BHKW Fördermittel

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Fördermittel für Blockheizkraftwerke (Stand 2014)

Fördermittel
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Blockheizkraftwerke nutzen anerkanntermaßen die Primärenergie besonders effizient. Deshalb werden Investitionen in BHKW auch in vielfältiger Weise durch Fördermittel unterstützt.

KWK Gesetz

Nach dem „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“ erhalten Betreiber eines Blockheizkraftwerks für den produzierten Strom einen Zuschlag. Dieser wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das BHKW bei der BAFA zugelassen wurde.

Fördermittel BAFAFür kleinere, in Serie hergestellte BHKW bis zu 2 MWel reicht es, wenn innerhalb von vier Wochen nach Inbetriebnahme diese dem BAFA angezeigt wird. Gezahlt wird der Zuschlag nicht vom BAFA, sondern vom jeweiligen Netzbetreiber, in dessen Netz der Strom eingespeist wird.

Am 17.07.2012 ist die Novelle zum KWK-Gesetz, das KWKG 2012 in Kraft getreten. Dessen Bestimmungen gelten für alle Anlagen, die ab dem 17.07.2012 in Betrieb genommen werden. Für diese Anlagen gelten auch die in der Novelle festgelegten höheren Zuschlagszahlungen. Die genannten Regelungen gelten laut KWK-Gesetz 2012 bis zum 31.12.2020.

Nur der KWK-Bonus ist festgelegt. Der Baseload-Preis variiert erheblich. 2010 schwankte er in den vier Quartalen zwischen 4,1 und 5,1 Cent, in den letzten drei Quartalen 2011 zwischen 4,91 und 5,36 Cent und sprang vom ersten bis letzten Quartal 2012 von 4,51 auf 4,137ct. 2008 lag er zwischenzeitlich bei 7,32 Cent, 2009 bei nur 3,24 Cent. In 2013 dann ähnliche Preise wie schon im Jahr 2009, bis sich der Baseload-Preis im vierten Quartal 2013 bei 3,754 ct je kWh einpendelte.

Der KWK-Zuschlag und die Zahlugnsdauer für den Strom richtet sich nach dem Zeitpunkt der Betriebsaufnahme der Anlage.

Zuschlag für eingespeisten Strom nach dem KWK 2012
(für Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 19.07.2012 mit einer Leistung bis 2kW)

Bezeichnung   Vergütung in Cent pro kWh
durchschnittlicher Baseload-Preis letztes Quartal circa 3,754
KWK-Bonus (bis 50 kWel) 5,41
vermiedene Netzkosten (wechselt je nach Netzbetreiber) circa 0,8
gesamte Vergütung 10,71

Diesen Zuschlag erhalten Betreiber für maximal 10 Jahre ab Inbetriebnahme. Neu festgelegt ist im Gesetz nun auch die Alternative, eine einmalige pauschalierte Zahlung für 30 000 Vollbenutzungsstunden zu wählen. Anlagen, die modernisiert werden, erhalten je nach Modernisierungsanteil den Zuschlag. Bei einer Modernisierung, die Kosten von 25 % bis 49 % der Neukosten betragen, wird der Zuschlag für 5 Jahre oder 15 000 Vollbenutzungsstunden gewährt, bei Modernisierungskosten in Höhe von mindestens 50 % der Neukosten wird der volle Zuschlag gezahlt. Für Anlagen die vor dem 19.7.12 in Betrieb genommen wurden, entfällt nicht nur die Möglichkeit einer pauschalen Einmalzahlung, für sie gilt auch der geringere Bonus von 5,11 ct.

Zuschlag für selbst genutzten Strom

Betreiber von BHKW erhalten auch eine Vergütung für den Strom, den sie selbst nutzen.

Bezeichnung   Vergütung in Cent pro kWh
KWK-Bonus (bis 50 kWel) 5,41
vermiedene Netzkosten circa 0,8
gesamte Vergütung 6,21

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Erneuerbare Energien Gesetz

Mit der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes hat sich auch diese Vergütung geändert.

Bezeichnung   Vergütung in Cent pro kWh
Grundvergütung (für Anlagen bis 150 kWel) 14,30
Zuschlag für Einsatzstoffvergütungsklasse I 6
Zuschlag für Einsatzstoffvergütungsklasse II 8
Zuschlag für Gasaufbereitung 1 bis 3
gesamte Vergütung 20,3 bis 25,3

Die Vergütung nach dem EEG hat sich also vor allem in der Zusammensetzung deutlich geändert. Die Grundvergütung erhält den KWK-Bonus schon und zudem werden nachwachsende Rohstoffe besonders vergütet. Die sogenannte Einsatzstoffvergütungsklasse stimmt in etwa mit den Rohstoffen überein, für die vorher der Nawaro-Bonus gezahlt wurde.

Für neu installierte Biogasanlagen ab 750 kW installierte Leistung seit ist 2014 die Direktvermarktung des Stroms verpflichtend.

Steuerrechtliche Besonderheiten

  • Energiesteuer – Zusätzlich gibt es für den Betrieb von Blockheizkraftwerken einen steuerlichen Anreiz. Die Energiesteuer wird (allerdings nur auf Antrag) zurückerstattet. Der Antrag wird beim Hauptzollamt gestellt. Voraussetzung ist allerdings, dass das BHKW einen Monats- oder Jahresnutzungsgrad von 70 Prozent aufweist. Dies muss nachgewiesen werden.
  • Umsatzsteuer – Auch hier gibt es einige Regelungen, die für Betreiber von BHKW wichtig sind. Zunächst gilt jeder, der Strom aus dem eigenen BHKW in das öffentliche Netz einspeist, als Unternehmer. Das gilt zum Beispiel auch bei Photovoltaikanlagen. Daraus ergibt sich das Recht zum Vorsteuerabzug. Gleichzeitig muss aber für den eigengenutzten Strom Umsatzsteuer gezahlt werden.

Finanzierungsmöglichkeiten über die KfW

Fördermittel KFW BankFür BHKW sind vor allem die KfW-Programme mit den Nummern 270 und 274 „Erneuerbare Energien – Standard“ interessant. Damit werden zinsgünstige Kredite für die Anschaffung von BHKW gewährt, wenn diese mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden.

Die Zinssätze richten sich nach der Bonität des Antragstellers. Interessant sind die tilgungsfreien Anfangsjahre. Es werden bis zu 100 Prozent der Investition finanziert, Eigenmittel sind also nicht notwendig. Beantragt werden die Fördermittel der KfW über die Hausbank. Auch im Rahmen anderer Programme kann die Anschaffung eines BHKW gefördert werden. Einige Programme bieten sogar einen Tilgungszuschuss.


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