Brennstoff Heizöl

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Heizöl – Heizölsorten im Überblick

Heizöl
Heizöllieferung, © Bild IWO

Heizöl ist ein aus Erdöl gewonnener flüssiger Brennstoff, der in Ölheizungen verbrannt wird. Es besteht aus Teilen des Erdöls, denen außerdem noch eine Reihe von Additiven zugefügt wird.

Es gibt verschiedene Sorten von Heizöl, die in Deutschland der DIN 51603 entsprechen müssen und die vor allem anhand ihrer Dichte und der Anteile an Additiven unterschieden werden. Die Heizöle, auch wenn bei unterschiedlichen Händlern gekauft, haben also grundsätzlich dieselben Eigenschaften:

  • Schwer – schweres Heizöl wird zum Beispiel als Kraftstoff in Schiffsdieselmotoren verwendet. Aber schweres Heizöl wird auch in Kraftwerken eingesetzt. Es enthält enthalten recht hohe Anteile an Schwefel.
  • Extra Leicht Schwefelarm – Heizöl EL schwefelarm, oder auch EL Standard, ist als schwefelarmes Heizöl für alle Ölheizungen geeignet. Da der Schwefelgehalt deutlich verringert ist, werden auch erheblich weniger Schadstoffe bei der Verbrennung emittiert. Außerdem entsteht bei der Brennwerttechnik weniger Kondensat. Wenn keine Neutralisationseinrichtung vorhanden ist, muss für die Brennwertheizung zwingend Heizöl EL schwefelarm getankt werden. Heizöl EL schwefelarm ist seit 2009 Standard in Deutschland und wird geringer besteuert als Standard Heizöl EL.
  • Extra Leicht Super Schwefelarm – das Heizöl enthält schon in der Raffinerie Additive, die die Eigenschaften verbessern. Dabei geht es um bessere Verbrennungs-, Fließ- und Lagereigenschaften. Auch der typische Heizölgeruch wird durch Additive verringert. EL Super, auch vertrieben als Premium oder Optiplus oder Heizöl Plus, ist allerdings auch teurer als EL Standard.
  • Bio-Heizöl –zunehmend sind auch Bio-Heizöle erhältlich. Unterschieden werden Bio-Heizöl B5 und B10, je nach Anteil des nachwachsenden Bioöls (5 oder 10 %). Bio-Heizöl wird wie Biodiesel aus Pflanzen hergestellt. Vor allem Raps oder Sonnenblumen kommen zum Einsatz. Zwar hat Bio-Heizöl eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber seinen fossilen Gegenstücken. So ist damit die Versorgung auch bei zur Neige gehenden fossilen Ressourcen gesichert. Zudem lässt sich die Abhängigkeit von den Ölstaaten deutlich mindern. Auch bietet Bio-Heizöl eine CO2-neutrale Verbrennung, da nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanzen vorher gebunden haben. Auf der anderen Seite machen die Diskussionen deutlich, dass Bio-Heizöl auf Flächen angepflanzt wird, die dann nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung stehen.

    Bio-Heizöl ist deutlich teurer als die anderen Heizöle. B10 ist zudem nur für Heizungen ab Baujahr 2010 geeignet. In Baden-Württemberg müssen nach einer Heizungserneuerung sogar mindestens 15 % Bioheizöl getankt werden, wenn nicht eine solare Heizungsunterstützung eingebaut wird. Dann kann über das Bioheizöl den Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes entsprochen werden.

Heizöl Sorten
Heizölsorten im Vergleich, © Bild: Institut für Wärme und Oeltechnik e.V.

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Preise und Preisentwicklung von Heizöl

Die Preise für Heizöl stagnieren zwar in den letzten Jahren leicht, zeigen aber eine ständig steigende Tendenz. Und der zunehmende weltweite Bedarf sorgt zusammen mit der Endlichkeit der fossilen Ressourcen für einen weiteren Anstieg der Heizölpreise. Daran ändert auch die Beifügung von Bioheizöl nichts. Von folgenden Faktoren ist der Preis für Heizöl abhängig:

Tipp: Nutzen Sie unseren Heizölrechner. Dort können die entsprechenden Parameter eingegeben werden und so der günstigste Anbieter gefunden werden.


Daran ändert auch die Beifügung von Bioheizöl nichts. Anfang 2017 kosten 100 Liter Heizöl zwischen 57 Euro (Standardheizöl) und 62 Euro (Bioheizöl), je nach Qualität. Von folgenden Faktoren ist der Preis für Heizöl abhängig:

  • Lieferort (regionale Unterschiede)
  • Liefermenge (je mehr, umso billiger)
  • Lieferfrist (kurzfristig benötigte Lieferungen sind teurer)
  • Anzahl der Lieferstellen (gilt für Sammelbestellungen, je mehr Lieferstellen, umso teurer)
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