Holzheizung Arten

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Verschiedene Holzheizungs-Arten

Um Holz als Brennstoff für die Beheizung von Räumen und die Brauchwassererwärmung zu nutzen, werden zahlreiche Varianten an verschiedenen Holzheizungen angeboten. Sowohl eine Beheizung einzelner Räume, etwa als zusätzliche Unterstützung für die Raumheizung, als auch eine zentrale Beheizung ganzer Häuser ist mit einer Holzheizung möglich.

Heizen mit Holz: Wärme durch Holzverbremmung
Heizen mit Holz: Wärme durch Holzverbremmung

Dabei unterscheiden sich Holzheizungen nicht nur hinsichtlich ihrer Funktionsweise, sondern auch anhand der Beschaffenheit des Brennmaterials. Moderne Holzheizungen lassen sich, je nach Bauart, sowohl mit Stückholz als auch mit Hackschnitzeln oder Pellets beschicken.

Einzelraumbefeuerung

Kaminofen © Lilli, stock.adobe.com
Kaminofen © Lilli, stock.adobe.com

Wie der Name es bereits andeutet, eignet sich diese Variante der Holzheizung zum Heizen einzelner Räume. Das wohl bekannteste Beispiel der Einzelraumbefeuerung ist ein offener Kamin, der neben behaglicher Wärme auch noch eine romantische Atmosphäre schafft. Auch Dauerbrand-, Kamin- oder Kachelöfen gehören hierzu, genauso wie moderne Pelletöfen, und eignen sich zum Beheizen eines einzelnen Raumes bestens. Für die wohlige Wärme im gesamten Haus sind sie hingegen nicht geeignet.

Aufbau eines Pelletofens
Aufbau eines Pelletofens

Wärme wird von diesen Varianten der Holzheizung nämlich in Form von Strahlungswärme abgegeben, die es in der Regel erlaubt, nur maximal zwei benachbarte Räume zu heizen. Durch den Einbau von verschiedenen Lüftungsgittern ist es jedoch möglich, auch anderer Räume mit der warmen Luft des Kamins zu temperieren, die nicht direkt von der Strahlungswärme profitieren.

Allerdings entsteht durch das manuelle Beschicken mit Holzscheiten in kurzen Zeitabständen und der Leerung des Aschekastens ein sehr hoher Arbeitsaufwand, vor allem, wenn eine Einzelraumbefeuerung im Dauerbetrieb läuft. Einen geringeren Arbeitsaufwand versprechen Pelletöfen, bei denen das Brenngut, nachdem es in den dafür vorgesehenen Behälter gefüllt wurde, automatisch in die Brennkammer geleitet wird. Der Beschickungs- und Reinigungsaufwand ist hierdurch wesentlich geringer. In der Regel ist die Einzelraumbefeuerung aber dennoch lediglich als Komfort- oder Zusatzheizung ein Thema.

 

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Zentralbefeuerung

Holzheizung bedienen © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
Holzzentralheizung bedienen © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Im Gegensatz zur Einzelraumbefeuerung eignet sich eine Holzzentralheizung bestens dazu, den gesamten Wohnraum zu heizen und gleichzeitig das Brauchwasser zu temperieren. Allerdings fällt der Platzbedarf hier deutlich höher aus als bei der Einzelraumbefeuerung, denn Heizkessel, Pufferspeicher und Warmwasserboiler brauchen, wie auch ein Öl- oder Gasheizungskessel, einen entsprechenden Heizungsraum.

Unterteilen lassen sich Holzheizungen mit Zentralheizungskessel grob in zwei Varianten:

  • den handbeschickten Stückholzkessel
  • den Holzkessel mit mechanischer Befeuerung

Zwar bieten auch die handbeschickten Holzheizungen bereits einen guten Komfort, da durch eine gleichmäßige Verbrennung nur in langen Abständen Holz nachgelegt werden muss. Die mechanisch befeuerte Holzheizung ist jedoch noch komfortabler, da der Kessel automatisch und kontinuierlich mit Holznachschub versorgt wird, ohne dass Hand angelegt werden muss. Im Rahmen der Zentralbefeuerung unterscheiden sich die einzelnen Kesselarten auch durch ihr Funktionsprinzip.

Kesselarten und Kopplungsvarianten

Die verschiedenen Kesselarten bei Holzzentralheizungen lassen sich mit einem Pufferspeicher kombinieren, um die Warmwasserversorgung zu gewährleisten. Hierin wird die überschüssige Wärme gespeichert, sobald der Raumwärmebedarf gedeckt und das Brauchwasser temperiert ist, die dann als Reserve zur Verfügung steht. Entsprechende Steuergeräte sorgen dabei für das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Komponenten.

Im Bereich der Zentralholzheizung stehen darüber hinaus drei Kesselarten zur Verfügung:

    • Der Naturzugkessel
      Ein Naturzugkessel kann dabei sowohl als alleiniges Heizsystem eingesetzt, als auch mit bestehenden Heizungen kombiniert werden. Durch die mit einem Thermostat verbundene, bzw. händisch einstellbare Klappenöffnung zur Luftzufuhrregelung lässt sich die Leistung zwar gut regeln, ein Pufferspeicher sollte jedoch angeschlossen sein, um überschüssige Heizenergie zu speichern.
Aufbau eines Naturzugkessels
Aufbau eines Naturzugkessels
    • Der Holzvergaserkessel
      Einen höheren Wirkungsgrad und durch die vollständige Verbrennung deutlich geringere Emissionswerte weist der Holzvergaserkessel auf. Er eignet sich bestens zum Volllastbetrieb als alleiniges Heizsystem und lässt den Wärmebedarf in Verbindung mit einem Pufferspeicher ideal und sparsam dosieren.
Aufbau eines Holzvergaserkessels
Aufbau eines Holzvergaserkessels
    • Der Hackschnitzel, bzw. Pelletkessel
      Der Holzhackschnitzel- oder Pelletkessel bietet in Sachen Komfort gleiche Bedingungen wie die Öl- und Gasheizung, da der Betrieb gänzlich automatisch abläuft. Mittels Förderschnecke wird das Brenngut automatisch in den Kessel befördert und durch entsprechende Einstellungen wie gewünscht verbrannt. Hackschnitzel- und Pelletkessel bilden die idealen Vorraussetzungen, um als eigenständiges, komfortables Heizsystem eingesetzt zu werden.
Kombikessel für Stückholz und Pellets © ETA Heiztechnik
Kombikessel für Stückholz und Pellets © ETA Heiztechnik
Fördermittel nutzen © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
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