Blower-Door-Test

Teilen:
Thermografie
Blower-Door-Test © macdreid, fotolia.com

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 verlangt den Blower-Door-Test zwar lediglich für den Neubau und daran wird sich auch mit der vor Kurzem beschlossenen Novellierung, die wohl ab Mitte 2014 gelten wird, nichts ändern. Allerdings ist diese Differenzdruckmessung auch Voraussetzung für die KfW-Förderung von energetischen Sanierungen im Bestand mit dem Ziel des KfW-Effizienzhauses. Und sie gibt dem Eigentümer Aufschluss, über die (Un)Dichtheiten seines Gebäudes. Damit können u.U. mit kleinen Mitteln große Wirkungen in der Einsparung der Heizenergie erzielt werden.

Blower-Door-Test: Was hat es also damit auf sich?

Forderungen der EnEV: Laut EnEV-Forderung sind für den Neubau bestimmte Luftwechselraten einzuhalten, die nachweisen, wie luftdicht ein Gebäude ist. Die Luftdichtheit ist eine der Hauptforderungen zur Energieeinsparung, denn je weniger Luft entweicht, desto weniger warme Luft entweicht unkontrolliert. Somit ist auch der Behaglichkeit gedient, denn oft ist es im unsanierten Altbau unangenehm, z.B durch Zugluft, besonders in Fenster Nähe, aber auch durch kalte Luftströmungen, die durch Temperaturunterschiede, zwischen Außenwand und Innenraum entstehen.

Die relativ luftdichte Gebäudehülle, soll das verhindern und für Einsparung der Heizenergie sorgen.

Messbar ist die Luftdichtheit der Gebäudehülle mit dem Blower-Door-Test, auch Differenzdruckmessverfahren genannt.

Blower Door Test
Blower Door Test: Luftdichtheit der Gebäudehülle prüfen
Tipp: Nutzen Sie unseren Angebotsservice: Günstigsten und qualifizierte Energieberater finden .

Blower-Door-Test: Funktion

Mit dem Test sollen Undichtheiten in der Gebäudehülle aufgedeckt werden und zwar „beidseitig“ Es geht nicht nur darum, zu prüfen, welche Luftmenge- und damit Wärmemenge – von innen nach aussen dringt, sondern auch wie die Luftzufuhr der kalten Luft von außen zu bewerten ist.

Hierzu werden mittels eines Ventilators Druckdifferenzen geschaffen, um die Luftwechselrate zu ermitteln.

Um also einen Überdruck bzw. Unterdruck zu erzeugen werden bestimmte Vorrichtungen in eine Tür- oder Fensteröffnung des Gebäudes eingesetzt, in die ein Ventilator integriert ist. Nach außen ist die Vorrichtung mit einem Metallrahmen versehen, der die umgebende Plane mit Hilfe von Dichtungen in den jeweiligen Rahmen presst, so dass die Tür- oder Fensteröffnung luftdicht verschlossen ist und somit der Ventilator keine Nebenluft ziehen kann.
Unter Verwendung von Messblenden wird der Ventilator so eingestellt, dass ein Differenzdruck zur Umgebungsluft von 50Pa (Pascal) hergestellt wird. Dieser Differenzdruck entspricht dem Druck, der zum Beispiel entsteht, wenn der Wind mit der Stärke 5 auf das Gebäude trifft.

Geeignete Messgeräte bestimmen die Druckdifferenz zwischen innen und außen und die Luftvolumenströme, die vom Ventilator transportiert werden.
Der Luftvolumenstrom, der durch die verschiedenen Leckagen, oft an Haustüren und Geschossdecken, entweicht wird bei dem Test gemessen und dient dann der Berechnung der Luftwechselrate n bei einem Differenzdruck von 50Pa (n50).

Daraus kann man ersehen, in welcher Häufigkeit sich die Luft aufgrund von Undichtigkeit bei dem veranschlagten Differenzdruck austauscht. Eine Luftwechselrate von n50 =3 h-1 besagt, dass die gesamte Raumluft 3 mal pro Stunde ausgetauscht wird. Dieser Wert entspricht den Vorgaben der EnEV.

Insgesamt können mit den gemessenen und errechneten Daten Gebäude verglichen werden. Mittels verschiedener Normen und Publikationen kann so auch eine Einordnung des energetischen Zustandes der Gebäudehülle erfolgen.

Tipp: Mit unserer Energieberater-Suche finden Sie Energieberater in Ihrer Region

Leckagen orten

Kombiniert man den Blower-Door-Test mit der Thermografie, können Undichtheiten am Gebäude genau geortet und dokumentiert werden. Dazu wird man während des Tests mit der Kamera zunächst die Orte fotografieren, an denen man Undichtheiten erwartet. Der erfahrene Energieberater wird hier beispielsweise Luken zum Dachboden, Haustüren und Kellertüren betrachten. Man wird auch schlechte Verarbeitung von Dachdämmungen und den Luftstrom an Türschlössern bewundern können.

bis zu 30% sparen
Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: