Kaminofen Vorschriften

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Kaminofen gesetzliche Vorschriften und Betriebsdauer

Die teilweise unübersichtliche Kommunikation über die 1. BImSchV – das heißt, über die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften, in denen es um den Betrieb oder im schlimmsten Fall eben auch um die Stilllegung von Kaminöfen geht, haben viele Besitzer von Kaminöfen beunruhigt.

In der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung sind Vorschriften und Regelungen enthalten, die sich auf sogenannte kleine und mittlere Feuerungsanlagen beziehen. Diese Feuerungsanlagen werden unterschieden zwischen zentralen Feuerungsanlagen wie Heizungen und Einzelraumfeuerungsanlagen, die nur einzelne Räume mit Wärme versorgen. Hierzu gehören auch Kaminöfen. Außerdem beziehen sich die Vorschriften auch auf die verwendeten Brennstoffe, das kann außer Holz auch Gas, Öl, Pellets oder Kohle sein.

Kaminofen mit Bodenplatte aus Glas © Lilli, stock.adobe.com
Kaminofen mit Bodenplatte aus Glas © Lilli, stock.adobe.com

Vorschriften nach BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) für Einzelraumfeuerungsanlagen

In den Abgasen aller Einzelraumfeuerungsanlagen – also auch Kaminöfen – dürfen maximal enthalten sein:

  • Feinstaub nicht mehr als 0,04 g pro Kubikmeter
  • Kohlenmonoxid maximal 1,25 g pro Kubikmeter.

Die Einhaltung dieser Grenzwerte kann entweder über eine Herstellerbescheinigung oder durch eine Messung des Schornsteinfegers nachgewiesen werden.

Diese Grenzwerte gelten für alle Kaminöfen
Diese Grenzwerte gelten für alle Kaminöfen

Hat nun aber der Nachweis nicht funktioniert (keine Herstellerbescheinigung und nicht erfüllte Messung oder nicht erfolgte Messung vom Schornsteinfeger), dann gelten und galten diverse Fristen, bis zu denen die entsprechenden Kaminöfen betrieben werden durften bzw. noch betrieben werden dürfen. Schon 2010 wurden die Grenzwerte festgelegt und die Fristen, bis zu denen alte Öfen noch betrieben werden dürfen, fixiert.

  • Alle Kaminöfen, die vor 1994 errichtet wurden (Datum auf dem Typschild), müssen seit dem 21.12.2020 stillgelegt oder nachgerüstet worden sein
  • Seit dem 31.12.2020 dürfen nur noch Kaminöfen in Betrieb sein, die über ein Typschild zwischen dem 01.01.1995 und dem 21.03.2010 verfügen. Aber auch diese Kaminöfen dürfen nur noch bis 31.12.2024 betrieben werden. Danach müssen sie entweder nachgerüstet sein oder es droht die Stilllegung der Kaminöfen.
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Was tun bei drohender Stilllegung?

Es gibt zwei Möglichkeiten, auf die drohende Stilllegung zu reagieren:

  1. Die Nachrüstung: Diese Nachrüstung ist normalerweise ein Filter im Schornstein, durch den die Abgase auf die gesetzlichen Vorgaben gesenkt werden. Damit werden dann die Grenzwerte eingehalten. Allerdings ist die Nachrüstung nicht ganz billig – bis zu 1500 Euro sollten hier veranschlagt werden – incl. Einbaukosten des Filters in das Abgasrohr.
  2. Alternativ sollte der Ausbau bzw. Austausch des alten Kaminofens in Betracht gezogen werden. Wird anstelle des alten Kaminofens ein neuer angeschafft, so kann das einige Vorteile haben: Der neue Ofen kann nicht ganz nach dem eigenen Geschmack aus der Vielfalt des Angebots gewählt werden, die neuen Kaminöfen sind auch hoch effizient und verbrennen mit sehr hohen Wirkungsgraden.

Fazit

Wichtig zu wissen für Kaminofen-Besitzer:

  • Alle Kaminöfen dürfen unabhängig vom Alter weiter betrieben werden, wenn sie die Grenzwerte (0,15 g Staub und 0,04 g Kohlenmonoxid pro m³ Abgas) nicht überschreiten.
  • Eine Stilllegung droht nur für Kaminöfen, die diese Grenzwerte nicht einhalten. Die Stilllegung kann durch eine Nachrüstung des Kaminofens vermieden werden.
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