Was ist ein Kaminofen

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Kaminofen: Geschichte, Daten und Fakten

Kaminofen © D. Ott, stock.adobe.com
Kaminofen © D. Ott, stock.adobe.com

Die Entdeckung, bzw. Nutzbarmachung des Feuers zu Heizzwecken liegt lange zurück. Schon der Neandertaler genoss nicht nur die Möglichkeit, sein Essen über den lodernden Flammen des Feuers zuzubereiten, sondern sich ebenso hieran zu wärmen. Das frühzeitliche Lagerfeuer entwickelte sich im Laufe der Zeit entsprechend der Luxusansprüche des Menschen deutlich. Waren die ersten Feuerstätten in Wohngebäuden noch ohne Rauchabzug und glichen stark dem Lagerfeuertyp, so ging man später dazu über, die entstehenden Rauchgase über einen Schornstein aus dem Gebäude zu leiten.

Der Kaminofen im Mittelalter
Der Kaminofen im Mittelalter

Doch noch immer war die Feuerstelle offen und stand zudem meist zentral inmitten des Raumes. Nach und nach rückte die Feuerstätte im Laufe der Jahrhunderte jedoch immer weiter zur Wand, bis sie schließlich ganz in ihr aufging – die Geburtsstunde des Kamins. Als man im 15. Jahrhundert begann, die Rückwand des Kamins mit gusseisernen Platten zu zieren, stieß man schnell auf die Vorzüge, die sich hieraus ergaben. Sie schützte nämlich nicht nur die Wand vor der Hitze des Feuers, sondern strahlte zugleich Wärme ab – die Idee des Kaminofens war geboren.

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Die Erfindung des Kaminofens

Die ersten Kaminöfen stammten aus Skandinavien. Obwohl es die Dänen waren, denen die Erfindung des Kaminofens obliegt, genauer gesagt der dänischen Firma Rais, wird er heute oftmals als „Schwedenofen“ bezeichnet. So recht weiß niemand, warum gerade die Schweden als Namensgeber herhalten mussten. In der Schweiz wird der Kaminofen übrigens als Cheminéeofen bezeichnet! Der erste Ofen stammt dabei aus dem Jahr 1475, damals jedoch ein recht einfaches Gebilde aus sechs zusammengeschweißten Eisenplatten.

Erst später ging man dazu über, die Vorteile eines geschlossenen Ofens mit denen eines Kamins zu vereinen. Es entstand der Kaminofen, noch heute ein Gebilde aus Stahl, das mit einer großen Sichtscheibe ausgestattet und dabei nicht fest mit der Architektur verbunden ist. Durch seine schnelle Heizbereitschaft, und, je nach Bauart auch Wärmespeicherkapazität, ist er zusammen mit seiner Mobilität dem Kamin deutlich überlegen!

Was ist ein Kaminofen überhaupt?

Der typische Kaminofen besteht aus einem Stahlkorpus mit Feuerraum und einem entsprechenden Rauchgasrohr, das an den Kamin angeschlossen ist und die bei der Verbrennung entstandenen Abgasprodukte nach draußen leitet. Typischerweise wird der Feuerraum mit einer feuerfesten Glastür verschlossen. Über dieser Glastür befindet sich oftmals ein so genanntes Backfach (Warmhaltefach), unter der Glastür ein Holzfach.

Aufbau eines Kaminofen
Aufbau eines Kaminofens

Der durch einen Luftmantel umschlossene Stahlkorpus genießt dabei enorme gestalterische Freiheit und kann mit allerlei dekorativer Verkleidung verziert werden. Zu Ummantelungszwecken eignen sich sowohl Chrom und Stahl, als auch wärmespeichernde Materialien wie Speckstein, Naturstein oder Kacheln. Bei schweren Verkleidungen, etwa Speckstein, kann hiermit eine Speicherzeit von bis zu 8 Stunden erreicht werden.

Im Allgemeinen gilt, je schwerer der Kaminofen, desto länger die Wärmespeicherzeit. Günstige Varianten des Kaminofens verfügen in der Regel nur über eine einfache Stahlverkleidung. Der Ofen wird zwar schnell aufgeheizt, kühlt aber aufgrund der geringen Wärmespeicherkapazität des Stahls auch relativ schnell wieder aus, sobald das Feuer erloschen ist.

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