Öltankentsorgung FAQ

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Öltankentsorgung FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wer seine alte Ölheizung aufgibt und eine moderne Alternative einbaut – sei es eine Gastherme, eine Pelletheizung oder auch eine Wärmepumpe – muss sich zwangsläufig auch mit dem vorhandenen Öltank beschäftigen.

Öltanks gibt es in vielen Varianten. Sie unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Größe, also dem Fassungsvermögen, sondern auch bezüglich des Werkstoffs, aus dem sie hergestellt sind. Darüber hinaus unterscheiden sich auch die Bauarten, es gibt Tanks, die im Keller, in einem Nebenraum oder auch unter der Erde untergebracht sind.

Häufige Fragen und Antworten © Zerbor, stock.adobe.com
Häufige Fragen und Antworten zur Öltankentsorgung © Zerbor, stock.adobe.com

Wird nun der Öltank nicht mehr benötigt, weil zum Beispiel auf Gas umgestellt wurde, gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Einerseits kann der Öltank stillgelegt werden. Dabei wird zunächst das noch vorhandene Öl abgesaugt und anschließend wird der Tank gereinigt. Erdtanks sollten unbedingt mit Sand oder Kies aufgefüllt werden, damit sie nicht irgendwann kollabieren. Andere Tanks können gereinigt stehen bleiben. Es besteht auch die Möglichkeit, sie zum Beispiel als Pelletlager oder sogar zum Regenwassertank umzurüsten.
  2. Am häufigsten allerdings wird der alte Öltank vollständig abgebaut und entsorgt. Das hat den großen Vorteil, dass der bisher hierfür genutzt Raum danach frei verfügbar ist.

Bei der Entsorgung des Öltanks gibt es Vieles zu beachten und es stellen sich einige Fragen im Zusammenhang mit der Öltankentsorgung.

In unseren FAQ gehen wir auf die wichtigsten Fragen ein.

Wann ist es nötig, einen Öltank zu entsorgen?

Absolut notwendig ist es, den Öltank zu entsorgen, wenn ein Defekt auftritt und die Gefahr besteht, dass Heizöl in die Umwelt gelangt. Das ist einerseits sehr schädlich für die Umwelt und kann zu enormen Schäden an Wasser und Erdreich führen. Andererseits kann aber auch das Gebäude selbst Schaden leiden, wenn etwa Heizöl ins Mauerwerk eindringt. Gleichzeitig kann ein solcher Schaden wirklich teuer für den Verursacher werden.

Der Bundesverband Lagerbehälter etwa empfiehlt deshalb zur Risikominimierung, Kunststofftanks nach 30 Jahren auszutauschen. Bei einem Wechsel der Energiequelle, also zum Beispiel beim Umstieg auf Gas oder Pellets, ist eine Entsorgung nicht notwendig, aber durchaus sinnvoll.

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Welche Schäden sind bei Heizöltanks zu beachten bzw. können eine Entsorgung oder Austausch notwendig machen?

Hier muss man zunächst unterscheiden, aus welchem Material die Heizöltanks gefertigt wurden. Es gibt Tanks aus Stahl, Kunststoff oder Glasfaser und bei allen treten unterschiedliche Schäden auf.

Bei Stahltanks führen Korrosionsschäden dazu, dass der Tank repariert oder gar ausgetauscht werden muss. Insbesondere im Altbestand sollten Stahltanks von Zeit zu Zeit vom Fachmann auf Schäden hin überprüft werden.

Korrosionsschäden am Stahltank können eventuell repariert werden
Korrosionsschäden am Stahltank können eventuell repariert werden

Bei Kunststofftanks gibt es eine ganze Reihe von Schäden, durch die man alarmiert sein sollte, weil sie die Sicherheit des Heizöltanks beeinträchtigen. So können sich Kunststofftanks ausbeulen (geschieht das im Bereich des Bodens, spricht man von Elefantenfuß), der Kunststoff kann verspröden, die obere Tankfläche kann absinken oder es kommt zu Dehnungen (wegen der hellen Verfärbung spricht man hier von Weißbruch), oder der Tank steht nicht mehr senkrecht. In all diesen Fällen heißt der Rat ganz klar: Fachmann hinzuziehen und Tank entsorgen!

Schaden Am Konststofftank: Bitte entsorgen!
Schaden mm Kunststofftank: Bitte entsorgen!

