Thermografie

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Mit Wärmebildkamera den Schwachstellen auf der Spur

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Thermografie © Ulrich Müller, fotolia.com

Um Heizkosten zu sparen, reicht es oftmals nicht aus, nur die Thermostate herunterzudrehen. Viele Verbraucher wollen weitereichende Maßnahmen ergreifen, um langfristig Kosten zu sparen – zum Beispiel durch eine Sanierung. Wie der Verband Privater Bauherren herausgefunden hat, weisen über 70 Prozent der Neubauten durch fehlerhafte Planung und handwerklich schlechte Arbeit energetische Mängel auf.

Aufschluss über Wärme-Lecks am Haus gibt die Thermografie. Dabei werden durch Wärmebildkameras Bilder angefertigt. Dieses Foto bildet das Haus in verschiedenen Farbtönen ab. Diese spiegeln die infraroten Wärmestrahlen wider. Warme Stellen werden nach dem Prinzip der Thermografie rot dargestellt, kühlere Stellen in der Farbe blau. Mittlere Temperaturen erscheinen in gelb und grün – wobei gelb etwas wärmer ist, grün etwas kühler.

Um sein Haus also gezielt dort dämmen zu können, wo es energetische Schwachstellen hat, sollten Hausbewohner also auf Thermografie zurückgreifen. Sie zeigen genau auf, wo am Haus zu viel Wärme nach außen entweicht und wo das Haus demnach besser gedämmt werden muss.

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Das muss man bei Thermografie-Aufnahmen beachten

Wer mit diesem Prinzip Wärme-Schwachstellen an seinem Haus ausmachen möchte, muss bereits beim Erstellen der Thermografie-Bilder ein paar Dinge beherzigen. Nicht ratsam ist es zum Beispiel, die Thermografie-Bilder bei hohen Außentemperaturen und Sonnenschein zu machen, wenn das Haus nicht beheizt ist. Die roten Stellen, die auf dem Foto dargestellt werden, bilden nämlich lediglich die in der Fassade gespeicherte Wärme der Sonnenbestrahlung ab. Sie bedeuten nicht, dass dieser Bereich des Hauses, energetisch gesehen, einwandfrei ist.

Um Wärmebilder zu bekommen, die aussagekräftig sind, muss daher unbedingt ein Unterschied vorliegen zwischen der Außentemperatur und der im Gebäude. Auch Tageszeit und Witterung spielen eine Rolle. Am besten ist es, die Wärmebilder bei Dunkelheit zu schießen. Ideal ist es, wenn die Temperaturen knapp über Null liegen und es nicht regnet. Grund: Die Temperaturunterschiede sind in solch einem Fall ausreichend groß. Auch Niederschläge können dann das Resultat nicht verfälschen.

Am Schluss werden die gemachten Fotos von einem besonderen Programm ausgewertet. Bei älteren, ungedämmten Häusern sind meist viele rote Stellen auf dem Bild zu sehen, weil durch fehlende oder unzureichende Dämmung viel Wärme durch die Wände nach außen dringt.

Thermografie – die beste Möglichkeit

Es ist auch möglich, schlecht isolierte Stellen an Häuserfassaden auf rechnerischem Wege ausfindig zu machen. Dabei wird jedes einzelne Bauteil am Haus genau untersucht und analysiert. Die Thermografie hat aber den großen Vorteil, dass die Schwachpunkte exakt an der Stellen angezeigt werden, an denen sie auftreten.

So können Hausbesitzer übrigens nicht nur herausfinden, wo am Haus thermische Defizite vorliegen, sondern auch gleich handfeste Schäden an der Fassade ausmachen. Feuchte Wände isolieren nämlich schlechter als trockene.

Wann sollte man Thermografie anwenden?

Wenn man eine Komplettsanierung plant, macht man am besten zwei Mal Fotos mit der Wärmebildkamera: Einmal, bevor man mit den Arbeiten beginnt, das andere Mal, wenn sie abgeschlossen ist – sozusagen als Kontrolle. So kann mal gleich erkennen, ob die Arbeiten korrekt durchgeführt wurden und den gewünschten Erfolg erzielt haben.

Man kann sich die Thermografie aber auch hervorragend zunutze machen, um punktuell Maßnahmen zu ergreifen. Schließlich kann man durch Wärmebilder genau erkennen, an welchen Stellen am Haus Isolierungsmaßnahmen am nötigsten sind. Das ist vor allem unter Geldaspekten ein entscheidendes Kriterium, denn gleich das komplette Haus zu sanieren, ist recht kostspielig. So aber kann man gezielt die „Baustellen“ in Angriff nehmen, die am dringlichsten sind – und damit die größten Einsparmöglichkeiten beim Heizen bieten.

Zwar sind Bilder von der Wärmebildkamera nicht gerade billig, doch lohnt sich die Ausgabe meist langfristig.

Tipp: Am besten schließen sich Nachbarn zusammen und machen die Untersuchung ihrer Häuser gemeinsam. So können sie auch die Kosten teilen.
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