Reinigung einer Lüftungsanlage: Darauf müssen Sie achten
Die Lüftungsanlage soll die Innenräume mit sauberer Luft versorgen und ein gesundes Raumklima erzeugen. Damit die Wohnraumlüftung dieser Aufgabe zuverlässig nachgehen kann, muss sie regelmäßig gereinigt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Filter sind das Wichtigste: meist zweimal im Jahr wechseln, bei starker Belastung oder in der Pollensaison auch häufiger.
- Eine dezentrale Anlage können Sie selbst reinigen; Ventilator nur trocken säubern, Filter und Wärmespeicher nach Herstellerangaben.
- Zentrale Anlagen mit Rohrleitungen reinigt ein Fachbetrieb; die Hygiene-Überprüfung richtet sich nach DIN 1946-6 und VDI 6022.
- Niemals Spülmaschine, keine scheuernden oder säurehaltigen Mittel – und den Ventilator nur in der markierten Position wieder einsetzen.

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Geschieht dies nicht, sinkt der Sauerstoffgehalt in den Wohnräumen, Kohlendioxid und Schadstoffe können sich anreichern und die Feuchtigkeit wird nicht ausreichend abtransportiert. Dies kann in Folge bei den Bewohnern zu Kopfschmerzen, Unwohlsein und Hustenreiz führen.
Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Lüftungsanlage hygienisch einwandfrei betreiben.
Regelmäßige Filterwechsel
Die Filter in der Lüftungsanlage müssen regelmäßig gewechselt werden, damit sie die Außenluft von Pollen, Schmutz- sowie Schadstoffen reinigen können. Mindestens einmal im Jahr, besser noch jedes halbe Jahr, empfehlen Fachleute diese Wartungsarbeit. Letztendlich hängt dies aber von der Luftqualität und dem Filter ab.

Reinigung der Wohnraumlüftung
Trotz der regelmäßigen Filterwechsel ist alle paar Jahre eine fachmännische Inspektion der Lüftungsanlage zu empfehlen. Die Reinigungsintervalle können je nach System sehr unterschiedlich sein; bei zentralen Luftleitungen nennen Verbraucherzentralen als Orientierung eher eine Fachreinigung nach etwa zehn Jahren, sofern die Inspektion keinen früheren Bedarf zeigt.
Eine feste gesetzliche Reinigungspflicht für die private Wohnungslüftung gibt es nicht. Planung, Betrieb und Wartung richten sich nach der DIN 1946-6 (Ausgabe 2019-12), die hygienische Anforderungen an Wohnungslüftungsanlagen beschreibt. Für die Hygiene-Überprüfung gibt die Richtlinie VDI 6022 Orientierung: Anlagen ohne Luftbefeuchtung sollten etwa alle drei Jahre überprüft werden, Anlagen mit Befeuchtung alle zwei Jahre. Wie oft tatsächlich gereinigt werden muss, hängt von Anlagentyp, Luftqualität und Nutzung ab – im Zweifel gibt der Fachbetrieb nach einer Inspektion eine konkrete Empfehlung.
Die Kosten solch einer Reinigung werden nach dem Arbeitsaufwand abgerechnet, der wiederum von der Zugänglichkeit der Wohnraumlüftung, dem Verteilersystem und den Rohrlänge abhängt.
Erlauben es die Rohrquerschnitte, wird meist mit rotierenden Bürsten gearbeitet, die den Schmutz lösen. Dieser wird dann im Unterdruckverfahren abgesaugt. Sind die Rohre für diese Art der Reinigung zu dünn, werden in der Regel Druckluftdüsen eingesetzt. Die fachmännische Reinigung beinhaltet ebenso das Überprüfen der Einstellungen und eine eventuelle Anpassung derselben. Das gewährleistet, dass die Lüftungsanlage effizient und optimal arbeitet.

Reinigung bei einer dezentralen Lüftungsanlage
Bei dezentralen Lüftungssystemen ist die Reinigung einfacher als bei zentralen und kann in Eigenregie durchgeführt werden. Der Benutzer muss neue Fein-, Pollen- oder Aktivkohle-Filter besorgen, je nachdem, welche eingesetzt werden.
Für die Reinigung selbst, wird kein spezielles Reinigungsmittel benötigt. Es genügt ein Tuch, ein Pinsel und warmes Wasser. Sand- oder säurehaltige Reinigungsmittel könnten die Oberflächen der Anlage beschädigen, deshalb sollten diese vermieden werden. Bei der dezentralen Lüftungsanlage sind alle Bestandteile gut zugänglich. Zudem laufen keine Rohrleitungen in der Wand, die schwer zu erreichen wären.
So gehen Sie bei der Reinigung Ihrer dezentralen Lüftungsanlage vor: Schalten Sie das Lüftungsgerät vorher aus und trennen Sie es nach Herstellerangabe von der Stromversorgung.
Dezentrale Lüftungsanlage selbst reinigen: Schritt für Schritt
Innenblende abwischen monatlich
Die Abdeckung der Innenblende mit einem feuchten Tuch reinigen. Sie ist leicht zugänglich, daher genügt ein kurzer Handgriff.
Filter herausnehmen und prüfen Staubfilter vierteljährlich
Den Staubfilter mit klarem Wasser auswaschen. Fein-, Pollen- und Aktivkohlefilter sind Einwegfilter und werden ausgetauscht, nicht gewaschen.
Wärmespeicher reinigen halbjährlich
Den Wärmespeicher unter warmem fließendem Wasser ausspülen, aussaugen oder mit Druckluft reinigen. Dafür zuerst den Ventilator entnehmen.
Ventilator trocken reinigen Position markieren
Den Ventilator mit einem Pinsel trocken säubern. Stecker und Einbaurichtung vorher markieren, damit er später richtig sitzt.
Wandeinbauhülse und Außenabschluss Außenseite jährlich
Die frei liegende Wandeinbauhülse feucht auswischen. Den Außenabschluss – oft mit Lamellen – nur mit feuchtem Tuch und Pinsel reinigen.
Trocknen und zusammensetzen erst trocken
Alle Teile vollständig abtrocknen lassen, dann in umgekehrter Reihenfolge einbauen: Wärmespeicher, Ventilator (markierte Position!), Filter, Innenblende.

Für die Reinigung des Wärmespeichers und des Ventilators empfehlen Fachleute ein halbjährliches Intervall.
Häufige Fehler bei der Reinigung
- Wärmespeicher in der Spülmaschine reinigen.Hohe Temperaturen und aggressive Reiniger können den Speicher beschädigen.Besser: nur von Hand unter warmem fließendem Wasser ausspülen.
- Scheuernde oder säurehaltige Reinigungsmittel verwenden.Sand- und säurehaltige Mittel greifen die Oberflächen an.Besser: ein Tuch, ein Pinsel und warmes Wasser genügen – ein Spezialreiniger ist nicht nötig.
- Ventilator falsch herum wieder einsetzen.Eine verdrehte Einbaurichtung stört den Luftstrom.Besser: Stecker und Ausrichtung vor dem Ausbau markieren und beim Einbau genau danach ausrichten.
- Feuchte Bauteile zu früh montieren.Restfeuchte kann Schäden und Schimmel begünstigen.Besser: alle Teile vollständig abtrocknen lassen, bevor die Anlage wieder zusammengebaut wird.
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