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Heizöltank

Heizöltank – Informationen zum Öltank

Der Tank ist eine notwendige Komponente für eine Ölheizung. Besitzer einer Ölheizung kommen um einen Tank für das Heizöl nicht herum. Hier finden Sie alle Informationen rund um den Öltank.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Ölheizung braucht einen Tank — welcher passt, hängt von Platz, Heizölbedarf und den Vorschriften für Tankart, Volumen und Lage ab.
  • Außerhalb: Erdtanks alle fünf Jahre, oberirdische Tanks über 10.000 Liter wiederkehrend; in Schutz-/Überschwemmungsgebieten gelten strengere Prüfpflichten.
  • Reinigung, Stilllegung und Entsorgung unterirdischer sowie oberirdischer Tanks über 1.000 Liter dürfen nur Fachbetriebe nach § 62 AwSV übernehmen.
Moderner Heizöltank © IWO
Moderner Heizöltank © IWO
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Welche Arten von Öltanks gibt es?

Tanks zur Lagerung von Heizöl sind in unterschiedlichen Ausführungen auf dem Markt.

Öltank standortgefertigt © IWO
Öltank standortgefertigt © IWO
  • Standortgefertigte Tanks – diese Heizöltanks können entweder aus Stahl bestehen und sind dann innen beschichtet. Sie werden erst am Einbauort zusammengefügt. Standortgefertigte Tanks sind auch aus Kunststoff (häufig glasfaserverstärkte Kunststoffe, GFK) erhältlich. Sie stehen in einer Auffangwanne üblicherweise aus Beton. Durch standortgefertigte Tanks können die Platzverhältnisse vor Ort besonders gut ausgenutzt werden. Bei doppelwandigen Kunststofftanks entfällt die Notwendigkeit der Betonwanne. Hochwertige Kunststofftanks zeigen eine Leckage des Innentanks an, sodass schnell reagiert werden kann. Zudem sind solche Tanks geruchsdicht und gelten als erdbebensicher. Der Vorteil der Standortfertigung liegt insbesondere in der Anpassung an die räumlichen Gegebenheiten, die optimal ausgenutzt werden können.
  • Erdtanks – Heizöltanks benötigen Platz im Keller. Ist dieser Platz aber nicht vorhanden, dann bieten sich Erdtanks als Alternative an. Sie bestehen meist aus doppelwandigem Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und können im Garten eingegraben werden. Die Anforderungen an Überwachungseinrichtungen sind hier höher. Dem geringeren Platzbedarf steht ein höherer Preis gegenüber.
  • Batterietanks – Batterietanks für die Heizöllagerung bestehen meist aus doppelwandigem Kunststoff, der eine Auffangwanne überflüssig macht. Üblicherweise bestehen die Kunststofftanks aus Polyethylen oder Polyamid, aber auch glasfaserverstärkte Kunststoffe sind erhältlich.
    Kunststofftanks sind häufig als Batterietanks ausgelegt, sodass mehrere der Module zu größeren Tanks zusammengeschlossen werden können. Batterietanks sind preiswert. Sie sind auch aus doppelwandigem Edelstahl erhältlich und haben den Vorteil, dass sie ohne große Vorarbeiten aufgestellt werden können. Außerdem passen sie auch durch schmale Türen, da die einzelnen Module klein sind.
Heuzölltank © IWO
Heizöltank © IWO

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Welche Vorschriften müssen beachtet werden?

Angesichts der Gefahr, die von austretendem Heizöl ausgehen kann, sind eine ganze Reihe von Vorschriften zu beachten, will man Heizöl lagern. Heizöl gilt als wassergefährdender Stoff; die maßgeblichen bundesweiten Anforderungen an Bau, Betrieb und Prüfung von Öltanks regelt seit August 2017 die Anlagenverordnung über den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) auf Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Daneben sind weitere Bereiche betroffen:

  • Baurecht
  • Umweltschutzrecht
  • Gewässerschutz
  • Brandschutz
  • Arbeitsschutz
  • Betreiberpflichten (hinsichtlich Meldepflichten, Fachbetriebspflichten und Sachverständigenprüfung)
Ein doppelwandiger Heizöltank schützt vor Lecks
Ein doppelwandiger Heizöltank schützt vor Lecks

Wie groß sollte ein Öltank sein?

