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Fassadendämmung

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Gute Fassadendämmung hilft Heizkosten sparen

Angesichts anhaltend hoher Energiepreise, einer steigenden Heizkostenabrechnung und nicht zuletzt der Umwelt zuliebe ist Energieeinsparung das Gebot der Stunde.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Außendämmung (WDVS) schützt am effektivsten vor Wärmeverlusten und spart im Schnitt rund ein Fünftel der Heizenergie.
  • Werden mehr als 10 % der Bauteilgruppe Außenwand geändert, gelten U-Wert-Anforderungen nach GEG Anlage 7.
  • Bei Denkmalschutz oder Fachwerk ist Innendämmung eine Alternative – der Feuchteschutz-Aufbau gehört in Profihände.
Fassadendämmung © Jürgen Fächle, stock.adobe.com
Fassadendämmung © Jürgen Fächle, stock.adobe.com
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Das Entscheidende, um möglichst wenig Energie beim Heizen zu verbrauchen und die Kosten im Rahmen zu halten sowie damit Heizkosten zu sparen, ist eine gute Wärmedämmung – gerade bei Altbauten. Und die Wärmedämmung sollte nicht nur durch neue Fenster und eine Dämmung des Daches erfolgen, sondern auch durch eine Fassadendämmung.

Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) gelten energetische Mindestanforderungen, wenn mehr als 10 % der Bauteilgruppe Außenwand geändert werden – etwa beim großflächigen Neuverputz. Kleinere Reparaturen wie das Ausbessern von Rissen sind ausgenommen (§ 48 GEG mit Anlage 7).

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Außendämmung bringt am meisten

Am besten ist es, die Fassade von außen zu dämmen, da dies am effektivsten vor Wärmeverlusten schützt. Eine Fassadendämmung ist nicht nur für Neubauten möglich (und hier Stand der Technik), sondern auch für Bestandsbauten. Es gibt verschiedene Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS), die dafür geeignet sind.

Am häufigsten werden Hartschaumplatten aus Polystyrol (EPS) und Mineralwolle-Dämmplatten verbaut; daneben gibt es Systeme mit Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfaser, Kork oder Schilfrohr. WDVS eignen sich für alle gängigen Untergründe von Beton über Ziegel- oder Kalksandstein bis hin zu Mischmauerwerk.

Die einzelnen Platten werden an die Fassade gedübelt oder an ihr festgeklebt. Danach folgt eine Armierungsschicht mit Gewebe; sie stabilisiert die Putzschicht, nimmt Spannungen auf und bildet den Untergrund für den Oberputz. Als letzter Arbeitsschritt werden die Wände neu verputzt und gestrichen.

Aufbau einer Außendämmung (Wärmedammverbundsystem)
Aufbau einer Außendämmung (Wärmedammverbundsystem)

Und genau hier liegt ein „Haken“ der Fassadendämmung, den gerade Bewohner von schönen Altbauwohnungen sehen. Durch die Isolierung leidet der Stuck, der oftmals die Fassade verschönert. Diese Verzierungen lassen sich zwar wiederherstellen, doch das hat seinen Preis. Viele Inhaber von Altbauten werden durch die Kosten abgeschreckt, da schon die Sanierung selbst recht kostspielig ist.

Die Fassadendämmung sollte ein Profi übernehmen
Die Fassadendämmung sollte ein Profi übernehmen

Wann nimmt man eine Isolierung der Außenfassade am besten vor?

Idealerweise erfolgt eine Fassadendämmung im Rahmen von allgemeinen Renovierungsarbeiten, zum Beispiel, wenn Fenster mit Dreifachverglasung eingesetzt werden oder wenn das Dach gedämmt und neu gedeckt wird. Das ist der beste Zeitpunkt, sich auch gleich die Fassade vorzunehmen.

Wichtig ist, das Haus „in einem Rutsch“ rundherum zu isolieren. Zwar ist es kostengünstiger, zunächst nur die Wetterseite zu isolieren, technisch ist dies jedoch absolut nicht zu empfehlen. Es besteht die Gefahr von Schimmelbildung.

Eine Isolierung der Außenfassade ist zweifelsohne teuer. Bei Änderungen an mehr als 10 % der Bauteilgruppe Außenwand müssen die betroffenen Flächen den GEG-Grenzwert einhalten: höchstens 0,24 W/(m²·K) (§ 48 GEG mit Anlage 7). Ob und wann sich die Investition amortisiert, hängt stark von Gebäudezustand, Energiepreis, Förderung und ohnehin anstehenden Fassadenarbeiten ab. Nach einer Auswertung des Beratungsportals co2online spart eine Fassadendämmung im Schnitt rund 19 % Heizenergie ein. Außerdem wird die Fassadendämmung staatlich gefördert – einen Überblick gibt der Ratgeber zu den Fördermitteln.

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Alternative Innendämmung

Bisweilen ist eine Außendämmung nicht ohne Weiteres möglich, zum Beispiel, wenn das Haus äußerlich nicht verändert werden darf wie etwa bei Fachwerkhäusern oder wenn es unter Denkmalschutz steht. Auch ein zu geringer Abstand zum benachbarten Grundstück kann ein Grund sein, dass man keine Isolierung der Außenfassade vornehmen kann oder darf.

In solchen Fällen ist eine Innendämmung eine mögliche Alternative. Auch auf diese Weise kann man Heizkosten senken und Energie sowie Kosten sparen. Ähnlich wie bei der Außendämmung erfolgt auch eine Innendämmung am besten im Rahmen von Renovierungsmaßnahmen. Bei der Innenisolierung werden entsprechend dafür vorgesehene Dämmplatten angebracht.

Je nach System wird die Innendämmung mit einer Unterkonstruktion ausgeführt oder mit zugelassenen Dämmplatten vollflächig verklebt. Entscheidend ist der Feuchteschutz: Warme Raumluft darf nicht hinter die Dämmung gelangen; das kann über eine Dampfbremse oder über kapillaraktive, diffusionsoffene Platten gelöst werden. Anschließend wird die Oberfläche mit geeigneten Platten oder Putz hergestellt.

Innendämmung: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Auch bei Denkmalschutz, Fachwerk oder Grenzbebauung machbar
  • Kein Gerüst nötig, raumweise umsetzbar
  • Fassadenbild und Stuck bleiben erhalten

Nachteile

  • Wohnfläche geht verloren
  • Fehler beim Feuchteschutz können Schimmel verursachen
  • Wärmebrücken lassen sich schwerer vermeiden als bei der Außendämmung

Vorsicht bei der Innendämmung

Wer sein Haus im „Do-It-Yourself“-Verfahren dämmen möchte, darf vor allem eins nicht haben: Zwei linke Hände. Mit anderen Worten: Handwerkliches Gespür gehört beim Isolieren von Innenräumen unbedingt dazu. Vor allem beim Anbringen der Dampfsperre darf nämlich nichts schiefgehen. Sie muss unbedingt luftdicht montiert und richtig verklebt worden sein. Sonst besteht das Risiko, dass Feuchtigkeit eindringt und damit Schimmel entsteht.

Man sollte also zunächst genau abwägen, ob man sich zutraut, Innenräume selbst zu dämmen oder ob man nicht lieber einen Fachmann damit betraut.

Beste Dämmung und optimaler Energiemix: Hoher Autarkiegrad
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Auch Kellerräume richtig dämmen

Wer seine Energiebilanz durch Isolierungsmaßnahmen aufbessern möchte, der sollte den Keller nicht vergessen. Auch er braucht Wärmedämmung, vor allem dann, wenn der Keller als Wohnraum genutzt wird. Von außen sollte er daher besonders gut gedämmt werden. Dies erfolgt im Allgemeinen als sogenannte Perimeterdämmung und ist recht aufwendig. Nicht nur müssen die Wände bis zum Fundament freigelegt werden, wegen des Kontakts mit dem Erdreich (und damit Feuchtigkeit) müssen entsprechend geeignete Dämmstoffe gewählt werden.

Auch wenn der Keller klassisch als Lagerraum genutzt wird, ist Wärmeschutz ratsam. Gut gedämmte Kellerwände senken Wärmeverluste und erhöhen die Oberflächentemperatur; gegen drückende oder aufsteigende Feuchte braucht es zusätzlich eine fachgerechte Abdichtung. Üblich sind dafür heute Dämmplatten mit einer Dicke von etwa 8 bis 20 Zentimetern – die genaue Stärke hängt vom angestrebten Energiestandard ab. Die Dämmung von Kellerwänden ist aufwendig und sollte von einem Fachbetrieb vorgenommen werden.

Fazit: So gehen Sie die Fassadendämmung an

Der sinnvollste Einstieg ist eine unabhängige Energieberatung: Sie zeigt, welche Dämmmaßnahme beim eigenen Haus den größten Effekt hat und in welcher Reihenfolge sich Fassade, Dach und Keller angehen lassen. Steht ohnehin ein Gerüst – etwa für neuen Putz oder einen Anstrich –, sinken die Zusatzkosten der Dämmung deutlich, weil sich beide Arbeiten zusammenlegen lassen. Vor der Beauftragung lohnt es sich, Angebote mehrerer Fachbetriebe einzuholen und die Fördermöglichkeiten zu klären – viele Programme verlangen, dass der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt wird.

Welche Dämmlösung passt zu Ihrem Haus?

Typische Ausgangslagen – mit jeweils einer klaren Empfehlung.

WennFassade wird ohnehin erneuert (Putz, Anstrich, Gerüst steht)

Dann Außendämmung mit WDVS

Standardfall

Sehr wirksamer Wärmeschutz; bei Änderungen an mehr als 10 % der Bauteilgruppe Außenwand greifen GEG-U-Wert-Anforderungen.

WennDenkmalschutz, Fachwerk oder zu wenig Abstand zum Nachbargrundstück

Dann Innendämmung als Alternative

Fachbetrieb

Erhält das Fassadenbild; der Feuchteschutz-Aufbau gehört wegen des Schimmelrisikos in die Hand eines Fachbetriebs.

WennBeheizter oder als Wohnraum genutzter Keller

Dann Perimeterdämmung von außen

Wände werden bis zum Fundament freigelegt; wegen des Erdkontakts sind feuchteresistente Dämmstoffe nötig.

Faustregel: Geeignet für die erste Orientierung – die konkrete Auslegung übernimmt die Energieberatung.

Quelle: § 48 GEG mit Anlage 7 · Verbraucherzentrale · Stand: Juni 2026
Kellerdecke dämmen im Rohbau © schulzfoto, stock.adobe.com
Keller dämmen

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