwendeten Geräte. Oft lohnt der Austausch alter Geräte, da sie deutlich weniger Energie verbrauchen und mit Eco-Programmen und Mengensensoren das Wassersparen erleichtern.

Die Energieeffizienz wird mit den Klassen A (hohe Effizienz) bis G (niedrige Effizienz) bezeichnet. Zusätzlich kann in der Kategorie A zwischen A+ bis A+++ unterschieden werden, etwa bei Backöfen oder Klimaanlagen.

2021 wurde ein neues Energielabel für Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke oder Fernseher eingeführt: Es reicht von A bis G – die Label A+ bis A+++ gibt es dort nicht mehr. Mehr dazu im Ratgeber zum EU-Energielabel.

  • Grundsätzlich sind gut gefüllte Geräte, um einiges sparsamer als wenn per Hand gespült wird. Moderne Spülmaschinen kommen beispielsweise bereits mit wenigen Litern Wasser aus und verbrauchen dadurch weniger, als wenn Sie Ihr Geschirr per Hand spülen.
Geschirrspülmaschine © leszekglasner, stock.adobe.com
Moderne Geräte verbrauchen im Sparprogramm wenig Wasser und Strom © leszekglasner, stock.adobe.com
  • Vorspülen ist, wie viele meinen, nicht erforderlich
  • Weitere Einsparpotenziale gibt es mit sogenannten Sparprogrammen
  • Vermeiden Sie Abspülen unter fließendem Wasser
  • Das gilt auch für Obst und Gemüse
  • Restwasser vom Gemüsewaschen zum Gießen verwenden
  • Waschmaschine immer gut füllen
  • Auch bei niedrigen Temperaturen erzielen moderne Waschmittel perfekte Ergebnisse
Waschmaschine und Spülmaschine immer voll beladen
Waschmaschine und Spülmaschine immer voll beladen
Beim Wäschetrockner Strom sparen
Beim Wäschetrockner Strom sparen
So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen
So spart die Waschmaschine Strom beim Waschen
Wasserhahn © weerapat1003, stock.adobe.com
In trockenen Sommern könnte die Bewässerung gesetzlich eingeschränkt werden © weerapat1003, stock.adobe.com

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Im Garten sorgt in manchen Jahren der Regen für eine natürliche Bewässerung. Werden die Sommer jedoch immer regenärmer, ist Wassersparen angesagt. Dafür gibt es hilfreiche Tipps:

  • längeres Gras gibt mehr Schatten und der Rasen trocknet weniger aus
  • Beete die mit Grasschnitt, Rindenmulch oder Kompost bedeckt werden, halten die Feuchtigkeit und als positiver Nebeneffekt wird auch das Unkraut reduziert
  • Regenwasser ist optimal zu Gießen. Regentonnen gibt es in jeder Größe und passend für jeden Garten und Bedarf. Kleinere Modelle fassen zwischen 200 und 300 Liter Wasser und wer ausreichend Platz und Bedarf hat nimmt ein größeres Modell mit 500 Litern oder mehr. Das Wasser sollte nicht wochenlang ungenutzt im Fass stehen und Brutstätte für Stechmücken werden. Praktisch sind Regentonnen mit einem Ausguss, wo man das Wasser unkompliziert abzapfen kann. Inzwischen werden auch Wasserspeicher für den Balkon angeboten. Diese sind sehr viel platzsparender als die großen Regentonnen, fassen aber dennoch genügend Wasser für einige Gießkannenfüllungen.
Regentonne: Nutzen Sie das Regenwasser für Ihren Garten
Regentonne: Nutzen Sie das Regenwasser für Ihren Garten
Grüne Regentonne © Lea, stock.adobe.com
Praktische Regentonne mit Wasserhahn © Lea, stock.adobe.com
  • Wer eine Zisterne als Wasserreservoir nutzen möchte, muss tief graben und mehr Kosten einkalkulieren. Allerdings fassen unterirdische Tanks bis zu 4.000 Liter Regenwasser und haben direkten Anschluss an das Regenfallrohr. Mit Hilfe einer elektrischen Tauchpumpe kann das Wasser nach oben befördert werden.
  • Regenwasser ist auch für die Toilettenspülung völlig ausreichend. Auch wenn es keine Lebensmittelqualität aufweisen muss, sollte es dennoch weitgehend sauber sein, um die Leitungen nicht zu verschmutzen. Regenwasserleitungen dürfen nicht mit der Trinkwasserinstallation verbunden werden; eine Trinkwassernachspeisung braucht eine sichere Systemtrennung. Eine Zisterne, die auch für die Toilettenspülung genutzt werden soll, muss deshalb mit einem filternden Aufbereitungssystem versehen und mit einem eigenen Leitungssystem an das Haus angebunden werden. Damit das Regenwasser nicht mit dem Trinkwassersystem des Hauses und dem öffentlichen Trinkwassernetz in Berührung kommt, müssen eigene Leitungen für die Toilettenspülung verlegt werden. Maßgeblich sind heute vor allem DIN 1989-100 in Verbindung mit DIN EN 16941-1; Planung und Anschluss sollte ein Fachbetrieb übernehmen.
Wertvolles Wasser sparen mit der Regenwassernutzungsanlage
Wertvolles Wasser sparen mit der Regenwassernutzungsanlage
  • Sparpotenzial bietet auch das Anschließen der Waschmaschine; bei Regenwasser zum Wäschewaschen sind jedoch Hygiene, geeignete Aufbereitung und mögliche Abwassergebühren zu prüfen.
  • Hochdruckreiniger verbrauchen, je nach Modell, durchschnittlich 500 Liter Wasser in der Stunde. Oftmals reicht auch das Reinigen mit Eimer und Bürste.
Verwenden Sie den Hochdruckreiniger nur im Außnahmefall
Verwenden Sie den Hochdruckreiniger nur im Ausnahmefall
Ein geschickt angelegter Garten benötigt weniger Wasser
Ein geschickt angelegter Garten benötigt weniger Wasser
Mit Hochdruckreiniger reinigen © Markus Bormann, stock.adobe.com
Hochdruckreiniger – Effizient, aber mit hohem Wasserverbrauch © Markus Bormann, stock.adobe.com

Zwar liegt Deutschland hinter vielen Ländern, dennoch ist der Wert höher, wenn der virtuelle Verbrauch von Wasser in Betracht gezogen wird. Virtuelles Wasser zeigt an, wie viel Wasser für die Herstellung von Produkten und Gütern benötigt wurde. Laut Umweltbundesamt benötigt Deutschland mehr Wasser im Ausland, um den Bedarf an Kleidung und Ernährung zu decken, als aus dem Inland zu beziehen ist.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den eigenen Konsum zu hinterfragen. So werden für den Anbau von einem Kilogramm Bananen im Schnitt 790 Liter Wasser benötigt, für ein Kilogramm Rindfleisch sind es über 15.000 Liter und die Produktion einer Jeans verbraucht im Durchschnitt 7.000 Liter Wasser. Rechnet man dieses virtuelle Wasser ein, steigt der Wasserverbrauch auf rund 7.200 Liter pro Kopf und Tag – den sogenannten konsuminduzierten Wasserfußabdruck. (Quelle: Umweltbundesamt, Daten für 2021)

Fazit: Klein anfangen, doppelt profitieren

Ob im Bad, in der Küche oder im Garten: Die meisten Sparmaßnahmen kosten wenig bis nichts und schmälern den Komfort kaum. Den größten Kosteneffekt bringt alles, was Warmwasser spart – denn hier entfällt neben dem Wasser auch die Energie fürs Erhitzen. Wer zusätzlich beim Einkauf auf wasserintensive Produkte achtet, senkt auch den deutlich größeren virtuellen Verbrauch. Klein anfangen lohnt sich also doppelt – aus wenigen bewussten Handgriffen werden schnell dauerhafte Gewohnheiten.

Wasserhahn © ahua, stock.adobe.com
Wasserverbrauch

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