Solarthermie Förderung

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Fördermöglichkeiten für Solarthermieanlagen (Stand 2019)

Hilfe bei der Finanzierung von Solarthermieanlagen

Fördermittel nutzen © tech_studio, stock.adobe.com
Fördermittel nutzen © tech_studio, stock.adobe.com
Möglichkeiten gibt es viele, sich bei der Finanzierung einer Solarthermie-Anlage unter die Arme greifen zu lassen. Bei der Menge an Fördermöglichkeiten ist es allerdings nicht immer einfach, den Überblick zu behalten und die richtigen Angebote für den individuellen Bedarf zu identifizieren. Dies liegt vor allem daran, dass die Voraussetzungen und Konditionen der verschiedenen Förderprogramme teils sehr unterschiedlich sind. Darüber hinaus werden diese Programme, unter anderem aufgrund der vorherrschenden politischen Rahmenbedingungen und der aktuellen Finanzlage des Haushalts, oft modifiziert. Hier finden Sie einen Überblick über die momentan angebotenen Förderleistungen.

Solarthermie Förderung durch die BAFA

Fördermittel BAFAFür Immobilienbesitzer, die die Anschaffung einer Solarthermie-Anlage planen, sollte hinsichtlich einer Förderung das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erste Anlaufstelle sein. Die BAFA ist für die Bewilligung und Auszahlung von Zuschüssen zuständig, die durch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt (MAP) ermöglicht werden. Darüber hinaus gibt es vielfältige Förderungen für Maßnahmen im Gebäudebestand. Anlagen in Neubauten sowie solche, die nur zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden, können im Rahmen der sogenannten Innovationsförderung bezuschusst werden.

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Förderkonditionen des BAFA
Im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser kann eine Pauschale von 2.000 Euro für solarthermische Anlagen im Gebäudebestand, die sowohl zur Warmwasseraufbereitung als auch zur Heizungsunterstützung dienen, beantragt werden. Die Pauschale fließt bei einer Kollektorfläche bis 14 Quadratmeter, zwischen 15 und 40 Quadratmetern werden 140 Euro pro Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gewährt. Die Erweiterung einer bestehenden Solaranlage wird ebenfalls mit 50 Euro pro zusätzlichem Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gefördert. Solarthermieanlagen zur reinen Warmwasserbereitung mit 3 bis 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche werden mit 50 Euro pro angefangenem Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gefördert, mindestens jedoch mit 500 Euro je Anlage.

Darüber hinaus können verschiedene Boni in Anspruch genommen werden:

  • Der Austausch eines alten Heizkessels bei gleichzeitiger Errichtung einer Solarthermie-Anlage (500 Euro)
  • Der Einbau einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe bei gleichzeitiger Errichtung einer Solarthermie-Anlage (500 Euro)
  • Die Einhaltung bestimmter Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV). Hierzu muss ein Energiebedarfsausweis vorgelegt werden (50 Prozent der Basisförderung)
  • Der zusätzliche Einbau einer effizienten Solarpumpe wird mit einem Bonus von 50 Euro belohnt
  • Wird die erzeugte Wärme einem Wärmenetz zur Verfügung gestellt, kann ein weiterer Bonus von 500 Euro eingestrichen werden
Tipp: Die Boni werden zusätzlich zur Basisförderung gewährt und sind darüber hinaus miteinander kombinierbar. Eine tabellarische Übersicht über die Konditionen und Fördermöglichkeiten des BAFA finden Sie hier

Auch Anlagen bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbegebäuden sind förderfähig, und zwar mit dem Innovationsbonus. Dies gilt ebenso für Anlagen, die lediglich der Warmwasseraufbereitung dienen. Bei diesen beträgt die Förderung 100 Euro pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche im Gebäudebestand und 75 Euro im Neubau. Die Förderung kann für Anlagen zwischen 20 und 100 Quadratmeter Bruttokollektorfläche beantragt werden und verdoppelt sich, wenn die Anlage gleichzeitig auch zur Heizungsunterstützung dient. Alternativ ist auch eine ertragsabhängige Förderung möglich. Voraussetzung für den Innovationsbonus ist allerdings ein Wohngebäude mit mindestens drei Wohneinheiten oder ein Nichtwohngebäude mit mindestens 500 Quadratmeter Nutzfläche.

Weitere Informationen sowie Formulare zur Antragstellung sind auf der BAFA Webseite abrufbar. Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm finden Sie außerdem in dieser ausführlichen BAFA-Broschüre.

Wichtig: Die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien ist immer vor Umsetzung der Maßnahme beziehungsweise dem Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Dies erfolgt ausschließlich online.

Solarthermie: Informieren Sie sich vor der Umsetzung über Fördermittel
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Solarthermie Förderung durch die KfW

Fördermittel KFW BankDie KfW-Bankengruppe bietet günstige Kreditfinanzierungen zur Energieeinsparung an. Auch die Solarthermie wird gefördert, allerdings zu anderen Bedingungen und Konditionen als beim BAFA. Das entsprechende Programm heißt heißt Erneuerbare Energien Premium (Nummer 271, 281) und gewährt Kredite ab derzeit einem Prozent effektivem Jahreszins mit Tilgungszuschüssen (Stand Januar 2019).

Auch die Programme Energieeffizient Sanieren (Kredit) (Nummer 151 und 152) oder Energieeffizient Bauen (Nummer 153) sind attraktiv. Insbesondere bei umfangreicheren Sanierungsmaßnahmen, von denen nicht allein die Heizungsanlage betroffen ist, lohnt ein Blick auf die Konditionen.

Tipp: Informieren Sie sich über die Homepage der KfW-Bankengruppe über das aktuelle Angebot, oder lassen Sie sich von einem KfW-Berater die für Sie passenden Optionen aufzeigen. Da die KfW über keine eigenen Filialen verfügt, suchen viele investitionswillige Bauherren zuerst ihre Hausbank auf. In vielen Fällen kann die staatliche Förderung und Finanzierung über die KfW jedoch kostengünstiger sein. Sie sollten daher zuerst die KfW kontaktieren und, falls Sie sich für ein Angebot der Bankengruppe entscheiden, den Antrag dann über die Hausbank einreichen.

Wichtig: Die Förderung muss vor der Investition über die Hausbank beantragt werden.

Weitere Fördermöglichkeiten für Solarthermie

Neben den bundesweiten Fördermöglichkeiten gibt es eine Vielzahl an weiteren öffentlichen Stellen, die mit kommunalen Programmen umweltfreundliche Technologien wie die Solarthermie unterstützen. Auch mancher Energieversorger fördert den Einbau moderner Heizungsanlagen bei seinen Kunden. Fragen kostet nichts, daher sollten Sie sowohl beim Umweltreferat ihrer Stadt als auch bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale vorstellig werden und nach aktuellen Förderprogrammen fragen.

Zwar kostet eine Energieberatung meist ein wenig Geld, es ist jedoch gut angelegt. Zusätzlich erfahren Sie meist viel Wissenswertes aus der Praxis, da die Mitarbeiter unmittelbar erfahren, an welchen Stellen es häufiger hakt oder welche Dinge oft vernachlässigt werden. Ohnehin sollten Sie bei der Investition in eine Solarthermie-Anlage professionelle Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen. Die Vielzahl an komplexen Zusammenhängen und Faktoren, die letztlich über die Effizienz der Anlage entscheiden, kann in der Regel nur ein Fachmann komplett überblicken.

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