Bei Glasfasertanks, also Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff, können Verfärbungen oder Verformungen auftreten. Ausgetauscht werden müssen vor allem Erdtanks, die mit einer Betonhülle ummantelt sind, da hier Korrosionsschäden an der glasfaserverstärkten Kunststoffwand auftreten können, weil Beton nicht wasserfest ist. Auch hier gilt: regelmäßig vom Fachmann überprüfen lassen.

Heizoeltank © riopatuca images, fotolia.com
Alten Heizöltank entsorgen © riopatuca images, fotolia.com

Gibt es Alternativen zur Entsorgung eines Öltanks?

Tritt einer der oben genannten Defekte an einem Kunststofftank auf, so muss der Heizöltank entsorgt und ausgetauscht werden. Defekte an Stahltanks, die durch Korrosion aufgetreten sind, führen nicht immer zum Austausch. Es können in einigen Fällen die Heizöltanks durch eine Beschichtung saniert werden. Wird ein Öltank dagegen nur entsorgt, weil er nicht mehr benötigt wird, könnte er anstatt dessen auch stillgelegt werden. Aber auch mit der Stilllegung des Öltanks ist ein gewisser Aufwand verbunden und auch hier entstehen Kosten.

Wer darf einen Öltank entsorgen?

Hier sind die Vorschriften aus dem Wasserrecht zu beachten wie auch alle Pflichten, die sich aus der „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ ergeben. Das bundesweit geltende Wasserhaushaltsgesetz und auch in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Wassergesetze dürfen ebenso nicht übersehen werden. Laut Wasserrecht dürfen bestimmte Tätigkeiten an Heizöltanks nur von Betrieben durchgeführt werden, die als „Fachbetriebe nach Wasserrecht“ zertifiziert sind. Diese Fachbetriebe nach Wasserrecht dürfen Heizöltanks entsorgen.

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Kann ich einen Öltank auch selbst entsorgen?

Ja, das ist – unter Einschränkungen – möglich. Die Vorschriften hängen hier unter anderem vom jeweiligen Bundesland ab. So können in einigen Bundesländern Öltanks bis zu einer Größe von 1000 Litern durch den Eigentümer selbst entsorgt werden, andere Bundesländer haben eine höhere Grenze. Für alle gilt jedoch, dass die Entsorgung bei der jeweiligen Wasserbehörde angezeigt werden muss. Zudem wird Spezialwerkzeug für die Entsorgung des Tanks notwendig und die Vielzahl der Vorschriften sind durch Laien kaum zu durchschauen. Außerdem: Die vorherig notwendige Reinigung des Tanks darf auf jeden Fall nur durch einen Fachbetrieb erfolgen.

Deshalb auch der dringende Rat: Lassen Sie Ihren Öltank auf jeden Fall durch einen Profi entsorgen.

Was passiert mit dem noch vorhandenen Heizöl?

Soll Ihr alter Heizöltank entsorgt werden, so muss er auf jeden Fall vorher gereinigt werden. Dazu wird als erstes das vorhandene Heizöl abgepumpt. Es gibt spezielle Firmen, die ggf. größere Restbestände an Heizöl ankaufen. Wird eine Heizungssanierung geplant, sollte man vielleicht vorher darauf achten, das Heizöl möglichst noch aufzubrauchen und so die Restbestände möglichst klein zu halten. Der in allen Tanks zu findende Ölschlamm muss sowieso entsorgt werden. Häufig kann man auch mit der Fachfirma, die den Heizöltank entsorgt, zu einer Übereinstimmung kommen und sie kaufen die noch vorhandene Heizölmenge an – am besten einfach fragen.

Öltankreinigung: Abpumpen © IWO
Öltankreinigung: Abpumpen des noch vorhandenen Heizöls © IWO

Wie läuft die Öltankentsorgung ab?

Die Entsorgung eines alten Heizöltanks folgt immer denselben Schritten. Ist der Tank jedoch schon stillgelegt, dann entfallen die Schritte eins und zwei, sie sind dann schon bei der Stilllegung erfolgt.