Die Größe des Öltanks hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Verfügbarer Platz – es geht einerseits darum, wie viel Platz für den Öltank vorhanden ist. Wird zum Beispiel ein Tank mit Auffangwanne eingebaut, muss der notwendige Platzbedarf entsprechend höher berechnet werden.
  • Ölbedarf – natürlich ist ein Öltank für ein Einfamilienhaus kleiner als für ein Mehrfamilienhaus. Der Ölbedarf richtet sich aber auch danach, wie gut das Haus gedämmt ist. Übliche Tankgrößen für Einfamilienhäuser betragen 3000 Liter. Damit ist dann immer auch eine bestimmte Reserve gegeben, falls die Preise stark schwanken. Wichtig ist vor allem die 5.000-Liter-Grenze im Brandschutz: Größere Heizölmengen dürfen nur in einem Brennstofflagerraum gelagert werden. Wasserrechtliche Prüf- und Fachbetriebspflichten richten sich zusätzlich nach Tankart, Volumen und Lage, etwa Schutz- oder Überschwemmungsgebiet. Das sollte man bei der Entscheidung mit berücksichtigen.
  • Kosten – je größer, umso teurer ist ein Öltank. Andererseits lassen sich bei großem Tankvolumen Kosten einsparen, weil die Ölpreise fallen, wenn größere Mengen geliefert werden.
Heizöltank: Ein großer Tank kann Vorteile beim Heizölkauf bieten
Heizöltank: Ein großer Tank kann Vorteile beim Heizölkauf bieten

Wieviel Platz benötigt ein Öltank?

Der benötigte Platz hängt entscheidend von der Größe des Öltanks ab. Folgende Rechnung macht den ungefähren Platzbedarf deutlich: 1000 Liter entsprechen einer Größe von 100 x 100 x 100 cm. Ein fertiger, doppelwandiger Heizöltank mit 1.000 Litern benötigt je nach Modell etwa eine Grundfläche von rund 80 bis 110 cm Breite/Tiefe und eine Höhe von etwa 160 bis 200 cm.

Ein typischer Dreitausend-Liter-Tank kann bei einer Höhe von 200 cm auf einer Fläche von circa 130 x 280 cm untergebracht werden.

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Wo kann ein Öltank aufgestellt werden?

Öltanks mit einer Größe von über 5000 Litern müssen in einem eigenen Raum aufgestellt werden. Kleinere Öltanks dürfen mit entsprechendem Abstand auch in Räumen aufgestellt werden, in denen sich die Heizung befindet. Je nach Ausführung muss eine Auffangwanne vorhanden sein.

Kleinere Heizöltanks mit maximal 100 Litern dürfen auch in Wohnungen aufgestellt werden. Das kann etwa für Einzelöfen eine interessante Möglichkeit sein. In Wasserschutzgebieten müssen Öltanks bestimmte Anforderungen erfüllen. Dies sollte durch eine Vorabanfrage geklärt werden.

Was kostet ein Öltank?

Auch hier gilt wieder: Die Kosten eines Öltanks hängen von vielen Faktoren ab. Zu nennen sind:

  • Materialwahl – Edelstahl ist teurer als Kunststoff.
  • Tankgröße – je größer der Öltank sein muss, umso teurer ist er. Andererseits lassen sich später Kosten wegen des geringeren Ölpreises bei der Lieferung größerer Mengen einsparen. Je nach aktuellem Heizölpreis kann sich der Aufpreis für einen größeren Tank durch günstigere Mengenrabatte mit der Zeit rechnen.
  • Ausführung – doppelwandige Öltanks sind teurer als einwandige. Andererseits wird die Auffangwanne eingespart.
  • Aufstellort – insgesamt sind Erdtanks auch wegen der strengeren Vorschriften teurer als Öltanks, die in Kellerräumen aufgestellt werden. Andererseits benötigen Kellertanks entsprechenden Platz, der ja letztlich auch Kosten verursacht.

