BHKW Zielgruppe

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Für wen lohnt sich ein BHKW?

Mini-BHKW
Mini-BHKW, © Bild Buderus

BHKW sind in industriellen Anwendungen weit verbreitet, hier werden die Vorteile schon lange genutzt. Aber es stellen sich ganz konkrete Fragen: Blockheizkraftwerk – ist das eine Alternative zu einer Heizung für ein Einfamilienhaus? Lohnt es sich, in meiner Bäckerei ein Blockheizkraftwerk aufzustellen? Soll die Gemeinde alle Schulen auf Blockheizkraftwerke umrüsten oder ist die Forderung an Krankenhäuser, Kosten einzusparen, durch die Installation von Blockheizkraftwerken besonders leicht zu erfüllen?

Sind Blockheizkraftwerke also die richtige Wahl und einfache Lösung, oder sollte man doch lieber auf Wärmepumpen und Solarenergie umsatteln oder bei der konventionellen Gasheizung bleiben?

Es gibt nicht nur eine ideale Zielgruppe für BHKW

Blockheizkraftwerke werden in einem enormen Leistungsspektrum geliefert. Ob Groß-BHKW, Mini- oder auch Mikro-BHKW – Blockheizkraftwerke können fast überall mit einem guten Wirkungsgrad betrieben werden.

  • Groß-BHKW – Als großes Heizkraftwerk haben sich BHKW nach wie vor für die Fernwärmeproduktion oder auch in Industrieunternehmen oder Großbetrieben bewährt und werden häufig und erfolgreich eingesetzt.
  • Mini-BHKW – Die ideale Zielgruppe stellen kleinere Betriebe, Wohnblocks und Schwimmbädern genauso dar wie Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude, Hotels. Auch in Handwerksbetrieben aus dem Lebensmittelbereich wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien, Brauereien, landwirtschaftlichen Kleinbetrieben, in Krankenhäusern, Altenwohnanlagen oder Pflegeheimen sind Mini-BHKW eine gute Wahl.
  • Mikro-BHKW – Die kleinste Bauweise von BHKW sind hervorragend geeignet für kleinere Betriebe aus Handwerk und Industrie. Hier gibt es Überschneidungen zu dem Einsatz von Mini-BHKW. Die kleinsten Varianten, die manchmal auch als Nano-BHKW oder Strom erzeugende Heizung firmieren, halten Einzug in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern.

Allen genannten Objekten ist eines gemeinsam: Sie weisen einen hohen Bedarf an Wärme und Strom auf, der auch noch ungefähr gleichzeitig besteht. Anstatt Wärme kann auch ein Kältebedarf bestehen (etwa in Metzgereien oder Molkereien). Die Wärme lässt sich über Adsorptionskältemaschinen leicht in Kälte umwandeln.

Für private Bauherrn und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern stellt sich ganz konkret die Frage, ob sich ein Mikro-BHKW auch hier lohnt. BHKW können durch die Auslegung hervorragend an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Gerade für den Einsatz im Einfamilienhaus gibt es ein paar wesentliche Punkte, die berücksichtigt werden müssen. Ein BHKW ist besonders wirtschaftlich, wenn es gleichmäßig ausgelastet ist und im Jahr rund 4500 Stunden läuft.

Nicht genutzter Strom kann ins Netz eingespeist werden. Dieser wird vergütet, womit sich die Wirtschaftlichkeit verbessert. BHKW können mit nachwachsenden Rohstoffen wie etwa Pellets betrieben werden. Durch die Nutzung eines BHKW können die Anforderungen das baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetzes erfüllt werden.

Gerade ältere Einfamilienhäuser mit hohem Wärmebedarf bieten ideale Bedingungen für ein BHKW. Die Kombination der Heizung mit Solarthermie oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sind bei Betrieb eines BHKW nicht nötig. Das sollte bei der Kostenberechnung berücksichtigt werden.

Nano BHKW © Vaillant
Kleine BHKWs sind zunehmend attraktiver auch für Ein- und Zweifamilienhäuser © Vaillant
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Entscheidungsunterstützung

Pauschal kann man sicher nicht die absolut richtige Entscheidung treffen. Vor einer Entscheidung für ein BHKW sollten folgende Punkte ausführlich und genau betrachtet werden:

  • Wie hoch ist der Bedarf an Wärme am geplanten Einsatzort?
    Der Wärmebedarf kann sich von Objekt zu Objekt unterscheiden und hängt enorm vom Nutzungsverhalten ab. Deshalb ist es auch nicht ausreichend, wenn der Wärmebedarf von Vergleichsobjekten herangezogen wird oder über die Flächengröße und die regionalen Klimafaktoren berechnet wird. Sinnvoll ist die Messung der Verbrauchsdaten. Es sollte der Warmwasserbedarf unbedingt getrennt vom Heizwärmebedarf erfasst werden.
  • Wie sieht es mit dem Bedarf an Strom aus?
    Auch der Strombedarf sollte gemessen werden. Der Jahresbedarf lässt sich ja recht leicht ermitteln. Wichtig ist aber die Messung des sogenannten Tagesganges.
  • Passen Wärme- und Strombedarf zueinander?
    Die hervorragenden Wirkungsgrade von über 90 Prozent können mit einem BHKW nur dann erzielt werden, wenn maximale Laufzeiten erreicht werden können. Ein BHKW ist immer nur wirtschaftlich, wenn es möglichst lange läuft, meist geht man von 4500 bis 5000 Stunden pro Jahr aus. Bei Abweichungen sollten Pufferspeicher für die Wärme eingeplant werden. Nicht benötigter Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Inzwischen gibt es ja auch gute Stromspeicher, die ähnlich wie bei PV-Anlagen auch hier sinnvoll eingesetzt werden können, wenn der Preis für eingespeisten Strom sich nicht lohnt.
  • Wie schnell amortisiert sich ein BHKW im vorgesehenen Objekt?
    Die Amortisationszeit ist letztlich der entscheidende Faktor. Es geht also darum, wie lange es dauert, bis die Investitionskosten in das BHKW durch entsprechende Einsparungen wieder zurückgeflossen sind beziehungsweise, wann die Einsparungen die Investitionskosten übertreffen. Dazu werden alle Investitionskosten, auch für Nebenkomponenten des BHKW (zum Beispiel Pufferspeicher oder Installationskosten) addiert und durch die jährlichen Einsparungen, die sich durch das BHKW ergeben, dividiert. Je kürzer die Amortisationszeit, umso lohnender ist die Investition in das BHKW.
  • Tipp: Rechnen Sie die Alternativen durch. Das erzielte Ergebnis muss mit der Amortisationszeit und den Investitionskosten für ins Auge genommene Alternativen verglichen werden. Das bedeutet zweifelsohne eine Menge Rechnerei. Die Zeit ist aber gut investiert, denn erst dann kann die Entscheidung auf seriöser Basis getroffen werden.
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