  1. Zuerst werden, wie oben schon beschrieben, das alte Heizöl und der Ölschlamm abgepumpt und entsorgt.
  2. Anschließend erfolgt eine sogenannte Entgasung, im Prinzip eine chemische Reinigung des Tanks und der Rohrverbindungen sowie die Trennung der Rohrverbindungen vom Tank.
  3. Im nächsten Schritt erfolgt die Demontage des alten Öltanks. Stahltanks und abhängig von der Größe auch Kunststofftanks werden mit Schneidbrennern in Stücke geschnitten. Der dabei entstehende Rauch wird abgesaugt. Die Tankstücke werden anschließend fachgerecht entsorgt.
Wichtig bei der Öltankentsorgung ist die sachgemäße Reinigung
Wichtig bei der Öltankentsorgung ist die sachgemäße Reinigung

Gibt es Besonderheiten bei Erdtanks?

Ja, es sind durchaus Besonderheiten bei Erdtanks zu beachten. Häufig erfolgt hier nur eine Stilllegung. Das heißt, die oben genannten Schritte 1 und 2 (Entleeren und Reinigung des Tanks) werden durchgeführt. Anschließend wird der Erdtank mit Kies oder Sand oder auch Porenbeton aufgefüllt. Damit wird verhindert, dass sich zum Beispiel Wasser im Tank sammeln kann oder der Tank instabil kollabiert.

Aber auch ein unterirdischer Heizöltank kann komplett entsorgt werden. Dazu werden die Füllleitungen und Entsorgungsleitungen des Tanks demontiert und der Tank zugänglich gemacht. Dann folgt Schritt 3: Entweder wird der Tank mit einem Kranwagen aus der Grube gehoben oder auch in Stücke zerteilt und so entsorgt.

Wichtig bei Erdtanks: Die entstehende Grube muss anschließend wieder aufgefüllt werden.

Was kostet es, einen Öltank zu entsorgen?

Die Kosten der Öltankentsorgung hängen stark von Größe des Tanks, von der Tankart (Erdtank oder Aufstelltank) ab, aber auch davon, ob der Tank doppelwandig oder einwandig ist. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich vorab einen Kostenvoranschlag machen zu lassen. Zudem setzen sich die Gesamtkosten aus der Reinigung des Tanks inklusive Abpumpen des Altöls und den Kosten für die Entsorgung (also zerschneiden, abtransportieren etc.) zusammen.

Um trotzdem einen Anhaltspunkt zu geben, hier ein grober Überblick zu den Kosten einer Öltankentsorgung

  • Die Gesamtkosten für die Entsorgung eines Kunststofftanks liegen je nach Größe zwischen 500 und 750 Euro.
  • Bei einem kellergeschweißten Stahltank kommen für denselben Umfang schon Kosten in Höhe von 1200 – 1600 Euro auf Sie zu.
  • Ein Stahltank in Modulbauweise dagegen ist etwa preiswerter – hier ist mit knapp unter 1000 Euro zu rechnen.
  • Die Kosten für die Entsorgung eines Erdtanks sind am höchsten, hier kommen schnell auch 2500 Euro oder mehr zusammen.
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Ist das Material des Öltanks egal bei der Entsorgung?

In Prinzip ist das Material des Tanks wie oben beschrieben für die Entsorgung gleichgültig. Der Aufwand kann bei großen Stahltanks höher sein und die Entsorgung kann damit länger dauern. Das wiederum kann natürlich auch die Preise beeinflussen. Die Entsorgung von Kunststofftanks ist deshalb auch preiswerter.

Wie lange dauert die Entsorgung eines Öltanks?

Auch hier lässt sich keine eindeutige Antwort geben. Es gibt viele Faktoren, die die Dauer der Entsorgung durch die Fachfirma beeinflussen können. Da sind unter anderem die Art des Tanks (Erdtank oder Stahltank, Kunststofftank), aber auch die Zugänglichkeit des Tanks und der Art der Räumlichkeiten zu nennen. Nach 1 bis 1,5 Tagen sollte ein Tank entsorgt sein, allerdings kann die Entsorgung eines Erdtanks auch doppelt so viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wie finde ich einen Anbieter, der meinen Öltank entsorgt?

Hier kann eine kurze Internetrecherche helfen, wobei es ratsam ist, einen regionalen Anbieter zu wählen. Der TÜV (sowohl Nord wie Süd) bietet eine Suchfunktion für Fachbetriebe. Aber auch Ihr Installateur kann Ihnen da weiterhelfen und Ihnen einen entsprechend zertifizierten Fachbetrieb nennen.

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