Als grobe Orientierung liegen doppelwandige 3.000-Liter-Kunststofftanks je nach Hersteller, Zubehör und Händlerangebot im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Listenpreise, Montage, Anschlusssets und besondere Anforderungen wie Hochwasserschutz können den Endpreis deutlich verändern.

Wartung von Öltanks

Ein ganz wesentlicher Punkt, der von allen, die einen Öltank im Keller haben, unbedingt beachtet werden muss, betrifft die regelmäßige Wartung von Öltanks:

Welche Prüfpflicht gilt für Ihren Öltank?

Ob und wie oft ein zugelassener Sachverständiger prüfen muss, regelt die Anlagenverordnung über wassergefährdende Stoffe (AwSV). Es kommt auf Tankart, Volumen und Lage an — suchen Sie Ihre Situation heraus:

WennUnterirdischer Erdtank, außerhalb von Schutz- oder Überschwemmungsgebieten

Dann Vor Inbetriebnahme und alle 5 Jahre

§ 46 AwSV

Unterirdische Tanks müssen vor der ersten Befüllung und danach wiederkehrend alle fünf Jahre von einem zugelassenen Sachverständigen geprüft werden.

WennUnterirdischer Erdtank im Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet

Dann Alle 30 Monate (2,5 Jahre)

Kürzeres Intervall

In Schutz- und Überschwemmungsgebieten verkürzt sich das Prüfintervall für unterirdische Tanks auf 30 Monate.

WennOberirdischer Tank über 1.000 bis 10.000 Liter, außerhalb von Schutz- oder Überschwemmungsgebieten

Dann Nur einmalig vor Inbetriebnahme

Nicht wiederkehrend

Außerhalb von Schutz- oder Überschwemmungsgebieten genügt eine einmalige Sachverständigenprüfung vor der Inbetriebnahme, eine wiederkehrende Pflicht besteht nicht.

WennOberirdischer Tank über 1.000 Liter im Schutz- oder Überschwemmungsgebiet

Dann Einmalig plus alle 5 Jahre wiederkehrend

Zusätzliche Pflicht

In Schutz- und Überschwemmungsgebieten kommt zur Erstprüfung eine wiederkehrende Prüfung alle fünf Jahre hinzu.

WennOberirdischer Tank über 10.000 Liter (jede Lage)

Dann Wiederkehrend alle 5 Jahre

Lageunabhängig

Große oberirdische Tanks über 10.000 Liter sind unabhängig von der Lage alle fünf Jahre wiederkehrend zu prüfen.

Faustregel: Ob und wie oft geprüft werden muss, hängt immer von Tankart, Volumen und Lage ab — im Zweifel die untere Wasserbehörde oder einen zugelassenen Sachverständigen fragen.

Reinigung von Öltanks

Auch modernes Erdöl enthält Sedimente, die sich im Laufe der Zeit im Öltank absetzen. Diese sogenannte Verschlammung des Tanks kann zu erheblichen Schäden führen. Zusammen mit kondensiertem Wasser, das sich im Tank befindet, können die Sedimente Säuren bilden, die zu Korrosion am Tank direkt führen. Andererseits können diese Inhaltsstoffe die Heizung selbst beschädigen. Komponenten wie Düsen, Filter, Pumpen oder auch die Leitungen können verstopft werden.

Öltankreinigung: Abpumpen © IWO
Öltankreinigung: Abpumpen © IWO

Eine Reinigung des Öltanks beugt diesen Schädigungen vor und wird von Fachleuten circa alle 7 Jahre empfohlen.

