
Mit Holz zu heizen ist beinahe so alt, wie die Menschheit selbst. Schon die Steinzeitmenschen nutzten das offene Holzfeuer, um darauf zu kochen und sich an den Flammen zu wärmen. Das offene Feuer hat in seiner Romantik bis heute nicht viel eingebüßt, ist in der modernen Zeit aber nicht mehr praktikabel. Holz als Heizstoff ist allerdings nie aus der Mode gekommen. Im Gegenteil! In Verbindung mit neuer, komfortabler und sicherer Heiztechnik widerfährt dem Holz als Heizstoff ein Aufschwung.
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Die Holzheizung stellt eine echte Alternative zur herkömmlichen Heizung dar. Betrieben mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz und zugleich komfortabel, lassen sich die eigenen vier Wände damit beheizen. Übrigens ist auch das Temperieren des Brauchwassers mit modernen Holzzentralheizungen möglich, die dann in Punkto Bedienkomfort der Gas- oder Ölheizung in nichts nachsteht.
Wer weder auf die Lagerfeuerromantik, noch auf den Komfort verzichten möchte, für den gibt es ebenfalls Lösungen, etwa moderne Öfen zur Einzelraumbefeuerung. Diese Art der Romantik bringt jedoch ein wenig „Handarbeit“ mit sich. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, gilt aber nicht automatisch als klimaneutral: Beim Verbrennen wird das im Holz gebundene CO₂ sofort frei, während ein nachwachsender Baum es erst über Jahrzehnte wieder einlagert. Das Umweltbundesamt weist im CO₂-Rechner für Privatpersonen seit März 2024 bei Holzbrennstoffen auch direkte Verbrennungsemissionen aus. Hinzu kommt ein vergleichsweise hoher Feinstaub-Ausstoß. Mit moderner Technik, sauberem Betrieb und trockenem Holz lässt sich der Schadstoffausstoß aber deutlich senken.
Seit dem 29. Juli 2026 ist die frühere 65-Prozent-Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) entfallen – die Heizungsart kann wieder frei gewählt werden. Heizungen auf Basis fester Biomasse gelten unverändert als erneuerbare Heizung und bleiben zulässig und förderfähig. Ein einzelner Kaminofen zählt dagegen in der Regel nur als Zusatzheizung. Wassergeführte Biomasseheizungen können zudem staatlich gefördert werden, sofern sie die jeweiligen Förderbedingungen erfüllen; welche Voraussetzungen und Programme aktuell gelten, lesen Sie im zentralen Fördermittel-Ratgeber.
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