BHKW Fördermittel

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Fördermittel für Blockheizkraftwerke (Stand 2021)

Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
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Blockheizkraftwerke nutzen die Primärenergie besonders effizient. Deshalb werden Investitionen in BHKW auch in vielfältiger Weise durch Fördermittel unterstützt.

KWK Gesetz

Fördermittel BAFANach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz erhalten Betreiber eines Blockheizkraftwerks für den produzierten Strom einen Zuschlag. Dieser wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das BHKW bei der BAFA zugelassen wurde.

Für neue KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis einschließlich 50 kWel hat das BAFA ein vereinfachtes Zulassungsverfahren eingerichtet: Es genügt eine elektronische und gebührenfreie Anzeige bei dem Amt. Die elektronische Anzeige muss bis zum 31.12. des auf die Inbetriebnahme folgenden Jahres beim BAFA erfolgen. Weitere Informationen zu dem Verfahren finden Sie hier. Gezahlt wird der Zuschlag nicht vom BAFA, sondern vom jeweiligen Netzbetreiber, in dessen Netz der Strom eingespeist wird.

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Zuschlag für eingespeisten Strom nach dem KWK 2016

Mit dem KWK 2016 wurden die Fördersätze deutlich angehoben. Sie betragen nun beispielsweise 8 Cent/kWh für Anlagen bis 50 kWel, 6 Cent/kWh für Anlagen zwischen 50 und 100 kWel und 5 Cent/kWh für Anlagen zwischen 100 und 250 kWel. Allerdings besteht der Anspruch nur noch für den in das allgemeine Stromnetz eingespeisten Strom, nicht mehr für den selbstgenutzten. Ausnahmen bilden kleine Anlagen, für die es 3 bis 4 Cent/kWh Zuschlag gibt. Auch die Förderdauer wurde angepasst: Kleine Anlagen mit bis zu 50 kWel werden 60.000 Vollbenutzungsstunden gefördert, größere wie bisher 30.000 Stunden. Lassen Sie sich nicht verwirren, wenn Sie etwa von KWKG 2017 oder 2019 lesen: Das KWK-Gesetz wurde zwar weiter modernisiert, an den Fördersätzen hat sich dabei jedoch nichts verändert.

Steuerrechtliche Besonderheiten

  • Energiesteuer – Zusätzlich gibt es für den Betrieb von Blockheizkraftwerken einen steuerlichen Anreiz. Die Energiesteuer wird (allerdings nur auf Antrag) zurückerstattet. Der Antrag wird beim Hauptzollamt gestellt. Voraussetzung ist, dass das BHKW einen Monats- oder Jahresnutzungsgrad von 70 Prozent aufweist. Dies muss nachgewiesen werden.
  • Umsatzsteuer – Auch hier gibt es einige Regelungen, die für Betreiber von BHKW wichtig sind. Zunächst gilt jeder, der Strom aus dem eigenen BHKW in das öffentliche Netz einspeist, als Unternehmer. Das gilt zum Beispiel auch bei Photovoltaikanlagen. Daraus ergibt sich das Recht zum Vorsteuerabzug. Gleichzeitig muss aber für den eigengenutzten Strom Umsatzsteuer gezahlt werden.
Fördermittel nutzen © magele picture, fotolia.com
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Finanzierungsmöglichkeiten über die KfW

Für BHKW ist vor allem das KfW-Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ interessant. Damit werden zinsgünstige Kredite für die Anschaffung von BHKW gewährt, wenn diese mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden. Die Zinssätze richten sich nach der Bonität des Antragstellers, derzeit liegt er ab 1,03 Prozent effektiver Jahreszins (Stand: Februar 2021).

Die KfW-Bank fördert KWK-Technik mit günstigen Krediten
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Interessant sind die tilgungsfreien Anfangsjahre. Es werden bis zu 100 Prozent der Investition finanziert, Eigenmittel sind also nicht zwingend notwendig. Beantragt werden die Fördermittel der KfW über die Hausbank. Auch im Rahmen anderer Programme kann die Anschaffung eines BHKW gefördert werden. Einige Programme bieten sogar einen Tilgungszuschuss.

Eine gute Alternative: Der Steuerbonus

Förderung für Heizungen: Günstige Kredite oder Steuervorteil
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Statt der BAFA- beziehungsweise der KfW-Förderung können Kosten für den Einbau einer Mini-KWK-Anlage über drei Jahre und bis zu einer maximalen Höhe von 40.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden. Im Jahr der Maßnahme und im folgenden können jeweils sieben Prozent, höchstens jedoch 14.000 Euro geltend gemacht werden. Im dritten Jahr sind es dann noch sechs Prozent beziehungsweise 12.000 Euro. Damit das Finanzamt die Kosten anerkennt, muss das Haus mindestens zehn Jahre alt sein und der Eigentümer selbst darin wohnen. Eine Kombination mit anderen Förderungen ist nicht möglich. Es heißt also: Entweder-oder.

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