Für die Tankreinigung wird zunächst das noch enthaltene Heizöl abgepumpt und zwischengelagert. Anschließend wird der Tank von innen gereinigt. Der entstandene Schlamm wird abgesaugt und Innenwände und Boden des Tanks werden gereinigt. Im gesäuberten Tank zeigen sich dann auch Schäden (z.B. Lochfraß durch die aggressive Säure des Schlamms) und es können notwendige Sanierungen erkannt und ggf. sofort durchgeführt werden. Danach wird das Heizöl wieder eingefüllt und die Anlage ist sofort betriebsfähig.

Die Kosten einer Heizöltank-Reinigung variieren – abhängig von Größe, Werkstoffen und Erreichbarkeit und Dauer. Es gibt Anbieter, die mit Pauschalen von unter 500 Euro werben.

Entsorgung des Öltanks

Eine Entsorgung alter Öltanks kann aus verschiedenen Gründen nötig werden. Ist ein sehr alter Tank durch Sanierungsmaßnahmen nicht mehr zu retten (das kann sich nach einer Reinigung des Tanks zeigen) oder soll die ganze Ölheizung abgebaut und etwa durch eine Pelletheizung oder durch eine andere neue Heizung ersetzt werden, dann muss der alte Öltank entsorgt werden. Aber auch, wenn der Tank sich als zu klein erweist, kann eine Entsorgung mit anschließendem Neueinbau notwendig werden. Das Reinigen, Stilllegen und Ausbauen unterirdischer Öltanks sowie oberirdischer Tanks über 1.000 Liter darf nur durch zugelassene Fachbetriebe nach § 62 AwSV erfolgen, die dann auch die erforderlichen Formalitäten in einem Rundum-Service übernehmen.

Öltank stilllegen oder entsorgen: Punkte für die Beauftragung

Zugelassenen Fachbetrieb wählen Diese Arbeiten sind nach § 62 AwSV zulassungspflichtig — holen Sie gezielt Angebote bei zertifizierten Entsorgungsbetrieben ein.
Grund und Zeitpunkt klären Sanierung nicht mehr möglich, Heizungstausch oder zu kleiner Tank — je nach Anlass Entsorgung oder Stilllegung mit Neueinbau planen.
Restentleerung und Gasfreiheit einplanen Vor dem Ausbau muss der Tank restentleert und gasfrei sein — dafür Zugang und ein Zeitfenster einplanen.
Stilllegung sachverständig abnehmen Bei Erdtanks ist die Stilllegung sachverständigenpflichtig; oberirdisch greift das je nach Lage ab 1.000 bzw. 10.000 Litern.
Nachweis sichern Lassen Sie sich die fachgerechte Entsorgung und eine etwaige Prüfung schriftlich bestätigen.
Öltank entsorgen durch einen Fachbetrieb
Öltank entsorgen durch einen Fachbetrieb
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Ablauf und Kosten einer Öltankentsorgung

In einem ersten Schritt wird der Tank – wie bei der Reinigung – entleert und gesäubert. Außerdem wird der Tank ausführlich durchlüftet, um brennbare Gase restlos zu entfernen. Stahl- und auch Kunststofftanks werden anschließend zerschnitten und entsorgt. Gerade bei Kunststoffen ist auf eine fachgerechte Entsorgung der Tankteile zu achten. Bei Erdtanks ist die Stilllegung sachverständigenpflichtig. Für oberirdische Heizöltanks gilt das außerhalb von Schutz- und Überschwemmungsgebieten in der Regel erst ab mehr als 10.000 Litern; in Schutz- und Überschwemmungsgebieten kann die Pflicht bereits bei mehr als 1.000 Litern greifen.

Die Kosten hängen von der Größe und Beschaffenheit des Tanks ab. Kunststoff-Batterietanks sind meist am günstigsten; je nach Größe, Restöl und Zugänglichkeit beginnen Angebote teils bei rund 500 Euro, häufig liegen fachgerechte Entsorgungen aber eher im vierstelligen Bereich. Kellergeschweißte Stahl- oder Erdtanks verursachen meist deutlich höhere Kosten.

Ölltankentsorgung
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